Pressemitteilung
STS - Rücksicht nehmen gegenüber Tieren

Schweizer Tierschutz STS

27.07.2021, Basel - Abgesagte Veranstaltungen, keine grossen Feuerwerke: Im Schatten der Corona-Pandemie wird der diesjährige Nationalfeiertag vielerorts ungewohnt anders sein. Aber ob im grossen oder in kleinem, privaten Rahmen, der Schweizer Tierschutz STS ruft dazu auf, beim Feiern Rücksicht zu nehmen gegenüber Tieren.

Während Heimtiere ob des unvermittelten, ungewohnten Lärms sich schutzsuchend in die hinterste Ecke verkriechen, während Wildtiere panisch die Flucht ergreifen, laufen viele Kleintiere Gefahr, bei lebendigem Leib in 1.-August-Feuern zu verbrennen. Igel, Spitzmäuse, Blindschleichen, Salamander und andere Kleintiere lieben Holzstapel. Auf der Wohnungssuche nisten sie sich in die für den Nationalfeiertag vorbereiten Holzhaufen ein. Und verbrennen "zu Ehren des Vaterlandes". Die Festbesucher sehen unwissentlich dabei zu. Mit einfachen Mitteln und wenig Aufwand lässt sich das Drama verhindern: Bei kleineren Feuern ist es ratsam, das gesammelte Holz erst am Tag des Abbrennens auf- oder zumindest umzuschichten. Für grosse Holzhaufen eignet sich das Aufstellen eines Schutzzauns um den Stapel herum. Dieser verhindert, dass sich Tiere im Haufen verstecken. Ein solcher Schutzzaun ist schnell aufgestellt und wird erst kurz vor dem Abbrennen des Holzes entfernt.

Ausgangssperre für Heimtiere

Für Tiere - egal ob zu Hause oder in der freien Natur - bedeuten die Knalleffekte von Feuerwerk erheblichen Stress. Verantwortungsbewusste Tierhalter lassen ihre Tiere am Nationalfeiertag nicht alleine und sorgen für eine möglichst ruhige Umgebung und Rückzugsorte. Tiere, insbesonders Hunde, orientieren sich an Stimmungslage und Reaktion des Menschen. Wer selber ruhig und gelassen bleibt, signalisiert seinem Tier: Nur keine Panik. Es droht keine Gefahr. Der STS empfiehlt, während draussen gefeiert wird, Fenster und Läden geschlossen zu halten und eine gewohnte Geräuschkulisse (Radio, Fernsehen, Musik) im Haus herzustellen. Keinesfalls sollten Heimtiere während dieser Zeit ins Freie gelassen werden.

Rücksicht auf Nutz- und Wildtiere

Die meisten Tiere hören wesentlich besser als der Mensch und reagieren mit Panik und Flucht auf die laute Knallerei. Das gilt auch für Nutz- und Wildtiere. Insbesondere Pferde sind empfindlich auf plötzlichen Lärm. Sie können sich bei einer Fluchtreaktion erheblich verletzen. Feuerwerk soll nicht in unmittelbarer Nähe von Ställen, weidenden Tieren oder Wäldern gezündet werden. Das schont das empfindliche Gehör der Tiere und vermindert die Gefahr von Unfällen und von Bränden.

Pressekontakt:

Medienstelle Schweizer Tierschutz STS

Telefon 079 357 32 04; media@tierschutz.com

27.07.2021 | von Schweizer Tierschutz STS

--- ENDE Pressemitteilung STS - Rücksicht nehmen gegenüber Tieren ---

Über Schweizer Tierschutz STS

Um 1840 entstand in Bern der erste Tierschutzverein. 1861 wurde der Schweizer Tierschutz STS ins Leben gerufen, damals unter dem Namen «Schweizerischer Centralverein zum Schutz der Tiere». Der Schweizer Tierschutz ist somit die älteste national tätige Tierschutzorganisation der Schweiz.

Oberstes Organ des Schweizer Tierschutz STS ist die Delegiertenversammlung seiner Sektionen. Geleitet wird der STS von einem 13-köpfigen Zentralvorstand, der ehrenamtlich tätig ist. Der Zentralvorstand ist für die strategische Führung des Verbandes zuständig.

Die Sektionen des Schweizer Tierschutz STS sind praktisch in allen Kantonen der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein tätig. Aufgrund dieser breiten Verankerung kann der Schweizer Tierschutz STS seine Aufgaben auf nationaler und internationaler Ebene mit Nachdruck wahrnehmen. Der Schweizer Tierschutz STS ist Mitglied der Eurogroup for Animals, einer Vereinigung der grossen nationalen Tierschutzorganisationen Europas, sowie der Fur Free Alliance.


Quellen:
news aktuell   HELP.ch




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