UBS weist für das 4. Quartal einen den UBS-Aktionären zurechenbaren Reingewinn von CHF 1
205 Millionen aus (Vorquartal: Verlust von CHF 564 Millionen).
Der Vorsteuergewinn von Wealth Management & Swiss Bank stieg um 40% von CHF 792 Millionen
auf CHF 1 109 Millionen, hauptsächlich aufgrund des tieferen Personalaufwands und
anderen, damit zusammenhängenden Kostensparmassnahmen. Die Erträge blieben gegenüber dem
3. Quartal praktisch unverändert.
Der Vorsteuergewinn von Wealth Management Americas erhöhte sich um 62% von CHF 110
Millionen auf CHF 178 Millionen aufgrund leicht gestiegener Erträge. Die Hauptgründe für
diese Verbesserung sind ein ausserordentlicher Zinsertrag, höhere Gebühreneinnahmen sowie
ein tieferer Personalaufwand.
Global Asset Management steigerte den Vorsteuergewinn von CHF 130 Millionen auf CHF 284
Millionen. Der Ertragsrückgang wurde durch den tieferen Personalaufwand mehr als
ausgeglichen.
Die Investment Bank wies einen Vorsteuergewinn von CHF 297 Millionen aus, nach einem
Verlust von CHF 1 370 Millionen im Vorquartal. Das 4. Quartal 2009 war geprägt von einem
Marktabschwung auf breiter Front, niedrigeren Volumen und eingeschränkteren
Handelschancen, welche die Erträge der Einheiten Equities sowie Fixed Income, Currencies
and Commodities (FICC) beeinträchtigten. Im Investment Banking Department nahmen die
Erträge gegenüber dem Vorquartal zu. Im Ergebnis des 4. Quartals enthalten ist ein
Verlust von CHF 24 Millionen auf eigenen Schuldtiteln, die als finanzielle
Verpflichtungen zum Fair Value bilanziert sind. Im 3. Quartal hatte dieser Verlust CHF 1
436 Millionen betragen. Die Wertberichtigungen für Kreditrisiken gingen von CHF 243
Millionen auf CHF 70 Millionen zurück. Der Geschäftsaufwand nahm aufgrund niedrigerer
Abgrenzungen für variable Vergütungen ab.
Das Corporate Center wies einen Vorsteuerverlust aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
von CHF 956 Millionen aus, nachdem er im Vorquartal bei CHF 255 Millionen gelegen hatte.
Das Resultat für das 4. Quartal beinhaltet eine Neuzuweisung von Negativerträgen von der
Investment Bank an Corporate Center, bedingt durch Anpassungen bei der Berechnung eigener
Verbindlichkeiten aus vorhergehenden Berichtsperioden.
Im Ergebnis des 4. Quartals ist eine Steuergutschrift von CHF 480 Millionen
berücksichtigt, die in erster Linie der Neubewertung latenter Steuerverpflichtungen
zuzuschreiben ist, hauptsächlich in den USA.
Gesamtjahr 2009
Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reinverlust verringerte sich für das Gesamtjahr 2009
auf CHF 2 736 Millionen, gegenüber CHF 21 292 Millionen im Vorjahr. Bereinigt um unten
erwähnte buchhalterische Effekte belief sich der operative Vorsteuergewinn für 2009 auf
CHF 1,4 Milliarden. Im Jahr 2009 entstand die grösste buchhalterische Belastung durch
Verluste auf eigenen Schuldtiteln, die als finanzielle Verpflichtungen zum Fair Value
verbucht wurden. Diese Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten sind auf die verbesserte
Wahrnehmung der Kreditwürdigkeit von UBS im Jahr 2009 zurückzuführen – eine zwar positive
Entwicklung, die jedoch eine Nettobelastung von CHF 2,0 Milliarden zur Folge hatte. Die
anderen Posten betrafen einen Verlust im Zusammenhang mit dem Abschluss des Verkaufs von
UBS Pactual (CHF 1,4 Milliarden), Restrukturierungskosten (CHF 0,8 Milliarden) sowie
einen Gewinn im Zusammenhang mit der Pflichtwandelanleihe, die zuvor von der
Schweizerischen Eidgenossenschaft gehalten worden war und im August 2009 gewandelt wurde
(CHF 0,3 Milliarden).
Nettoneugelder und verwaltete Vermögen
Wealth Management & Swiss Bank – Der Abfluss von Nettoneugeldern belief sich im 4.
Quartal 2009 auf CHF 33,2 Milliarden, gegenüber CHF 16,7 Milliarden im Vorquartal. Von
der italienischen Steueramnestie waren verwaltete Vermögen in Höhe von CHF 22,8
Milliarden betroffen, von denen CHF 14,3 Milliarden bei UBS geblieben sind. Insgesamt
belief sich der Mittelabfluss von Schweizer Kunden auf CHF 5,9 Milliarden, verglichen mit
CHF 3,9 Milliarden, während bei den Firmen- und institutionellen Kunden
Nettoneugeldzuflüsse zu verzeichnen waren. Bei den internationalen Kunden beliefen sich
die Abflüsse auf CHF 27,3 Milliarden, gegenüber CHF 12,9 Milliarden. In der Region Asien/
Pazifik war die Nettoneugeldentwicklung im 4. Quartal positiv.
