Pressemitteilung
Delegiertenversammlung der Winterhilfe vom 8. November 2018 in Lausanne / Armut bleibt ein Thema in der Schweiz

Winterhilfe Schweiz

13.11.2019, Lausanne - Die Delegiertenversammlung der Winterhilfe hat unter der Leitung von Zentralpräsident a. Bundesrat Samuel Schmid die Jahresrechnung des Geschäftsjahres 2018/2019 verabschiedet. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in allen kantonalen Winterhilfe-Stellen gesamthaft Leistungen für 32'000 Menschen (darunter 15'000 Kinder) ausgerichtet.

Gemäss den aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik leben in der Schweiz 675'000 Menschen, die von Armut betroffen sind. Der Sozialbericht zeigt, dass die Armutsquote leicht zunimmt und besonders Alleinerziehende, Kinder und Langzeitarbeitslose betroffen sind. Die Winterhilfe kann diese Angaben bestätigen. Sie erreichten im Berichtsjahr 15'718 Gesuche um Hilfe. Insgesamt richtete die Winterhilfe schweizweit 18'900 Leistungen aus, die von der Abgabe von Betten, der Zahlung von Zahnbehandlungen bis zur Finanzierung von Freizeitaktivitäten für Kinder reichen. Die Winterhilfe ist dankbar, dass sie auf treue Spender*innen zählen kann; der Sammlungserfolg hat sich im Berichtsjahr auf 3,07 Mio. CHF erhöht. Diverse Rückmeldungen von Spender*innen zeigen dass sie konkret Inlandhilfe leisten wollen.

Die Winterhilfe setzt sich ausschliesslich für Menschen in der Schweiz ein, die von - oft unsichtbarer - Armut betroffen sind. Ein wichtiges Anliegen der Winterhilfe ist die soziale Integration von Armutsbetroffenen. Um Ausgrenzung vorzubeugen, hat die Winterhilfe 2012 zusammen mit der Roger Federer Foundation ein Projekt lanciert, das Kindern die Teilnahme an sportlichen und musischen Aktivitäten ermöglicht. Aktuell werden 907 Kinder unterstützt.

Kontakt:

Monika Stampfli, Geschäftsführerin, monika.stampfli@winterhilfe.ch, Tel. 044 269 40 53

Esther Güdel, Kommunikation, esther.guedel@winterhilfe.ch, Tel. 044 269 40 51

13.11.2019 | von Winterhilfe Schweiz

--- ENDE Pressemitteilung Delegiertenversammlung der Winterhilfe vom 8. November 2018 in Lausanne / Armut bleibt ein Thema in der Schweiz ---


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Winterhilfe Schweiz

Die Winterhilfe Schweiz entstand im Kontext der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre. Die Folgen dieser Weltwirtschaftskrise erreichten in der Schweiz ihren Höhepunkt im Winter 1935/36. Über 100'000 Menschen waren arbeitslos.

Diese für die Bevölkerung wirtschaftlich dramatische Lage veranlasste den Bund, die damals bereits bestehende Arbeitslosenkasse auszubauen. Allerdings waren die Leistungen der Kasse nicht gesamtschweizerisch geregelt, sondern wurden regional, teilweise sogar auf Gemeindeebene mit grossen Unterschieden gehandhabt.

Besonders in den Wintermonaten machte sich die finanzielle Notlage bemerkbar, wenn zusätzliche Aufwendungen für Heizmaterial, feste Schuhe, Winterbekleidung oder teureres Gemüse und Obst anfielen. Dabei ging es für die betroffenen Menschen tatsächlich ums Überleben: die Gefahr, sie könnten erfrieren oder verhungern war gross, ebenso konnten die Menschen durch mangelhafte Ernährung bleibende Schäden erhalten.

Bei Bund, Kantonen und Fürsorgestellen war man sich einig, dass eine «umfassende Aktion zur Unterstützung der Opfer der Wirtschaftskrise» dringend notwendig sei.

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