Die als CALGB 90401 bezeichnete Studie, die von der US Cancer and Leukemia Group B
(CALGB) geleitet und vom US-amerikanische National Cancer Institute finanziell
unterstützt wird, hat ihr primäres Ziel, das Gesamtüberleben im Vergleich zu
Chemotherapie und Prednison allein zu verlängern, nicht erreicht. Eine vorläufige
Beurteilung der Sicherheit durch CALGB hat Nebenwirkungen ergeben, die zuvor in
Zulassungsstudien mit Avastin beobachtet worden waren. Die Daten der Studie werden von
der CALGB bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vom 4.
bis 8. Juni 2010 vorgelegt.
„Patienten mit einem Prostatakarzinom, die auf eine Hormontherapie nicht ansprechen,
benötigen dringend neue Behandlungsoptionen. Unglücklicherweise hat die Studie ihr
primäres Ziel nicht erreicht. Wir sehen jedoch der Vorstellung der Daten – u. a. über die
sekundären Endpunkte – erwartungsvoll entgegen“, so Hal Barron, M.D., Leiter der globalen
Entwicklung und Chief Medical Officer bei Roche.
Die Resultate haben keinerlei Auswirkungen auf die zugelassenen Indikationen von Avastin.
In diesen hat Avastin die antiangiogene Therapie zu einem Hauptpfeiler der
Krebsbehandlung gemacht. Auch das breit angelegte Entwicklungsprogramm von Avastin bei
anderen Tumorarten wird wie geplant fortgesetzt.
Über das Prostatakarzinom
Das Prostatakarzinom ist unmittelbar nach dem Lungenkarzinom bei Männern die
zweithäufigste Krebsart weltweit und wird jährlich bei über 679 000 Männern
diagnostiziert. Bei einem Drittel der Männer mit dieser Diagnose – knapp 200 000 –
verläuft die Krankheit tödlich.1
Über CALGB 90401
CALGB 90401 ist eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte
Phase-III-Studie zur Beurteilung von Avastin plus Docetaxel-basierter Chemotherapie und
Prednison im Vergleich zu Docetaxel-Chemotherapie und Prednison allein an 1 050 Männern
mit hormonrefraktärem Prostatakarzinom. Die Studie wird vom US-amerikanischen National
Cancer Institute (NCI) im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung im Bereich Forschung und
Entwicklung zwischen dem NCI und Genentech finanziell unterstützt und von einem Netz von
Wissenschaftlern unter Leitung der CALGB durchgeführt.
Primärer Endpunkt der Studie ist das Gesamtüberleben. Sekundäre Endpunkte der Studie sind
u. a. das progressionsfreie Überleben, die Ansprechrate auf ein prostataspezifisches
Antigen und die Sicherheit.
Ausführliche Beurteilungen der Sicherheit sind im Gange. Bei einer vorläufigen
Beurteilung der Sicherheit durch CALGB wurden schwere Nebenwirkungen ermittelt, die zuvor
in Zulassungsstudien mit Avastin beobachtet worden waren, u. a. Neutropenie und
Infektionen mit tödlichem Ausgang.
Über Avastin: Ein neues Gesicht der Krebsbehandlung seit über fünf Jahren
Mit der Erstzulassung in den USA für fortgeschrittenes Kolorektalkarzinom 2004 wurde
Avastin zur ersten antiangiogenen Therapie, die zur Behandlung von Patienten mit
fortgeschrittener Krebserkrankung allgemein zur Verfügung stand.
Heute verändert Avastin weiterhin das Gesicht der Krebsbehandlung durch seinen
nachgewiesenen Überlebensvorteil (Gesamtüberleben und/oder progressionsfreies Überleben)
bei verschiedenen Tumorarten. Avastin ist in den USA und in Europa zur Behandlung von
fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom, Mammakarzinom, nicht kleinzelligem Lungenkarzinom
und Nierenzellkarzinom zugelassen. In den USA ist Avastin darüber hinaus zur Behandlung
von Patienten mit fortgeschrittenen Hirntumoren (Glioblastom) erhältlich. Avastin ist die
einzige antiangiogene Therapie, die zur Behandlung dieser zahlreichen Krebsformen im
fortgeschrittenen Stadium zur Verfügung steht, welche zusammen jedes Jahr über 2,5
Millionen Todesfälle verursachen.
Avastin hat die antiangiogene Therapie zu einem Hauptpfeiler der heutigen Krebsbehandlung
gemacht; bislang wurde mehr als eine halbe Million Patienten mit Avastin behandelt. Ein
umfassendes klinisches Programm mit mehr als 450 klinischen Studien untersucht derzeit
die Anwendung von Avastin bei verschiedenen Tumorarten (u. a. Kolorektalkarzinom,
Mammakarzinom, nicht kleinzelliges Lungenkarzinom, Hirntumor, Magen-, Eierstock-,
Prostatakarzinom und anderen) und unter verschiedenen Bedingungen (fortgeschrittenes oder
frühes Krankheitsstadium).
Über Avastin: Wirkmechanismus
Avastin ist ein Antikörper, der spezifisch an den Gefässwachstumsfaktor VEGF (vaskulärer
endothelialer Wachstumsfaktor) bindet und dessen biologische Wirkungen blockiert. VEGF
ist ein Schlüsselfaktor der Tumorangiogenese – einem grundlegenden Prozess im Rahmen des
Tumorwachstums und dessen Streuung (Metastasierung) in andere Teile des Körpers. Durch
seinen präzisen Wirkmechanismus kann Avastin wirksam mit einem breiten Spektrum von
Chemotherapien und anderen Krebsbehandlungen kombiniert werden. Avastin trägt bei nur
geringfügigen Auswirkungen auf die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zur Eindämmung des
Tumorwachstums und zu einer längeren Überlebensdauer bei.
Im Internet recherchierbar unter:
- www.aktuellenews.ch
- www.help.ch
- www.pressemappe.ch
Über F. Hoffmann-La Roche AG:
Roche, mit Hauptsitz in Basel, ist einer der weltweit führenden,
forschungsorientierten Gesundheitskonzerne in den Bereichen Pharmaka und
Diagnostika.
Als grösstes Biotechnologieunternehmen der Welt und Anbieter innovativer Produkte
und Services für die frühe Erkennung, Vermeidung, Diagnose und Behandlung von
Krankheiten trägt das Unternehmen in vielen Bereichen zur Verbesserung der
Gesundheit und zur Steigerung der Lebensqualität der Menschen bei.
Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste
Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten, nimmt in der Virologie
eine Spitzenposition ein und ist in anderen bedeutenden therapeutischen
Bereichen wie Autoimmunerkrankungen, Entzündungen, Stoffwechsel und zentrales
Nervensystem aktiv.
Im Jahr 2006 erzielte die Pharmaabteilung einen Umsatz von 33,3 Milliarden
Schweizer Franken und die Abteilung für Diagnostika verzeichnete Umsätze in Höhe
von 8,7 Milliarden Schweizer Franken. Roche beschäftigt weltweit rund 75'000
Mitarbeiter und führt Allianzen sowie Forschungs- und Entwicklungskooperationen
mit zahlreichen Partnern; hierzu gehören auch die Mehrheitsbeteiligungen an
Genentech und Chugai.
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