Die verstärkten Neubauaktivitäten schlagen sich im laufenden Geschäftsjahr in
deutlich steigenden Investitionen nieder. Bis Ende 2010 werden Neubauprojekte mit einem
Gesamtvolumen von über 200 Mio. Euro realisiert werden. Dies bedeutet dass sich bis zu
diesem Zeitpunkt rund 1000 Einheiten in Bau befinden werden. Die BUWOG ist damit
jedenfalls in ihrem Kerngebiet, dem Großraum Wien, der aktraktivste Wohnbauträger ,
erklärt Geschäftsführer Daniel Riedl. Gerade in einer Phase generell rückläufigen
Wohnungsbaus leisten wir damit einen wichtigen Beitrag, dass es auch im städtischen
Bereich zu keiner Verknappung des Wohnraums und entsprechenden Preisanstiegen kommt.
Darüber hinaus stellen unsere Projekte einen wesentlichen Impuls für die derzeit ohnehin
unter Auftragsmangel leidende Hochbaubranche dar.
Die BUWOG trägt auch dem Trend zur Eigentumswohnung Rechnung. Freiwerdende Wohnungen aus
dem Bestand werden regelmäßig als Eigentumswohnungen abverkauft, für 2009/2010 wird
erwartet, dass insgesamt 300 Einheiten abgegeben werden.
Eine wichtige Voraussetzung für das anhaltend hohe Bauvolumen der BUWOG ist die hohe
Bonität des Unternehmens: Während zahlreiche Entwickler derzeit Probleme haben,
Finanzierungen für Bauprojekte zu bekommen, wurden von der BUWOG alleine in diesem
Wirtschaftsjahr Finanzierungen in Höhe von insgesamt 81,6 Mio. Euro abgeschlossen. Wir
verfügen über ausreichend Eigenkapital und seit Jahren können wir unsere Projekte
praktisch immer zu 100 Prozent verwerten , so Riedl. Damit sind wir geradezu ein
Traumpartner für finanzierende Banken.
Kernzielgruppe für die BUWOG-Wohnungen sind nach wie vor junge Familien, die
Wohnungen zu einem leistbaren Preis kaufen oder mieten wollen. Allerdings hat der
Qualitätsanspruch deutlich zugenommen , unterstreicht Riedls
Geschäftsführungskollege Gerhard Schuster, der bereits seit 1996 in der
Geschäftsführung der BUWOG tätig ist. Es geht nicht mehr in erster Linie um billige
Wohnungen, sondern darum, hohe Qualität zu einem guten Preis bieten zu können.
Ich denke, das gelingt uns in hervorragender Weise und die enorme Nachfrage nach
unseren Wohnungen sowie der außergewöhnlich hohe Vermietungsgrad von rund 99
Prozent sind die besten Beweise dafür.
Die Qualitätsphilosophie der BUWOG schlägt sich im Neubau ebenso wie im
Management des Wohnungsbestands nieder. Alle BUWOG-Neubauprojekte erfüllen
hohe Energieeffizienzstandards (Niedrigenergie- oder Passivhausqualität) und auch der
individuellen architektonischen Gestaltung wird großer Stellenwert beigemessen.
So entstanden in den vergangenen Jahren international viel beachtete Wohnbauten
wie das vom renommierten Künstler Gerwald Rockenschaub mitgestaltete Look in
Wien-Simmering oder die Hängenden Gärten am Wienerberg, wo Skulpturen des
New Yorker Künstler Matt Mullican zum Einsatz kamen.
Im Bestandsmanagement wurden die Investitionen in Sanierungen und
Verbesserungen deutlich erhöht. Diese erreichen im laufenden Geschäftsjahr rund
43 Mio. Euro, ca. 50 Prozent mehr als im Jahr der Privatisierung (21,5 Mio. Euro).
Bereits weit fortgeschritten sind die Vorbereitungen für eine Auslandexpansion der BUWOG.
Wir werden voraussichtlich noch in diesem Geschäftsjahr ein großes
Portfolio erwerben, das strukturell sehr gut zu unserem eigenen Bestand passt und bei dem
wir unsere Erfahrung und unser Know-How im Bereich des großvolumigen
Wohnbaus perfekt nutzen können , erklärt Riedl.
