Pressemitteilung
GastroSuisse begrüsst den Verzicht auf eine Zinserhöhung

GastroSuisse

02.04.2024, Zürich (ots) - Der Bundesrat hat gestern beschlossen, die Zinssätze für Covid-19-Kredite unverändert zu lassen. GastroSuisse befürwortet den Entscheid, auf die angedrohte Zinserhöhung zu verzichten. Für Unverständnis sorgt hingegen, dass der Bundesrat die jüngste Leitzinssenkung ignoriert.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. März 2024 entschieden, die Zinsen für Covid-19- Kredite nicht zu erhöhen. Noch im Februar 2024 informierte das für das Geschäft zuständige Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) GastroSuisse, dass auf anfangs April ein weiterer Zinsanstieg droht. GastroSuisse begrüsst den Verzicht auf eine Erhöhung. Angesichts der jüngsten Entwicklung des SNB-Leitzinses wäre vielmehr eine Senkung angezeigt gewesen. Der Bundesrat legte vergangenes Jahr unverständlicherweise einen Zinssatz von 1,5 Prozent fest für Kredite bis zu 500'000 Franken, obschon diese ursprünglich zinsfrei sein sollten. Bei höheren Krediten wurde der Zinssatz von 1,5 auf 2 Prozent erhöht.

Bundesrat passt Zinsen nicht an Marktentwicklung an

Gemäss Artikel 4 Absatz 2 des Covid-19- Solidarbürgschaftsgesetzes obliegt es dem Bundesrat, jährlich bis zum 31. März die Zinsen an die Marktentwicklungen anzupassen. Im vergangenen Jahr machte der Bundesrat erstmals von dieser Befugnis gebraucht. Leider hat es der Bundesrat dieses Jahr versäumt, auf die letzte Woche bekannt gegebene Senkung des Leitzinses zu reagieren. "Man muss sich das mal vor Augen führen: Es droht ein Szenario, wonach die Zinsen auf sämtliche Covid-19-Kredite höher sind als der Leitzins! Das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Gewerbler, der diese finanzielle Unterstützung während der Coronakrise in Anspruch genommen hat. Der Bundesrat entscheidet entgegen seinem Versprechen zugunsten weniger Banken anstatt für tausende KMU", so Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse.

Die aktuellen Zinssätze lassen sich nicht begründen

Der Bundesrat argumentiert, die Verzinsung biete einen Anreiz, Covid-19-Kredite nicht länger als notwendig zu beanspruchen. Die kreditnehmenden Unternehmen benötigen jedoch keine Anreize, um die Covid-19-Kredite rasch zurückzubezahlen. Stattdessen gefährden steigende Zinsen die Rückzahlung der noch offenen Kredite. Hinzu kommt, dass diese Kredite durch ein staatliches Bürgschaftssystem abgesichert sind. Die ausstellenden Banken tragen folglich kein Risiko. Die aktuellen Zinssätze lassen sich auch wirtschaftlich nicht rechtfertigen.


Pressekontakt:

GastroSuisse, Casimir Platzer, Präsident
Telefon 044 377 53 53
communication@gastrosuisse.ch

02.04.2024 | von GastroSuisse

--- ENDE Pressemitteilung GastroSuisse begrüsst den Verzicht auf eine Zinserhöhung ---

Über GastroSuisse

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Wir vertreten die Interessen des Gastgewerbes, fördern das Image der Branche, engagieren uns für Berufsbildung und Qualität. Mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen unterstützen wir die Branche in ihrer Entwicklung.

Gegen 20’000 Mitglieder, davon rund 2500 Hotels, organisiert in 26 Kantonalverbänden und fünf Fachgruppen, machen uns zum grössten gastgewerblichen Arbeitgeberverband der Schweiz.


Quellen:
news aktuell   HELP.ch




Offizieller News-Partner:
News aktuell

Swiss Press




Facebook X (früher Twitter) Instagram LinkedIn YouTube

TOP NEWS - powered by Help.ch

Trotz Inflation und Klimawandel: Die Jungen blicken optimistisch in die Zukunft Comparis.ch AG, 18.07.2024

60 Jahre Willy Schneider AG: Eine Erfolgsgeschichte aus Olten Willy Schneider AG, 18.07.2024

Pop-up «Ökologische Infrastruktur» beim Naturama und im Kantipark Aarau Naturama Aargau, 18.07.2024

NEWSTICKER - 18.07.2024
18:22 Uhr 20min
Vater geht arbeiten und vergisst Tochter (1) im Auto – tot »

17:01 Uhr Espace Wirtschaft
Analyse zum Export-Einbruch: Darum haben es Schweizer Uhren plötzlich so schwer in China »

16:31 Uhr SRF
Einblicke in die SBB: So managt die Betriebszentrale Störungen »

15:41 Uhr NZZ
Das Elektroauto stottert, aber nicht der Elektrotrend: ABB, Siemens und Schneider Electric glänzen mit der Energiewende »

22:52 Uhr Computerworld
Tiktok-Betreiber Bytedance scheitert mit Klage »

16
19
30
34
36
38
1
Nächster Jackpot: CHF 5'700'000

2
32
35
36
39
7
8
Nächster Jackpot: CHF 52'000'000

Aktueller Jackpot: CHF 1'272'641