Pressemitteilung
Sparen bei den Direktzahlungen reduziert das heute schon tiefe Einkommen der Bauernfamilien

Schweizer Bauernverband (SBV)

17.11.2023, Die Finanzkommission des Ständerats hat das Budget für das Jahr 2024 beraten und entsprechende Anträge für die Wintersession verabschiedet. Sie anerkennt, dass die Landwirtschaft für das Loch in der Bundeskasse nicht verantwortlich ist. Trotzdem spricht sie sich für einschneidende Kürzungen bei den Direktzahlungen aus.

Die Finanzkommission des Ständerats (FK-S) teilt die Meinung, dass die Landwirtschaft der einzige Bereich ist, der keine Schuld am aus Lot geratenen Bundeshaushalt trägt. Trotzdem hat die Kommission mit einer knappen Mehrheit entschieden, die Direktzahlungen um 27.4 Mio. Franken zu kürzen. Dies ist zwar nur noch halb so viel wie der Bundesrat vorschlug, wird aber dennoch spürbaren Auswirkungen haben.

Sparmassnahmen auf dem Buckel der Bauernfamilien sind aus Sicht des Schweizer Bauernverbands (SBV) absolut nicht angebracht. Die Anforderungen an die Produktion sind in den letzten Jahren und insbesondere mit der Umsetzung der Absenkpfad- Massnahmen stark gestiegen. Sie führen zu Mehrkosten und Mindererträgen. Das Agrarbudget seit 20 Jahren konstant auf 3.6 Mrd. Franken geblieben und ist damit nicht für das neue Loch in den Bundesfinanzen verantwortlich. Zudem ist die Einkommenssituation nach wie vor unbefriedigend: Der durchschnittliche Stundenlohn in der Landwirtschaft beträgt 17 Franken Der Bundesrat hat gemäss Art. 5 des Landwirtschaftsgesetzes den gesetzlichen Auftrag, Massnahmen zu ergreifen, wenn das landwirtschaftliche unter dem vergleichbaren Einkommen liegt.

Auch bei der Absatzförderung will die FK-S 5 Mio. sparen, statt 11 wie der Bundesrat. Erfreulich ist, dass sich die Kommission gegen die Kürzung für die Wein-Promotion (-6.2 Mio. Franken), des Tierzucht-Budgets (-3.9 Mio. Franken), und des Herdenschutzes (-4 Mio. Franken) aussprach. Bei den Einzelkulturbeiträgen für will sie die Mittel um 2 statt um 4 Mio. Franken kürzen. Der SBV begrüsst, dass die zuständige Kommission den Sparumfang im Agrarbudget reduzieren will. Trotzdem wird sich die Kürzung von 27.4 Mio. Franken der Direktzahlungen direkt auf das landwirtschaftliche Einkommen auswirken. Der SBV hofft deshalb, dass im Rahmen der Wintersession gänzlich auf die unfairen Sparmassnahmen bei den Bauernfamilien verzichtet wird.


Rückfragen:

Martin Rufer, Direktor SBV, Mobile 078 803 45 54
Francis Egger, Vize-Direktor SBV, Mobile 079 280 69 66
Michelle Wyss, Leiterin Agrarwirtschaft, Tel. 056 462 50 08
www.sbv-usp.ch

17.11.2023 | von Schweizer Bauernverband (SBV)

--- ENDE Pressemitteilung Sparen bei den Direktzahlungen reduziert das heute schon tiefe Einkommen der Bauernfamilien ---


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Schweizer Bauernverband (SBV)

Der Schweizer Bauernverband ist der Dachverband der Schweizer Landwirtschaft. Zusammengesetzt ist der Verband aus Vertretern von 25 kantonalen Berufsorganisationen diversen Fachverbänden.

Der Hauptsitz des Schweizer Bauernverbandes befindet sich in Brugg.

Als Dachverband der schweizerischen Landwirtschaft nehmen wir vielseitige und interessante Aufgaben wahr. Neben der Interessenvertretung haben wir einen grossen und erfolgreichen Dienstleistungsbereich.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
news aktuell   HELP.ch




Offizielle News-Partner:
News aktuell

Swiss Press


Firmenmonitor

Facebook X (früher Twitter) Instagram LinkedIn YouTube

TOP NEWS - powered by Help.ch

Bartgeierküken dank Unterstützung erfolgreich geschlüpft Natur- und Tierpark Goldau, 25.02.2026

Martin Ettlinger übernimmt die Direktion des Verkehrshauses der Schweiz Verkehrshaus der Schweiz (VHS), 25.02.2026

Der Ehrenpreis des Schweizer Filmpreises 2026 geht an Villi Hermann Bundesamt für Kultur (BAK), 25.02.2026

NEWSTICKER - 26.02.2026
07:42 Uhr 20min
«Tut mir super Leid»: Kobel entschuldigt sich bei Teamkollegen »

07:42 Uhr SRF
Fast vier Wochen lang gesperrt – Alpamare-Rutschen nach Inspektion wieder offen »

07:38 Uhr Blick.ch
Nach Deckenproblemen: Das Alpamare öffnet heute fast alle Rutschen »

06:30 Uhr Espace Wirtschaft
Mercosur-Abkommen: Bauern drohen: Hunderte Millionen – oder es heisst Nein zum Freihandelsdeal »

05:32 Uhr NZZ
Gesiegt, aber nichts gewonnen: Firmen müssen hart kämpfen, damit Trump ihnen Milliarden an Zöllen zurückzahlt »

09:41 Uhr SNB Medienmitteilungen
2026-02-19 - Nationalbank legt Grundlagen für die Erweiterte Liquiditätsfazilität fest »

11
15
28
31
35
40
5
Nächster Jackpot: CHF 12'700'000

10
27
40
43
47
6
10
Nächster Jackpot: CHF 145'000'000

Aktueller Jackpot: CHF 1'292'519