Pressemitteilung
Bundesamt für Kommunikation: Social Media werden wichtiger für die Meinungsbildung

Bundesamt für Kommunikation BAKOM

30.09.2020, Biel/Bienne, 29.09.2020 - Die sozialen Netzwerke und journalistische Onlinemedien gewinnen in der Schweiz an Einfluss auf die Meinungsbildung. Dies gilt insbesondere für die französischsprachige Bevölkerung und für jüngere Personen. Zu diesen Ergebnissen gelangt der Medienmonitor Schweiz für das Jahr 2019, den das BAKOM am 29. September 2020 publiziert hat.

Social Media prägen vermehrt die Meinungsbildung der jungen Menschen in der Schweiz: Mit 34 Prozent der Meinungsmacht, die Social Media auf sich vereinen, haben sie von allen Mediengattungen den grössten Einfluss auf die Meinungsbildung der jungen Bevölkerung zwischen 15 und 29 Jahren, noch vor Radio (21%), journalistischen Onlinemedien (18%), Print (16%) und Fernsehen (11%). Noch stärker zeigt sich dies in der Romandie, wo soziale Medien in dieser Altersgruppe fast die Hälfte (45%) der Meinungsmacht auf sich vereinen.

Der Einfluss journalistischer Onlinemedien auf die Meinungsbildung junger Personen hat sich in den Sprachregionen unterschiedlich entwickelt. Während journalistische Onlinemedien in der italienischsprachigen Schweiz gegenüber 2018 um acht Prozentpunkte zulegen konnten (von 14% auf 22%), nahm ihre Relevanz in der französischsprachigen Schweiz lediglich um einen Prozentpunkt zu (von 11% auf 12%). In der deutschsprachigen Schweiz sank ihr Anteil am Meinungsbildungspotential sogar: von 22% (2018) auf 19% (2019).

Gesamtbevölkerung: TV bleibt vorläufig die meinungsmächtigste Mediengattung
Für die Gesamtbevölkerung ist das Fernsehen das wichtigste Medium für die Meinungsbildung. Es vereint im Jahr 2019 28% des relativen Meinungsbildungspotenzials auf sich. An zweiter Stelle steht Radio (22%), gefolgt von Print (20%), journalistischen Onlinemedien (17%) und Social Media (13%).

Medienkonzentration – abnehmende Vielfalt trotz weniger Marktaustritten
Der Medienmonitor erhebt auch die Besitz- und Beteiligungsverhältnisse im Schweizer Medienmarkt. Im Jahr 2019 wurden drei Marktaustritte festgestellt, im Vergleich zu sechs im Jahr 2018. Der Bevölkerung in der ganzen Schweiz stehen somit nach wie vor genügend verschiedene Medien zur Verfügung, um ihren Informationsbedarf bei unterschiedlichen Quellen decken zu können. Allerdings dürfte die Zusammenlegung von Redaktionen (Mantelredaktionen TX Group, Zentralisierung bei der SRG SSR) oder ganzer Organisationsgeflechte (CH Media) zu einer Reduktion der inhaltlichen Vielfalt zumindest bei überregionalen Informationen geführt haben. Eine Entwicklung, "die für die ausgewogene Meinungsbildung wenig begrüssenswert ist", wie die Autoren der Studie schreiben.

Angaben zur Studie
Der Medienmonitor Schweiz erhebt seit 2017 das Potenzial für die Meinungsbildung von journalistischen Medienmarken und Mediengattungen (Print, Radio, TV, Online) sowie von ausgewählten Social-Media- Angeboten auf drei geografischen Ebenen (Schweiz, Sprachregionen und 14 lokal-regionale Medienräume). Er wird von Publicom erstellt und ist Teil der BAKOM-Medienforschung, mit der insbesondere die Programmleistungen und die Publikumsakzeptanz der Schweizer Radio- und Fernsehstationen mit Leistungsauftrag untersucht werden.

Die Meinungsmacht ist eine zentrale Untersuchungsgrösse des Medienmonitors, in welche die Reichweite eines Mediums und die ihm durch das Publikum zugeschriebene Qualität einfliesst. Die Studie misst nicht eine absolute Wirkung, sondern vergleicht das relative Einflusspotenzial von unterschiedlichen Medien auf die Meinungsbildung. Die Zahlen geben also ein Bild davon, wie stark die Medien im Vergleich untereinander die Meinungsbildung beeinflussen können.


Medienkontakt:
Bundesamt für Kommunikation BAKOM
Medienstelle
+41 58 460 55 50
media@bakom.admin.ch

30.09.2020 | von Bundesamt für Kommunikation BAKOM

--- ENDE Pressemitteilung Bundesamt für Kommunikation: Social Media werden wichtiger für die Meinungsbildung ---


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Bundesamt für Kommunikation BAKOM

Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) nimmt Aufgaben im Bereich der Medien, des Fernmelde- und Postwesens sowie der Informationsgesellschaft in der Schweiz wahr.

Es sorgt für eine stabile und fortschrittliche Kommunikationsinfrastruktur, schafft Grundlagen für einen starken Medienplatz Schweiz und koordiniert die Umsetzung der Strategie "Digitale Schweiz".

Das Amt bereitet die Entscheide des Bundesrates, des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) vor. Auch auf internationaler Ebene ist das BAKOM tätig.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
Swiss-Press.com    HELP.ch   Schweizerische Eidgenossenschaft




Offizielle News-Partner:
News aktuell

Swiss Press


News Abo

Facebook X (früher Twitter) Instagram LinkedIn YouTube

TOP NEWS - powered by Help.ch

Migros optimiert Importlogistik im Bereich Früchte und Gemüse Migros-Genossenschafts-Bund, 06.03.2026

TrendAI™ unterstützt weltweite Takedown-Operation von MFA-Bypass-Plattform Tycoon2FA Trend Micro (Schweiz) GmbH, 06.03.2026

Bridger Concept: Renault präsentiert Namen für neues Showcar Renault Suisse SA, 06.03.2026

NEWSTICKER - 06.03.2026
23:35 Uhr Blick.ch
Wahlen in der Stadt Zürich: Montenegriner wegen Morddrohungen gegen Avdili verhaftet »

23:12 Uhr SRF
«Arena» zu Iran – Klare Worte von Exil-Iranerin machen Bundespolitiker betroffen »

22:32 Uhr 20min
Gladbach chancenlos: Bayern nach 4:1 locker auf Titelkurs »

21:02 Uhr Espace Wirtschaft
Chinas Vorsprung bei den Erneuerbaren: Peking testet fliegende Kraftwerke in 2000 Metern Höhe – und düpiert Trump »

18:31 Uhr NZZ
Das Pentagon erklärt das KI-Unternehmen Anthropic zur Gefahr für das Militär »

10:01 Uhr SNB Medienmitteilungen
2026-03-04 - Emphase GmbH wird neue Banknotenserie gestalten »

4
10
11
28
30
39
5
Nächster Jackpot: CHF 15'100'000

6
7
24
34
50
5
7
Nächster Jackpot: CHF 176'000'000

Aktueller Jackpot: CHF 1'345'848