Mit 85,9 Mio. Franken wurde die Netto-Cash Position mehr als verdoppelt (Vorjahr 36,7
Mio. Franken). In das laufende Geschäftsjahr 2010 ist Implenia mit einem rekordhohen
Auftragsbestand von über 3,4 Milliarden Franken (+16,4%) gestartet, was den Konzern mit
Zuversicht nach vorne blicken lässt. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung
eine um 40% auf 0.70 Franken erhöhte Dividende in Form einer Nennwertreduktion vor.
2009 hat Implenia zum vierten Mal in Folge die Ertragskraft deutlich gesteigert. Das gute
Ergebnis ist das Resultat einer engeren Zusammenarbeit über alle Konzernbereiche und
Profitcenters hinweg und auf ein generell straffes Kostenmanagement im operativen
Geschäft sowie eine Reduktion der Administrationskosten auf Konzernebene zurückzuführen.
Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass im Berichtsjahr Sonderkosten von 7,9 Mio. Franken
anfielen. Die EBIT-Marge (like-for-like) konnte von 2,7% auf 3,3% markant erhöht werden.
Durch das konsequente Cash-management wurde die Bilanz nochmals klar gestärkt.
Operatives Ergebnis und Reingewinn deutlich verbessert
Der Konzernumsatz lag mit 2280 Mio. Franken annähernd auf Vorjahresniveau (2299 Mio.
Franken). Der EBIT vor Sonderkosten (like for like) konnte um 21,6% auf 75,5 Mio. Franken
(Vorjahr 62,1 Mio. Franken), das operative Ergebnis vor Netto-Finanzaufwand und Steuern
um 14,6% auf 67,6 Mio. Franken (Vorjahr 59,0 Mio. Franken) gesteigert werden. Das ist
umso positiver zu werten, als im Vorjahr aus dem Verkauf von Privera ein einmaliger
Erfolg von 11,4 Mio. Franken angefallen war. Das Betriebsergebnis EBITDA kam auf 104,6
Mio. Franken zu stehen (Vorjahr 98,5 Mio. Franken), was einer Marge von 4,6% (Vorjahr
4,2%) entspricht. Das Konzernergebnis schliesslich lag mit 47,1 Mio. Franken (Vorjahr
40,0 Mio. Franken) um 17,7% über dem Vorjahr.
Bilanz weiter gestärkt
Ende 2009 betrugen die flüssigen Mittel 128,7 Mio. Franken (Vorjahr 118,4 Mio. Franken)
und die Netto-Cash Position 85,9 Mio. Franken (Vorjahr 36,7 Mio. Franken). Die erneute
Stärkung der Finanzkraft ist dem konsequenten Cash-Management und der laufenden
Optimierung der Bilanz zu verdanken. Die Eigenmittel betrugen Ende Berichtsjahr 426,3
Mio. Franken (Vorjahr 423,2 Mio. Franken) und repräsentierten eine Eigenkapitalquote von
30,9% (Vorjahr 31,1%). Ohne den Kauf von Treasury Shares im Umfang von über 30 Mio.
Franken hätte die Eigenkapitalquote 32,3% betragen.
Auftragspolster über drei Milliarden Franken
Der konzernweite Auftragsbestand erreichte Ende Februar 2010 mit 3457 Mio. Franken (+13%)
einen Höchststand. Vom Auftragspolster werden im Jahr 2010 knapp 1,9 Milliarden Franken
umsatzwirksam, der Rest verteilt sich ab 2011 über mehrere Jahre.
Konzernbereich Real Estate
Der Konzernbereich Real Estate, der als Gesamtdienstleister den ganzen Lebenszyklus einer
Immobilie von der Planung bis zur Betriebsoptimierung abdeckt, erzielte eine
substantielle Verbesserung des operativen EBIT-Ergebnisses von 25,8 Mio. Franken 2008 auf
38,9 Mio. Franken im Berichtsjahr. Davon entfielen 17,5 Mio. Franken auf die
Generalunternehmung und 21,4 Mio. Franken auf Immobiliendienstleistungen
(Projektentwicklungen). Der Umsatz war mit 1239 Mio. Franken geringfügig höher als im
Vorjahr (1230 Mio. Franken). Vor allem dank der weiterhin regen Wohnbautätigkeit konnte
der Auftragsbestand auf den hohen Wert von 1799 Mio. Franken ausgebaut werden (Vorjahr
1293 Mio. Franken). Sehr erfolgreich entwickelte sich auch das grundsätzlich volatile
Projektentwicklungsgeschäft, indem verschiedene in der Pipeline befindliche Projekte 2009
zur Realisierung gelangten und das Portfolio gleichzeitig um attraktive Neuprojekte
ergänzt werden konnte. Die Reuss Engineering, die Dienstleistungen in der Gebäudetechnik
anbietet, trieb die Fokussierung auf nachhaltiges Bauen weiter voran.
Konzernbereiche Infra und Tunnel + Totalunternehmung (Bauproduktion)
Die beiden Produktionsbereiche erwirtschafteten zusammen ein operatives EBIT-Ergebnis von
49,0 Mio. Franken (Vorjahr 50,8 Mio. Franken), zu dem jeder Konzernbereich je die Hälfte
beitrug. Erfreulich ist das gute Ergebnis der Sparte Tunnelbau. Die Produktionsleistung,
welche die Gesamtaktivitäten unter Einbezug von Arbeitsgemeinschaften widerspiegelt,
betrug 1618 Mio. Franken und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 1509 Mio.
