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Roche gibt neuesten Stand über Phase-III-Studie mit Avastin bei Patienten mit Prostatakarzinom im Spätstadium bekannt
F. Hoffmann-La Roche AG
   
   

12.03.2010, Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) hat heute die wichtigsten Ergebnisse einer Phase-III- Studie zur Untersuchung der Anwendung von Avastin (Bevacizumab) in Kombination mit Docetaxel-basierter Chemotherapie und Prednison bei Männern mit Prostatakarzinom im Spätstadium (hormonrefraktäres Prostatakarzinom/HRPC) bekannt gegeben.

Die als CALGB 90401 bezeichnete Studie, die von der US Cancer and Leukemia Group B 
(CALGB) geleitet und vom US-amerikanische National Cancer Institute finanziell 
unterstützt wird, hat ihr primäres Ziel, das Gesamtüberleben im Vergleich zu 
Chemotherapie und Prednison allein zu verlängern, nicht erreicht. Eine vorläufige 
Beurteilung der Sicherheit durch CALGB hat Nebenwirkungen ergeben, die zuvor in 
Zulassungsstudien mit Avastin beobachtet worden waren. Die Daten der Studie werden von 
der CALGB bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vom 4. 
bis 8. Juni 2010 vorgelegt.

„Patienten mit einem Prostatakarzinom, die auf eine Hormontherapie nicht ansprechen, 
benötigen dringend neue Behandlungsoptionen. Unglücklicherweise hat die Studie ihr 
primäres Ziel nicht erreicht. Wir sehen jedoch der Vorstellung der Daten – u. a. über die 
sekundären Endpunkte – erwartungsvoll entgegen“, so Hal Barron, M.D., Leiter der globalen 
Entwicklung und Chief Medical Officer bei Roche.

Die Resultate haben keinerlei Auswirkungen auf die zugelassenen Indikationen von Avastin. 
In diesen hat Avastin die antiangiogene Therapie zu einem Hauptpfeiler der 
Krebsbehandlung gemacht. Auch das breit angelegte Entwicklungsprogramm von Avastin bei 
anderen Tumorarten wird wie geplant fortgesetzt.

Über das Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist unmittelbar nach dem Lungenkarzinom bei Männern die 
zweithäufigste Krebsart weltweit und wird jährlich bei über 679 000 Männern 
diagnostiziert. Bei einem Drittel der Männer mit dieser Diagnose – knapp 200 000 – 
verläuft die Krankheit tödlich.1
Über CALGB 90401

CALGB 90401 ist eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte 
Phase-III-Studie zur Beurteilung von Avastin plus Docetaxel-basierter Chemotherapie und 
Prednison im Vergleich zu Docetaxel-Chemotherapie und Prednison allein an 1 050 Männern 
mit hormonrefraktärem Prostatakarzinom. Die Studie wird vom US-amerikanischen National 
Cancer Institute (NCI) im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung im Bereich Forschung und 
Entwicklung zwischen dem NCI und Genentech finanziell unterstützt und von einem Netz von 
Wissenschaftlern unter Leitung der CALGB durchgeführt.

Primärer Endpunkt der Studie ist das Gesamtüberleben. Sekundäre Endpunkte der Studie sind 
u. a. das progressionsfreie Überleben, die Ansprechrate auf ein prostataspezifisches 
Antigen und die Sicherheit.

Ausführliche Beurteilungen der Sicherheit sind im Gange. Bei einer vorläufigen 
Beurteilung der Sicherheit durch CALGB wurden schwere Nebenwirkungen ermittelt, die zuvor 
in Zulassungsstudien mit Avastin beobachtet worden waren, u. a. Neutropenie und 
Infektionen mit tödlichem Ausgang.
Über Avastin: Ein neues Gesicht der Krebsbehandlung seit über fünf Jahren

Mit der Erstzulassung in den USA für fortgeschrittenes Kolorektalkarzinom 2004 wurde 
Avastin zur ersten antiangiogenen Therapie, die zur Behandlung von Patienten mit 
fortgeschrittener Krebserkrankung allgemein zur Verfügung stand.

