Pressemitteilung
Gastrosuisse: Zertifikatspflicht trifft das Gastgewerbe hart

GastroSuisse

18.10.2021, Zürich - Die allermeisten gastgewerblichen Betriebe verzeichnen Umsatzeinbussen infolge der Zertifikatspflicht. Die Mitglieder von GastroSuisse erwarten, dass sich die Geschäftslage weiter verschlechtern wird. Grosse Sorgen bereiten den Unternehmen die sinkenden Temperaturen, die Stornierungswelle und die aufgebrauchten Reserven.

Mehr als 4 von 5 gastgewerblichen Betrieben (81.3 %) melden GastroSuisse zurück, dass sie wegen der Ausweitung der Zertifikatspflicht Umsatzeinbussen erlitten haben. Annähernd die Hälfte dieser Betriebe (46.4 %) verzeichnet einen Umsatzrückgang von mehr als 30 %. Das ergab eine Befragung von GastroSuisse bei 2'337 Mitgliedern. Die Umfrage lief vom 6. bis 11. Oktober 2021. Über alle Umfrageteilnehmenden hinweg betragen die Umsatzeinbussen seit dem 13. September durchschnittlich 27.6 %. Am stärksten betroffen sind die Betriebe in ländlichen Regionen mit durchschnittlichen Umsatzeinbussen von 31.5 %. Am wenigsten stark fielen die Umsätze in den Seeregionen (- 24.4 %) und in den Städten (- 24.8 %). Nur 3.4 % der befragten Betriebe verzeichnen seit der Ausweitung der Zertifikatspflicht eine Umsatzzunahme.

Düstere Aussichten wegen der Zertifikatspflicht

Dabei sind die Reserven bei vielen Betrieben aufgebraucht. Von Beginn der Pandemie an verfolgt GastroSuisse, wie die Mitglieder des Branchenverbandes ihre eigene Liquidität bewerten. Seit Mai 2021 verschlechtert sich die Liquidität wieder deutlich, nachdem die Härtefallmassnahmen kurzzeitig entlastet haben. Die gastgewerblichen Betriebe beurteilen ihre Liquidität im Januar 2022 so schlecht wie seit Februar 2021 nicht mehr, sollte die Zertifikatspflicht weiter bestehen. Grosse Sorgen bereiten den Mitgliedern die aktuelle Stornierungswelle. Mehr als 75 % der Umfrageteilnehmer (78.6 %) verzeichnen seit der Ausweitung der Zertifikatspflicht eine Zunahme an Stornierungen von Reservationen. Samuel Wenger, Geschäftsführer von 1001 Freizeit AG hofft deshalb auf eine baldige Aufhebung der Zertifikatspflicht: "Unser Betrieb muss während den Wintermonaten die Hauptumsätze generieren. Sämtliche Reservationen von grossen Firmenanlässen wurden nun storniert." Zudem beklagen die Umfrageteilnehmenden, dass die Umsätze anfangs Oktober wetterbedingt bereits markant zurückgegangen sind.

Härtefälle brauchen weitere Entschädigungen

Gemäss den Umfrageresultaten trifft die Zertifikaftspflicht die gastgewerblichen Betriebe unterschiedlich stark. Angesichts der grossen Unterschiede greifen Durchschnittswerte zu kurz, um die aktuelle Lage im Gastgewerbe zu beurteilen. Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse, fordert: "Die stark betroffenen Unternehmen benötigen nun dringend neue Härtefallentschädigungen. Die Verzweiflung in der Branche wächst von Tag zu Tag wieder."

Nebst den Umsatzeinbrüchen verursacht die Zertifikatspflicht zusätzliche Lohnkosten. 86.2 % der Betriebe melden zurück, dass sie einen Mehraufwand verzeichnen. Ebenfalls als problematisch wahrgenommen wird das Konfliktpotenzial. 4 von 10 Betriebe melden zurück, dass es in ihrem Betrieb bereits zu kritischen Auseinandersetzungen gekommen sei.

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Die Organisation mit dem Gründungsjahr 1891 setzt sich seit über 125 Jahren für die Interessen der Branche ein. GastroSuisse ist heute der grösste Branchenverband der Schweiz mit gegen 20'000 Mitgliederbetrieben (davon rund 2500 Hotels), organisiert in 26 Kantonalverbänden und vier Fachgruppen.

Pressekontakt:

GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer

Telefon 044 377 53 53
communication@gastrosuisse.ch

18.10.2021 | von GastroSuisse

--- ENDE Pressemitteilung Gastrosuisse: Zertifikatspflicht trifft das Gastgewerbe hart ---


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über GastroSuisse

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Wir vertreten die Interessen des Gastgewerbes, fördern das Image der Branche, engagieren uns für Berufsbildung und Qualität. Mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen unterstützen wir die Branche in ihrer Entwicklung.

Gegen 20’000 Mitglieder, davon rund 2500 Hotels, organisiert in 26 Kantonalverbänden und fünf Fachgruppen, machen uns zum grössten gastgewerblichen Arbeitgeberverband der Schweiz.

Unsere Mitglieder profitieren von einem umfassenden Netzwerk, exklusiven Vorteilen sowie wertvollen Informationen, die ihnen helfen, erfolgreich zu agieren und sich den ständig ändernden Marktbedingungen anzupassen. Zudem setzen wir uns für die Förderung der Schweizer Gastrokultur ein und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Branche auf nationaler und internationaler Ebene.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
news aktuell   HELP.ch




Offizielle News-Partner:
News aktuell

Swiss Press


News Abo

Facebook X (früher Twitter) Instagram LinkedIn YouTube

TOP NEWS - powered by Help.ch

Jan Han - «When Life hurts, Siem Reap heals» Photobastei Zürich, 08.04.2026

Viterma feiert 40.000 umgesetzte Wohlfühlbäder Die Badexperten laden zur gemeinsamen Hausmesse Viterma AG, 08.04.2026

Jahresergebnis 2025: leichtes Minus im Zeichen der Transformation Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft, 08.04.2026

NEWSTICKER - 08.04.2026
22:32 Uhr 20min
Davos feiert Mini-Sieg gegen ZSC – Fribourg mit Spektakel-Spiel »

21:23 Uhr Blick.ch
Ausflug im Tessin wird zum Albtraum – Glarnerin und ihr Enkel stranden wegen Reisechaos der SBB: «Wir wissen nicht, wie wir zurückkommen» »

21:12 Uhr SRF
Krieg in Nahost – Hormus umgehen – die Suche nach Alternativrouten »

20:32 Uhr Espace Wirtschaft
Streik bei der Lufthansa: Flugbegleiter legen am Freitag Frankfurt und München lahm »

17:11 Uhr NZZ
Trotz Feuerpause in der Strasse von Hormuz: Der Weg zur Normalität für Schiffsverkehr und Energiemärkte wird lang sein »

2
9
21
22
26
35
3
Nächster Jackpot: CHF 1'500'000

11
14
19
36
49
6
7
Nächster Jackpot: CHF 97'000'000

Aktueller Jackpot: CHF 1'569'088