Pressemitteilung
Naturhistorisches Museum Basel verlängert Ausstellung «SEXY - Triebfeder des Lebens»

Naturhistorisches Museum

02.04.2024, Die Sonderausstellung «SEXY – Triebfeder des Lebens» im Naturhistorischen Museum Basel wird verlängert und bis am Sonntag, 30. Juni 2024 zu sehen sein. Das Thema Fortpflanzung im Tierreich findet grossen Anklang, insbesondere bei Schülerinnen und Schülern. Die Verlängerung ermöglicht es, Schulklassen aller Stufen zusätzliche Schulworkshops und Führungen anzubieten. Die Sonderausstellung richtet ihr Augenmerk auf die Frage, welche Strategien Tiere im Kampf um das Objekt ihrer Begierde einsetzen. Dabei zeigt sich: Tierische Verhaltensweisen, Paarungsarten und Familienmodelle sind äusserst vielfältig, weil es Geschlechter gibt.

Seit rund fünf Monaten zeigt das Naturhistorische Museum die Sonderausstellung «SEXY – Triebfeder des Lebens». Die Ausstellung, die am 10. November 2023 eröffnet wurde, hat bislang rund 40'000 Besucherinnen und Besucher angelockt. Insbesondere bei Schulklassen ist die Ausstellung sehr beliebt. Deshalb hat das Museum beschlossen, die Ausstellung bis zu den Sommerferien zu verlängern. Damit bietet sich für zahlreiche Schulklassen die Gelegenheit, in den nächsten Wochen einen Museumsbesuch einzuplanen. Zum Beispiel können die Workshops «Wundertüte Tierfamilie» für die Kleinsten, «Wilde Zeiten!» für jüngere sowie «Einmalig im Taubenschlag» für ältere Jugendliche besucht werden. Die Führung «Sinnlos sexy?», die sich an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Stufe richtet, sorgt für einen wohltuenden Perspektivenwechsel auf die Thematik des Geschlechts. Die Fragen, wozu Sex im Tierreich gut sein soll, wenn die geschlechtliche Fortpflanzung im Tierreich doch mit erheblichem Aufwand und mit zum Teil grossen Risiken verbunden ist und ob auch bei Tieren Lust im Spiel ist, sorgen für angeregte Diskussionen.

Geschlecht als Treiber der Evolution

Die Welt der Tiere ist farbenprächtig und formenreich. Warum ist das so? Unterschiedliche Geschlechter, die sich für die Fortpflanzung zusammentun, sind ein Grund dafür. Bezüglich ihrer biologischen Merkmale und Interessen unterscheiden sie sich voneinander. Ob bei der Partnerwahl, der Konkurrenz zwischen Geschlechtsgenossen, der Paarung oder der Elternrolle: Geschlechterunterschiede der Tiere treiben die Evolution an mit dem Ergebnis einer grossartigen Vielfalt.

Das Geschlecht als Taktgeber

Die Sonderausstellung «SEXY – Treibfeder des Lebens» veranschaulicht diese Vielfalt und zeigt auf, welche Rolle Geschlechter dabei spielen. Dabei zeigt sich: Manche Tiere haben zwei Geschlechter, andere keines oder gar mehrere. Es gibt Tiere, die ihr Geschlecht wechseln oder gleichzeitig über zwei Geschlechter verfügen. Allen gemeinsam bleibt: Sie wollen Nachkommen zeugen. Mit verblüffenden Geschichten, beeindruckenden Präparaten und interaktiven Elementen führen wir vor Augen, dass Tiere keinen Aufwand scheuen, um Nachkommen in die Welt zu setzen: Sie tanzen um die Wette, zeigen sich in ihrem prächtigsten Kleid und geizen nicht mit ihren Reizen. Sie legen sich unerschrocken mit ihrer Konkurrenz an, um die Lust des Stärkeren zu geniessen und am Ende als fürsorgliche Eltern über ihre Jungtiere zu wachen. Doch auch hier folgt die Rollenverteilung nicht immer einem eindeutigen Muster: Familienmodelle im Tierreich sind der Zeit voraus und kennen längst unterschiedliche Formen.

Familienausstellung mit Vertiefungsebene für Erwachsene

Die Ausstellung ist für Kinder und Erwachsene gleichermassen spannend: Während Erwachsene über die Vielfalt der Paarungsarten und über Lust und Frust beim Liebesspiel der Tiere in Staunen versetzt werden, können Kinder ausprobieren, wie es sich anfühlt, im Schutz eines Bauches, in einem Ei oder Beutel heranzuwachsen. Anhand zahlreicher Präparate von Jungtieren wird erzählt, wie den jungen Tieren der Start ins Leben gelingt und wer ihnen den Weg ebnet, um erwachsen zu werden.

Familiensonntag mit tollem Programm

Der Familiensonntag vom 28. April mit dem Titel «Das grosse Tierfamilienfest» wird garantiert ein spannendes Familienfest. Man kann an einem Workshop des Braswell Arts Center das Tanzbein schwingen, auf einer digitalen Schnitzeljagd durchs Museum flitzen, Arme oder Hände mit tierischen Tattoos verzieren oder wohlriechende Geschenke kreieren. Der Eintritt ans Fest ist kostenlos, und fürs leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.


Kontaktstelle für Medien

Yvonne Barmettler, Leiterin Vermittlung & Kommunikation
yvonne.barmettler@bs.ch
Tel +41 61 266 55 32

Anna Pevzner, Projektleiterin Ausstellungen
anna.pevzner@bs.ch
Tel +41 61 266 55 62

Anna Vischer, Bildung & Vermittlung
anna.vischer@bs.ch
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NATURHISTORISCHES MUSEUM BASEL
Augustinergasse 2
CH-4001 Basel
Tel +41 61 266 55 32
www.nmbs.ch

02.04.2024 | von Naturhistorisches Museum

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Über Naturhistorisches Museum

Das Naturhistorische Museum Basel prägt die Kulturlandschaft der Region Basel seit Jahrhunderten und ist ein Türöffner zur Museumskultur schlechthin. Diese identitätsstiftende Bedeutung des Museums mit Basel ist auch für die Zukunft des Hauses richtungsweisend.

Tauchen Sie ein in die Vielfalt unserer Ausstellungen: Erfahren Sie Spannendes über einheimische und exotische Tiere. Lernen Sie die Geschichte von bedrohten und ausgestorbenen Arten kennen. Reisen Sie zurück in die Vergangenheit, zu den Dinosauriern und der Entstehung der Erde. Erleben Sie die Entwicklung der Säugetiere am Beispiel des Mammuts oder des Säbelzahntigers. Lassen Sie sich entführen in unsere spannenden Sonderausstellungen.

Die Sammlungen des Naturhistorischen Museums Basel umfassen naturkundliche Objekte aus den Fachbereichen Zoologie, Entomologie, Mineralogie, Anthropologie, Osteologie und Paläontologie. Diese herausragenden 'Archive des Lebens' werden seit über 300 Jahren bewahrt und erforscht. Als einzigartige Zeugen der belebten und unbelebten Natur kommen die rund 11 Millionen Museumsobjekte einem gespeicherten Gedächtnis unseres Planeten gleich.


Quellen:
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