Franken. Der Auftragsbestand inkl. Arbeitsgemeinschaften erreichte Ende Jahr 1641 Mio.
Franken (Vorjahr 1666 Mio. Franken) und verteilt sich auf mehrere Jahre.
Konzernbereich Global Solutions
Angesichts der Probleme auf den Zielmärkten Russland und Mittlerer Osten wurde
beschlossen, die Aktivitäten des Joint-Ventures „Russian Land Implenia“ einzustellen und
im Mittleren Osten kurz- bis mittelfristig auf Infrastrukturprojekte mit Schwergewicht in
Abu Dhabi und Katar zu setzen. Ungeachtet des schwierigen Marktumfelds gelang es,
verschiedene Teilaufträge für attraktive Grossprojekte mit hohem Referenzcharakter zu
akquirieren (Eröffnungsstadion Olympische Winterspiele Sotschi 2014, Bewerbung für
Fussball-WM 2018/22 in Russland, Swiss Village in Masdar City, Abu Dhabi). An der bewusst
risikoarmen Eintrittsstrategie wird konsequent festgehalten.
Vorschlag einer Dividendenerhöhung um 40%
Aufgrund des guten Ergebnisses 2009 sowie der positiven Aussichten für 2010 beantragt der
Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 14. April 2010, die Dividende in Form einer
Nennwertreduktion um 40% auf 0.70 Franken pro Aktie zu erhöhen (Vorjahr 0.50 Franken je
Aktie). Damit befindet man sich auf dem Weg zu einer nachhaltigen Ausschüttungsquote von
30%.
Verschlankung des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat der Implenia AG wird verkleinert. James Lionel Cohen und Ian Andrew
Goldin treten zum Zeit-punkt der kommenden Generalversammlung vom 14. April 2010 aus dem
Gremium zurück. Claudio Generali und Urs Häner stehen für eine Wiederwahl nicht mehr zur
Verfügung. Neu schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 14. April 2010 die
Zuwahl von Hans-Beat Gürtler als neues Mitglied (CV im Anhang) und die Wiederwahl von
Anton Affentranger, Markus Dennler, Patrick Hünerwadel, Toni Wicki und Phillippe Zoelly
vor.
Implenia Industrial Construction – neuer Konzernbereich
Im Zuge einer Neudefinition der Konzernvision wurde per Anfang 2010 die
Organisationsstruktur angepasst und dabei der neue Konzernbereich Industrial Construction
geschaffen. Er verbindet die Aktivitäten der bisherigen Bereiche Tunnel +
Totalunternehmung und Global Solutions und hat sich als Ziel gesetzt, zum internationalen
Wunschpartner für nachhaltige und komplexe Infrastruktur- und Real Estate-Aufträge zu
werden.
Auseinandersetzung mit Laxey beigelegt
Nach über zwei Jahren Auseinandersetzung mit dem Hedge Funds Laxey konnte dessen
Aktienpaket im November 2009 bei privaten und institutionellen Investoren aus dem In- und
Ausland platziert werden. Damit wurde der Weg frei für die weitere Entwicklung von
Implenia als unabhängige Publikumsgesellschaft mit breit gestreutem Aktionariat.
Ausblick 2010
Trotz des konjunkturell weiterhin anspruchsvollen Umfelds blickt Implenia den kommenden
Monaten dank des hohen Arbeitsvorrats mit Zuversicht entgegen. Im Konzernbereich Real
Estate darf der für 2010 budgetierte Umsatz dank des grossen Auftragsbestands als
praktisch gesichert gelten. Die Generalunternehmung ist mit einem hohen Auftragsbestand
in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Auch in der klassischen Produktion kann auf
einem beachtlichen Auftragsvorrat aufgebaut werden, der sich neben Grossprojekten auf
zahlreiche mittlere und kleinere Aufträge verteilt. Namentlich der Tunnelbau verfügt über
ein mehrjähriges Auftragspolster. Der Preisdruck in der Bauproduktion wird jedoch
aufgrund des harten Wettbewerbs weiter anhalten. Im internationalen Bereich bestätigen
die verschiedenen attraktiven Aufträge von 2009 die Richtigkeit der Strategie, sich auf
die Segmente Infrastruktur und Prime Buildings zu konzentrieren.
Im Internet recherchierbar unter:
- www.aktuellenews.ch
- www.help.ch
- www.pressemappe.ch
Über Implenia AG:
Was sich der Mensch denkt und was technisch realisierbar ist, das bauen wir. Wir
bauen in die Höhe und in die Tiefe, durch Berge und über Flüsse, wir bauen Neues
und erneuern Altes, wir bauen fürs Wohnen und Arbeiten, für Verkehr und
Sicherheit, für Freizeit und Gesundheit, wir bauen traditionell oder
industriell, als Totalunternehmer oder als Spezialisten. Wir bauen in der ganzen
Schweiz und im benachbarten Ausland. Wir bauen grosse komplexe Projekte von
nationaler Bedeutung wie die Bahn 2000 und die NEAT.
Wir bauen termin- und kostenbewusst, auf Qualität bedacht, ressourcenschonend
und effizient. Wir bauen nach modernsten Methoden, mit projektgerechtem Einsatz
der Mittel und mit bestens qualifizierten und motivierten Mitarbeitern. Wir
bauen als Schweizer Marktführer, mit reicher Erfahrung und sind stolz darauf, zu
denen zu gehören, die beim modernen, innovativen Bauen den Ton angeben. Wir
bauen fürs Leben gern.
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