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ETH Zürich: Studierende wollen den Gütertransport revolutionieren News-Statistik

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Universität Zürich

25.05.2018, Am 22. Juli treten die besten Studententeams aus aller Welt an der Hyperloop Pod Competition in Los Angeles gegeneinander an. Swissloop, ein Verein von Studierenden der ETH Zürich und weiterer Schweizer Hochschulen, ist erneut dabei – mit einer neuen Transportkapsel. Langfristig wollen die Studierenden die Hyperloop-Technologie nutzen, um Waren schneller und umweltschonender zu befördern.

Über 1000 Studententeams aus alles Welt haben sich beworben, um am 22. Juli an der dritten Hyperloop Pod Competition von Elon Musk in Los Angeles teilzunehmen. Unter den 20 Teams, die nach Los Angeles eingeladen wurden, ist auch Swissloop, ein Verein von Studierenden der ETH Zürich und weiterer Schweizer Hochschulen. Bereits zum zweiten Mal konnte sich Swissloop für den Wettbewerb qualifizieren.

Mit Hilfe dieses Wettbewerbs möchte Space-X-Gründer Musk die Hyperloop-Vision vorantreiben. Diese sieht vor, dass dereinst Kapseln nahezu mit Schallgeschwindigkeit durch Vakuumröhren fahren, um Menschen und Güter von A nach B zu befördern. Die Teams mit den vielversprechendsten Konzepten dürfen ihre Transportkapseln – sogenannte Pods – eine Woche lang auf dem Space-X-Gelände testen. Nur die drei besten Pods können am 22. Juli durch die 1,25 Kilometer lange Vakuumröhre fahren, der schnellste Pod gewinnt.

Auf «Escher» folgt «Mujinga»
Mit ihrem ersten Prototyp «Escher» schaffte es Swissloop im Sommer 2017 in die Vakuumröhre und belegte den dritten Platz. Für den diesjährigen Geschwindigkeitswettbewerb haben die Studierenden eine komplett neue Transportkapsel entwickelt.

Der dreieinhalb Meter lange weiss-blaue Pod trägt den Namen «Mujinga». Heute Abend präsentierten die Studierenden ihn auf einer 150 Meter langen Teststrecke im Innovationspark Zürich erstmals der Öffentlichkeit. Neu wird die Transportkapsel von vier Elektromotoren angetrieben. Zusammen leisten sie über 540 PS, was etwa der zweieinhalbfachen Leistung eines Bugatti-Sportwagens entspricht. Energie liefern zwei Batterien mit insgesamt 700 Volt Spannung und einer Kapazität von über 1'500 iPhone- Batterien. Seinen Namen hat der neue Pod zu Ehren der Schweizer Leichtathletin Mujinga Kambundji erhalten. Mit 11,07 Sekunden auf 100 Meter ist sie die schnellste Schweizerin aller Zeiten. Finanziert wurde «Mujinga» wie auch schon «Escher» grösstenteils durch Sponsoren aus der Industrie.

«Wir haben in diesem Jahr sehr viel dazugelernt und konnten im Gegensatz zum letzten Mal alle Teilsysteme vorab testen», sagt Ilyas Besler, ETH-Student und Technischer Leiter von Swissloop. «Unser interdisziplinäres Team, ETH-Know-how und die Zusammenarbeit mit der Industrie sind unser Erfolgsrezept. Wir freuen uns sehr auf Los Angeles, aber unser langfristiges Ziel geht weit über diesen Wettbewerb hinaus.»