Die Entwicklung von BUWOG und ESG seit der Privatisierung ist eine absolute
Erfolgsgeschichte , betont Geschäftsführer Riedl. Wir haben die Beschäftigtenzahl im
eigenen Unternehmen erhöht, sichern durch das hohe Investitionsvolumen Arbeitsplätze und
Wertschöpfung, tragen durch umfassende Modernisierungs- und Energiesparmaßnahmen zum
Umweltschutz bei und stellen mehr neuen, leistbaren Wohnraum zur Verfügung als je zuvor.
Umfassende Energiespar- undUmweltschutzmaßnahmen
Neubau ausschließlich in Passivhaus- und Niedrigenergiequalität Massive
Energieeinsparungen durch Altbausanierung ESG: Heizungsmodernisierungen für 4000
Wohnungen Energieeffizienz und Klimaschutz sind wesentliche Charakteristika der
Unternehmensstrategie der Wohnbaugesellschaft BUWOG. Seit Jahren werden umfassende
Maßnahmen gesetzt, um den wichtigsten Betriebskostenfaktor, den Energieverbrauch, zu
minimieren und verstärkt nachhaltige Energiequellen zu nutzen.
Insbesondere im energieeffizienten Neubau setzt die BUWOG seit langem
Maßstäbe. So wurde 2007 mit dem Obstgarten in Wien-Simmering eine große
Wohnhausanlage mit fünf Einzelobjekten errichtet. Diese erreichen alle
Niedrigenergiestatus, das Objekt Melone erreicht als Passivhaus sogar die
höchste Energieeffizienzstufe. Gegenüber den zum Zeitpunkt der Errichtung des
Objekts gültigen Bauvorschriften beträgt die Energieersparnis dabei 87 Prozent, im
Vergleich zu einer Wohnhausanlage aus den Siebzigern ist der
Jahresenergieverbrauch sogar um rund 94 Prozent geringer. Mittlerweile werden alle BUWOG-
Neubauten zumindest als Niedrigenergiehäuser ausgeführt.
Eine innovative Form der Energieversorgung wurde beim Projekt Heustadelgasse gewählt.
Dank eines Biomasseheizkraftwerks mit 450 kW Nennleistung kann die gesamte Anlage mit
Pellets beheizt werden. Die Mehrkosten für die Errichtung des Biomassekraftheizwerks
liegen deutlich unter 1000 Euro / Wohneinheit, die Heizkostenersparnis im Vergleich zur
(in dieser Lage kaum realisierbaren) Fernwärme beträgt rund ein Drittel, gegenüber einer
Gas- oder Ölheizung beträgt die Ersparnis rund zwei Drittel.
Auch im Bereich des Altbestands werden großangelegte Maßnahmen zur Reduktion des
Energieverbrauchs umgesetzt. So wurden von den rund 16.000 BUWOGWohnungen, die älter als
20 Jahre sind, bereits weit mehr als die Hälfte thermisch saniert , wodurch der
Energiebedarf durchschnittlich um rund 60 % Prozent sank. Dadurch können 36 Mio.
Kilowattstunden pro Jahr eingespart werden dies entspricht einer Einsparung von rund
5.000 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr. In den letzten fünf Jahren wurden dafür rund 80
Mio. Euro investiert. Für ihre innovativen Konzepte wurde die BUWOG die auch klima:aktiv
Partner ist - bereits mehrfach ausgezeichnet.
Bei der in den Bundesländern vertretenen Schwestergesellschaft ESG wurde 2007 ein
umfassendes Programm zum Austausch veralteter und ineffizienter Elektroheizungen durch
Nahwärme- und Gasheizungen eingeleitet, bei dem jährlich bis zu tausend Wohnungen
umgerüstet werden.
Die Schwestergesellschaft ESG bewegte sich seit der Privatisierung in einem ganz anderen
Marktumfeld als die BUWOG. In Kärnten, wo sich 10.000 der 13.000 ESGWohnungen befinden,
und in der Steiermark (3.000 ESG-Wohnungen) gibt es kaum Bedarf nach zusätzlichem
Wohnraum, daher liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung des Wohnungsbestands.
Vor allem der Austausch veralteter Heizungen eröffnet große Einsparungsmöglichkeiten. In
der Regel werden dabei Elektro- oder Ölheizungen durch Gasheizungen, Fernwärme oder
Pelletsheizungen ersetzt. Allein heuer wurden die Heizungen für 800 Wohnungen
ausgetauscht. Alle dieser Wohnungen wurden mit Fernwärme, oder mit Pelletsheizungen
ausgestattet.