Wealth Management Americas – Im 4. Quartal betrugen die Nettoneugeldabflüsse CHF 12,0
Milliarden, gegenüber CHF 9,9 Milliarden im 3. Quartal 2009. Grund dafür waren Abgänge
von Finanzberatern sowie die begrenzte Neurekrutierung erfahrener Finanzberater. Die pro
Finanzberater verwalteten Vermögen nahmen im Quartalsverlauf zu und zählen nach wie vor
zu den höchsten in der Branche.
Global Asset Management – Im 4. Quartal 2009 beliefen sich die Nettoneugeldabflüsse auf
CHF 11,0 Milliarden, gegenüber CHF 10,0 Milliarden im Vorquartal. Ohne Berücksichtigung
der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds nahmen die Neugeldabflüsse von CHF 2,3 Milliarden
auf CHF 5,7 Milliarden zu. Im Bereich Institutional stiegen die Abflüsse von CHF 1,2
Milliarden auf CHF 3,8 Milliarden. Ohne Berücksichtigung der Mittelflüsse bei den
Geldmarktfonds lagen die Neugeldabgänge bei CHF 3,6 Milliarden, verglichen mit
Nettozuflüssen von CHF 1,4 Milliarden im Vorquartal. Im Bereich Wholesale Intermediary
verlangsamten sich die Nettoneugeldabflüsse von CHF 8,8 Milliarden auf CHF 7,2
Milliarden. Unter Ausklammerung der Mittelflüsse bei den Geldmarktfonds gingen die
Nettoneugeldabflüsse in diesem Bereich von CHF 3,7 Milliarden auf CHF 2,1 Milliarden
zurück.
Die verwalteten Vermögen beliefen sich auf CHF 2 233 Milliarden am 31. Dezember 2009,
gegenüber CHF 2 258 Milliarden am 30. September 2009. Einflussfaktoren waren die oben
erwähnten Nettoneugeldabflüsse sowie negative Wechselkurseffekte. Diese Faktoren wurden
durch positive Marktentwicklungen teilweise kompensiert. Von den verwalteten Vermögen
entfielen CHF 960 Milliarden auf Wealth Management & Swiss Bank, CHF 690 Milliarden auf
Wealth Management Americas und CHF 583 Milliarden auf Global Asset Management. Verglichen
mit dem Stand Ende 2008 erhöhten sich die verwalteten Vermögen von UBS von CHF 2 174
Milliarden um 3%.
Kapital und Bilanz
Am 31. Dezember 2009 wies UBS eine BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von 15,4% aus, gegenüber
15,0% am 30. September 2009. Die risikogewichteten Aktiven (RWA) sanken im Verlauf des 4.
Quartals um 2% auf CHF 207 Milliarden, während beim BIZ-Kernkapital (Tier 1) ein Zuwachs
von CHF 0,2 Milliarden auf CHF 31,8 Milliarden zu verzeichnen war.
UBS reduzierte ihre Bilanz im 4. Quartal um weitere CHF 136 Milliarden. Die Bilanzsumme
belief sich per 31. Dezember 2009 auf CHF 1 341 Milliarden. Gegenüber dem 31. Dezember
2008 wurde die Bilanz um 33% verkleinert, und die risikogewichteten Aktiven verminderten
sich um 32%, indem die verbleibenden Risikopositionen deutlich reduziert wurden.
Ausblick
In den kommenden Quartalen erwartet UBS, dass sich die verbesserte operative Effizienz,
die Risikominderung sowie der Neuaufbau und die Neuausrichtung ihrer Geschäfte positiv
auswirken werden. UBS ist zuversichtlich, dass die von ihr ergriffenen Massnahmen zur
Ursachenbekämpfung von Vermögensabflüssen erfolgreich sein werden. Doch für die
unmittelbare Zukunft ist nach wie vor mit einer negativen Nettoneugeldentwicklung zu
rechnen, verbunden mit einem gewissen Margendruck. Die Ergebnisse der Investment Bank
sind immer stark von der Verfassung der Märkte abhängig, und im Januar waren die
Kundenaktivitäten hoch. Natürlich lässt sich nicht vorhersagen, wie lange dieses
attraktive Handelsumfeld anhalten wird. UBS geht jedoch davon aus, dass sich die
Performance der Investment Bank im Jahr 2010 insgesamt verbessern wird, unter anderem
weil die verbleibenden Risikopositionen die Ergebnisse weit weniger stark beeinflussen
dürften.
Im Internet recherchierbar unter:
- www.aktuellenews.ch
- www.help.ch
- www.pressemappe.ch
Über UBS AG:
UBS ist ein global führendes Finanzinstitut mit Hauptsitz in Zürich und Basel.
Für anspruchsvolle Kundinnen und Kunden auf der ganzen Welt erbringt UBS
Dienstleistungen im
- Wealth Management
- Investment Banking und
- Asset Management.
Im Privat- und Firmenkundengeschäft in der Schweiz ist UBS Marktführerin und mit
mehr als 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen der Welt mit
Niederlassungen vertreten. 38% ihrer Mitarbeiter sind in Amerika, 34% in der
Schweiz, 15% im Rest Europas und weitere 13% im asiatisch-pazifischen Raum
tätig. UBS beschäftigt weltweit mehr als 75 000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Die Aktien der UBS AG sind an der SIX Swiss Exchange sowie an den
Börsen in New York (NYSE) und Tokio (TSE) kotiert.
Location Finder
- Standorte Worldwide
- Standorte Schweiz
|