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Nachtschicht 22 - Video-Kunst trifft Science-Fiction - im Kunstmuseum St.Gallen News-Statistik

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Kunstmuseum St. Gallen

28.10.2020, Besucherinnen und Besucher der Nachtschicht #22 am 13. November erwartet neben Spätöffnung des Kunstmuseums ein vertiefter Einblick in die Ausstellung Welt am Draht, die Video- sowie Licht- und Installationskunst zeigt: Im Anschluss an eine Kuratorenführung wird der Fernsehfilm von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1973, nach dem die Ausstellung benannt wurde, vorgeführt.

Die simulierte Realität – was nach Matrix (1999, Regie: Lana und Lilly Wachowski) oder Second Life klingt, wurde auch schon in den 1960er- und 1970er-Jahren in der Populärkultur thematisiert, etwa im Science-Fiction-Roman Simulacron-3 von Daniel F. Galouye und dem darauf basierenden Film Welt am Draht von Rainer Werner Fassbinder.

Und kaum ein Thema scheint besser zu passen zur aktuellen Zeit mit kollektivem Stay-at-Home und Heimarbeit im «Lockdown» – wo Freundschaften und Arbeitsbeziehungen quasi nur noch per «Draht» ins und übers Internet ausgetragen wurden. Diese Thematik steht im Mittelpunkt der Nachtschicht, der spätabendlichen Veranstaltung, die zweimal jährlich vom Kunstverein St.Gallen organisiert wird.

Im Anschluss an eine Kuratorenführung mit Direktor Roland Wäspe durch die aktuelle Video-, Licht- und Installationskunst- Ausstellung, deren Themenspektrum auf Überlegungen zum Film Welt am Draht basiert, um 19 Uhr, wird ab 20 Uhr der zweiteilige Film von Regisseur Rainer Werner Fassbinder gezeigt.

Vor oder nach diesem Kinogenuss können noch die Ausstellungen Adrian Schiess – Malerei 1980 -2020, Wechselspiele …mit neuen Glanzlichtern und Geta Bratescu – L'art c'est un jeu sérieux besichtigt und sich bei einem Getränk im Museumscafé über das zuvor gesehene ausgetauscht werden.

Ausstellung Welt am Draht, bis 7. März 2021

Neue technische Möglichkeiten boten auch immer neue ästhetische und inhaltliche Möglichkeiten, welche seit den späten 1960er Jahren von den Künstlerinnen und Künstlern intensiv genutzt wurden. Gerade weil diese sich rasch wandelnde Technologie nahe am Alltag ist und die schnellen und widersprüchlichen Entwicklungen der Jetztzeit abbildet, sind ihre Botschaften besonders aktuell.

Kunstschaffende wie Silvie und Chérif Defraoui, Alexander Hahn, Aleksandra und Roman Signer, Pipilotti Rist oder Matthew McCaslin haben kontinuierlich an der Entwicklung der Kunst mit den neuen Medien und ihrer betont zeitgenössischen Metaphorik gearbeitet. Diese Künstlerinnen und Künstler sind mit Hauptwerken in der Sammlung des Kunstmuseums St.Gallen vertreten und eröffnen in der Ausstellung Welt am Draht einen Diskurs, der einem visionären frühen Fernsehfilm von Rainer Werner Fassbinder entliehen ist. Die Welt ist nicht, was sie scheint, und die Berichte über sie erst recht nicht, nur die Reflexion lässt die Dinge klarer werden.

Weitere Ausstellungen im Kunstmuseum

Adrian Schiess – Malerei 1980 -2020

Bis 7. Februar 2021

Geta Bratescu – L'art c'est un jeu sérieux

Bis 15. November 2020 (letzte Tage)

Wechselspiele …mit neuen Glanzlichtern

Sammlungsausstellung

Nachtschicht #22 – Programm

Freitag, 13. November 2020, 18.30 bis 24 Uhr

Kunstmuseum St.Gallen

19 Uhr

Kuratorenführung

durch die Ausstellung Welt am Draht mit Direktor Roland Wäspe

20 Uhr

Filmvorführung

Welt am Draht, Teil 1 und Teil 2 (mit Pause)

D, 1973, Teil 1 100’, Teil 2 102’

Regie: Rainer Werner Fassbinder

Musik: Gottfried Hünsberg und Archiv

Eintritt ins Kunstmuseum CHF 12

Freier Eintritt für Mitglieder des Kunstvereins St.Gallen

Pressekontakt:
kommunikation@kunstmuseumsg.ch

Gloria Weiss Kunstmuseum St.Gallen, Leitung Kommunikation, T +41 71 242 06 84

Sophie Lichtenstern Kunstmuseum St.Gallen, Kommunikation, T +41 71 242 06 85

www.kunstmuseumsg.ch



Im Internet recherchierbar unter:
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Über Kunstmuseum St. Gallen:
Das Kunstmuseum St.Gallen mit Dependance in der Lokremise bietet ein attraktives Ausstellungsprogramm von internationaler Ausstrahlung. Das Museum beherbergt als Schatzkammer der Region Ostschweiz eine reiche Sammlung von Gemälden und Skulpturen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, die in wechselnden Präsentationen gezeigt wird. Die Lokremise dient als Kulturlabor für die zeitgenössische Kunst.

Geöffnet am Ostermontag und Pfingstmontag. Geschlossen an Neujahr, Karfreitag, 1. August, Heiligabend, Weihnachtstag und Silvester.


Quellen:
  HELP.ch

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