Für weitere 3200 Wohnungen sind Umrüstungen der Heizungsanlage in Vorbereitung (innerhalb
der nächsten vier Jahre). Expansion in neue Geschäftsfelder Führender Anbieter von
Hausverwaltungsleistungen und Facility Management Erfolgreicher Start des ersten BUWOG-
Vorsorgewohnungsprojekts Im Geschäftsjahr 2009/10 konnte die BUWOG auch erfolgreich in
neue Geschäftsfelder expandieren. Damit werden das Kerngeschäft, die Bewirtschaftung des
eigenen Immobilienbestands, ergänzt und neue Ertragspotenziale erschlossen. Mit
Jahresbeginn 2010 übernahm die neugegründete Tochtergesellschaft BUWOG - Facility
Management GmbH (BUWOG FM) die Hausverwaltung für alle Objekte der IMMOFINANZ GROUP in
Österreich. Damit wächst das Managementportfolio der BUWOG/ESG-Gruppe, die bereits bisher
rund 36.000 Wohnungen mit 2,7 Mio. m² Nutzfläche in 1.374 Objekten sowie 18.000 Kfz-
Stellplätze verwaltet, um weitere 900.000 m² in rund 250 Objekten.
Mit rund 3,6 Mio. m² verwalteter Fläche in Österreich befindet sich die BUWOG/ESGGruppe
im absoluten Spitzenfeld der privaten Hausverwaltungen. Derzeit gibt es bereits eine
Reihe weit fortgeschrittener Verhandlungen bezüglich weiterer Verwaltungsmandaten, erste
größere Abschlüsse werden noch im März erwartet.
Über die BUWOG FM steigen wir aktiv in einen Markt ein, dem in den kommenden Jahren ein
tiefgreifender Strukturwandel bevorsteht , erklärt BUWOG Geschäftsführer Daniel Riedl. An
Hausverwaltungen werden beispielsweise im Rahmen der immer wichtiger werdenden Maßnahmen
zur Energieeinsparung zunehmend komplexe technische Anforderungen gestellt. Das wird den
Konzentrationsprozess ebenso beschleunigen wie der steigende Druck zur Optimierung der
Betriebskosten. Wir haben eine exzellente Ausgangsbasis und erwarten, dass der hohe
Qualitätsstandard unserer Dienstleistungen das kontinuierliche Wachstum unseres
Verwaltungsgeschäfts sichern wird. Eine weitere Diversifikation der BUWOG-
Geschäftsaktivitäten stellt der Einstieg in das boomende Geschäft mit Vorsorgewohnungen
dar. Die ersten BUWOGVorsorgewohnungen wurden am Rennweg 54 im 3. Wiener Gemeindebezirk im
Dezember 2009 fertiggestellt. Das Objekt mit 61 Wohnungen von 42 m² bis 83 m²
befindet sich in einer geradezu idealen Wohnlage: Wenige Hundert Meter von der
Innenstadt entfernt verfügt es über eine ausgezeichnete öffentliche
Verkehrsanbindung durch die Straßenbahnlinie 71 und die nahen Stationen von U3
und S-Bahn.
Im Internet recherchierbar unter:
- www.aktuellenews.ch
- www.help.ch
- www.pressemappe.ch
Über Immofinanz AG:
Die IMMOFINANZ AG ist die führende Immobiliengesellschaft im Zentrum Europas.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 hat die IMMOFINANZ ein breit gestreutes
Portfolio aufgebaut, das sich auf die etablierten Westmärkte und die boomenden
Staaten im Osten Europas verteilt und dadurch hohe Ertragskraft mit großer
Stabilität vereint.
Das Immobilienportfolio umfasst derzeit 3.135 Immobilien mit 13,6 Mio. m²
Nutzfläche und einem Immobilienvermögen von EUR 16,2 Mrd. und ist auf alle
wichtigen Immobiliensektoren und auf verschiedene Länder verteilt. Diese breite
Streuung macht die IMMOFINANZ von Schwankungen einzelner Teilmärkte weitgehend
unabhängig und führt dadurch zu besonders hoher Wertbeständigkeit des Portfolios.
Die IMMOFINANZ notiert im Prime Market an der Wiener Börse. Seit 2007 schüttet
die Immofinanz auch eine Dividende aus. Für das Geschäftsjahr 2007/08 beträgt
die Dividende 40 Cent je Aktie, die in zwei Tranchen zu je 20 Cent am 28.
Oktober 2008 und am 28. April 2009 zur Auszahlung kommt.
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