Schneller und umweltschonender Warentransport
Langfristig wollen die Studierenden die Hyperloop-Technologie nutzen, um den Warentransport zu revolutionieren. «Kunden, die online einkaufen, wollen ihre Pakete immer schneller erhalten, am besten schon in wenigen Stunden. Weil Firmen diesen Bedürfnissen nachkommen wollen, werden immer mehr Logistikzentren um grosse Schweizer Städte herum gebaut. Zudem führt es zu Massen an halbvollen Lieferwagen, die die Strassen verstopfen und die Umwelt belasten», erklärt Luca Di Tizio, ETH-Student und Vorstandsmitglied von Swissloop. «Unser Ziel ist es, zur Lösung dieser Probleme beizutragen.» Swissloops Zukunftsvision sieht vor, dass Pakete dereinst wesentlich schneller und umweltschonender über eine Art moderne Rohrpost transportiert werden. Hierfür soll ein schweizweites unterirdisches Hyperloop-Netz dienen. Vakuumröhren mit einem Durchmesser von etwa einem Meter sollen künftig ein zentrales Logistiklager mit grossen Ballungszentren verbinden. Auf diese Weise könnten Pakete in Transportkapseln befördert werden und wären in wenigen Minuten am gewünschten Ort. Von dort aus könnten dann Drohnen, Velokuriere oder Elektroautos den letzten Weg zum Briefkasten der Empfänger übernehmen. «Um unsere Vision voranzutreiben, sind wir auf Kooperationen mit der Wirtschaft angewiesen. Mit einigen potenziellen Partnern sind wir bereits in Kontakt», sagt Di Tizio.


Medienkontakt:
ETH Zürich
Anna Maltsev
044 632 41 41
mediarelations@hk.ethz.ch

Swissloop
Cassandra Hänggi
079 265 48 44
cassandra.haenggi@swissloop.ch

Im Internet recherchierbar unter:
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Über Universität Zürich:
Die Universität Zürich nimmt als grösste Universität eine herausragende Stellung in der Forschungs- und Bildungslandschaft des Landes ein. Sie ist höchsten internationalen Wissenschaftsstandards und verantwortungsvoller Reflexion verpflichtet.

Spitzenforschung mit Internationaler Ausstrahlung Die Universität Zürich gehört als Mitglied der «League of European Research Universities» (LERU) zum Kreis der besten Europäischen Forschungsuniversitäten. International hervorragend und mit höchsten Auszeichnungen versehen ist sie in Klinischer Medizin, Immunologie, Genetik und in den Neurowissenschaften. Auf nationaler Ebene wurde sie «leading house» in fünf Forschungsschwerpunkten in den Bereichen Life Sciences, Finanzen sowie Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Forschung an der Universität Zürich ist in allen Fachbereichen einem hohen Qualitätsniveau verpflichtet.

Grösste Diversität im Studienangebot Mit rund 100 Fächern verfügt die Universität Zürich schweizweit über die grösste Vielfalt im Studienangebot. Rund 24'000 Studierende, Tendenz steigend, profitieren in den Wirtschafts-, Rechts-, Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften, in Medizin, Veterinärmedizin und Theologie davon. Master- Studierenden und Postdocs stehen neben dem attraktiven regulären Angebot spezialisierte Studiengänge, hervorragende Infrastruktur und zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten offen. So kann die grösste Schweizer Universität von sich sagen, dass sie im nationalen und internationalen Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte sehr gut positioniert ist.

Dienstleistungen im Interesse der Gesellschaft Die Universität Zürich erbringt wissenschaftliche Dienstleistungen für die Wirtschaft und Gesellschaft des Kantons Zürich und der Schweiz. Sie lässt ihr Wissen auf vielfältige Art und Weise in die Praxis einfliessen – z. B. in zwölf Museen, vier Spitälern und in öffentlich zugänglichen Bibliotheken. Und sie gibt ihre Erkenntnisse zielgruppengerecht und abwechslungsreich an die interessierte Öffentlichkeit weiter – z. B. an Vorlesungsreihen und Podiumsdiskussionen. Die Universität Zürich fördert ausserdem den Wissenstransfer in die Wirtschaft und schafft mit Spin-offs und Partnerschaften attraktive Arbeitsplätze in zukunftsgerichteten Wirtschaftsbereichen.

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