Heute verändert Avastin weiterhin das Gesicht der Krebsbehandlung durch seinen 
nachgewiesenen Überlebensvorteil (Gesamtüberleben und/oder progressionsfreies Überleben) 
bei verschiedenen Tumorarten. Avastin ist in den USA und in Europa zur Behandlung von 
fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom, Mammakarzinom, nicht kleinzelligem Lungenkarzinom 
und Nierenzellkarzinom zugelassen. In den USA ist Avastin darüber hinaus zur Behandlung 
von Patienten mit fortgeschrittenen Hirntumoren (Glioblastom) erhältlich. Avastin ist die 
einzige antiangiogene Therapie, die zur Behandlung dieser zahlreichen Krebsformen im 
fortgeschrittenen Stadium zur Verfügung steht, welche zusammen jedes Jahr über 2,5 
Millionen Todesfälle verursachen.

Avastin hat die antiangiogene Therapie zu einem Hauptpfeiler der heutigen Krebsbehandlung 
gemacht; bislang wurde mehr als eine halbe Million Patienten mit Avastin behandelt. Ein 
umfassendes klinisches Programm mit mehr als 450 klinischen Studien untersucht derzeit 
die Anwendung von Avastin bei verschiedenen Tumorarten (u. a. Kolorektalkarzinom, 
Mammakarzinom, nicht kleinzelliges Lungenkarzinom, Hirntumor, Magen-, Eierstock-, 
Prostatakarzinom und anderen) und unter verschiedenen Bedingungen (fortgeschrittenes oder 
frühes Krankheitsstadium).

Über Avastin: Wirkmechanismus

Avastin ist ein Antikörper, der spezifisch an den Gefässwachstumsfaktor VEGF (vaskulärer 
endothelialer Wachstumsfaktor) bindet und dessen biologische Wirkungen blockiert. VEGF 
ist ein Schlüsselfaktor der Tumorangiogenese – einem grundlegenden Prozess im Rahmen des 
Tumorwachstums und dessen Streuung (Metastasierung) in andere Teile des Körpers. Durch 
seinen präzisen Wirkmechanismus kann Avastin wirksam mit einem breiten Spektrum von 
Chemotherapien und anderen Krebsbehandlungen kombiniert werden. Avastin trägt bei nur 
geringfügigen Auswirkungen auf die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zur Eindämmung des 
Tumorwachstums und zu einer längeren Überlebensdauer bei.
Im Internet recherchierbar unter:
- www.aktuellenews.ch
- www.help.ch
- www.pressemappe.ch

Über F. Hoffmann-La Roche AG:
Roche, mit Hauptsitz in Basel, ist einer der weltweit führenden, 
forschungsorientierten Gesundheitskonzerne in den Bereichen Pharmaka und 
Diagnostika. 

Als grösstes Biotechnologieunternehmen der Welt und Anbieter innovativer Produkte
und Services für die frühe Erkennung, Vermeidung, Diagnose und Behandlung von 
Krankheiten trägt das Unternehmen in vielen Bereichen zur Verbesserung der 
Gesundheit und zur Steigerung der Lebensqualität der Menschen bei. 

Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste 
Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten, nimmt in der Virologie 
eine Spitzenposition ein und ist in anderen bedeutenden therapeutischen
Bereichen wie Autoimmunerkrankungen, Entzündungen, Stoffwechsel und zentrales 
Nervensystem aktiv. 

Im Jahr 2006 erzielte die Pharmaabteilung einen Umsatz von 33,3 Milliarden 
Schweizer Franken und die Abteilung für Diagnostika verzeichnete Umsätze in Höhe 
von 8,7 Milliarden Schweizer Franken. Roche beschäftigt weltweit rund 75'000 
Mitarbeiter und führt Allianzen sowie Forschungs- und Entwicklungskooperationen 
mit zahlreichen Partnern; hierzu gehören auch die Mehrheitsbeteiligungen an 
Genentech und Chugai.
 
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