Das mit einem einmaligen Steuereffekt belastete Nettoergebnis nahm um 14,8% auf CHF 397,5
Mio. ab. Entsprechend verminderte sich der Gewinn je Aktie um 14,5% auf CHF 10.18. Der
hohe Free Cashflow von CHF 349,7 Mio. hat das finanzielle Fundament der Gruppe weiter
gestärkt. Die Dividende an die Aktionäre soll auf CHF 6.40 angehoben werden.
Moderater währungsbereinigter Umsatzrückgang
Wie bereits im Januar 2010 bekannt gegeben, erzielte die Geberit Gruppe im Geschäftsjahr
2009 einen Umsatz von CHF 2181,2 Mio. (Vorjahr CHF 2455,1 Mio.). Dies entspricht einer
Abnahme von 11,2% in Schweizer Franken und von 6,5% währungsbereinigt.
Die folgenden Umsätze nach Ländern und Regionen beziehen sich auf Veränderungen in
lokalen Währungen. In den meisten Regionen und Märkten sind die Umsatzeinbussen im
Verlaufe des Jahres zurückgegangen. In Europa reduzierte sich der Umsatz im
Vorjahresvergleich kumuliert um 6,0%. Anhaltend schwierig präsentierte sich die
Entwicklung in den Regionen Nahost/Afrika (-13,8%) und Amerika (-15,1%). Hingegen erholte
sich die Region Fernost/Pazifik ab dem dritten Quartal und erreichte schliesslich ein
Minus von 4,7%.
Der Produktbereich Sanitärsysteme verzeichnete einen Umsatzrückgang von 9,1% in Schweizer
Franken, respektive von 4,3% in lokalen Währungen, auf CHF 1250,1 Mio. Der Produktbereich
Rohrleitungssysteme musste einen Umsatzrückgang von 13,8% auf CHF 931,1 Mio. hinnehmen.
In lokalen Währungen resultierte ebenfalls noch eine im Gruppenvergleich
überproportionale Abnahme von 9,2%.
Gestiegene operative Profitabilität
Trotz rückläufigem Umsatz, negativen Fremdwährungseffekten und gestiegenen Lohnkosten in
einem sehr anforderungsreichen Umfeld konnte die Geberit Gruppe im Geschäftsjahr 2009 die
operative Profitabilität nochmals steigern. Ein striktes Kostenmanagement und tiefere
Rohmaterialpreise, verbunden mit den ersten Auswirkungen der erfolgreichen
Produktneueinführungen in den Jahren 2007 bis 2009, waren dafür verantwortlich.
Der operative Cashflow (EBITDA) ging im Vorjahresvergleich unterproportional zum
Umsatzrückgang um 5,9% auf CHF 611,0 Mio. zurück. Mit 28,0% konnte die EBITDA-Marge
gegenüber dem Rekordwert des Vorjahrs von 26,4% nochmals gesteigert werden. Über die
letzten zehn Jahre betrachtet übertraf das durchschnittliche EBITDA-Wachstum von 7,2% die
entsprechende Umsatzzunahme von 6,2% deutlich. Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte
sich um 6,5% auf CHF 526,7 Mio. Die EBIT-Marge erreichte 24,1% (Vorjahr 22,9%). Das
Nettoergebnis sank um 14,8% auf CHF 397,5 Mio. Die Umsatzrendite lag somit bei 18,2% nach
19,0% im Vorjahr. Je Aktie resultierte ein Ergebnis von CHF 10.18, was einer Abnahme von
14,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Cashflow auf hohem Niveau gehalten, sehr solides finanzielles Fundament
Aufgrund eines tieferen Netto-Cashflows verringerte sich der Free Cashflow - trotz im
Vorjahresvergleich deutlich reduzierter Investitionen sowie gleich bleibender Effekte aus
der Veränderung des Nettoumlaufvermögens - um 14,3% auf CHF 349,7 Mio., verblieb jedoch
auf hohem Niveau. Dies erlaubte eine weitere Stärkung der Bilanzstruktur zum Ende des
Berichtsjahres.
Die Finanzverbindlichkeiten wurden von CHF 152,3 Mio. auf CHF 110,9 Mio. abgebaut.
Komfortabel präsentierte sich die Liquiditätssituation. Per Ende 2009 wurde ein positiver
Netto-Cashbestand von CHF 295,6 Mio. (Vorjahr CHF 150,3 Mio.) ausgewiesen. Die
Eigenkapitalquote erreichte sehr solide 68,2% (Vorjahr 63,9%). Bezogen auf das
durchschnittliche Eigenkapital betrug die Eigenkapitalrendite im Berichtsjahr 28,1%
(Vorjahr 34,9%).
Der Verwaltungsrat will die Aktionäre an der positiven Geschäftsentwicklung teilhaben
lassen. Er hat sich deshalb entschieden, der Generalversammlung 2010 zu beantragen, trotz
tieferem Unternehmensergebnis nicht nur die absolute Höhe der Vorjahresdividende
beizubehalten, sondern zusätzlich aus Anlass der 10-jährigen Börsenkotierung eine
Sonderdividende in Höhe von CHF 1.00 auszuschütten. Insgesamt ergäbe sich dadurch eine um
18,5% erhöhte Dividende je Aktie von CHF 6.40.
Ausblick 2010
Die weltweite Wirtschaftskrise und die damit verbundene Unsicherheit in der Einschätzung
der näheren Zukunft machen Voraussagen für das Geschäftsjahr 2010 sehr schwierig. In der
Bauwirtschaft wird der Rückgang mit grosser Wahrscheinlichkeit weitergehen. In den
meisten für Geberit bedeutenden geografischen Märkten dürften sich die Bauvolumina weiter
zurückbilden, eine Erholung ist realistischerweise nicht vor 2011 zu erwarten. Am
stärksten von der Krise betroffen sein wird der Neubau-Sektor, insbesondere das Segment
Nichtwohnungsbau. Es ist zudem keine positive Entwicklung im Renovationsgeschäft zu
erwarten, auch wenn der potenzielle Bedarf an Sanierungsobjekten da ist.
Aufgrund der anhaltend grossen Unsicherheit ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht
angebracht, quantitative Prognosen für das Geberit Geschäftsjahr 2010 abzugeben. Die
Unternehmensleitung ist auch in diesem anspruchsvollen Umfeld überzeugt, dass die Geberit
Gruppe für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet ist und gestärkt aus dieser
schwierigen weltwirtschaftlichen Phase hervorgehen wird.
Als europäischer Marktführer ist die Geberit Gruppe ein globaler Anbieter in der
Sanitärtechnik mit einem Umsatz von CHF 2,2 Milliarden. Sie beschäftigt weltweit 5600
Mitarbeitende in 40 Ländern.
Im Internet recherchierbar unter:
- www.aktuellenews.ch
- www.help.ch
- www.pressemappe.ch
Über Geberit International AG:
Als europäischer Marktführer ist die Geberit Gruppe ein globaler Anbieter in der
Sanitärtechnik mit einem Umsatz von CHF 2,5 Milliarden. Sie beschäftigt weltweit
5700 Mitarbeitende in 41 Ländern.
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