07.01.2025, Das Kino bringt seit 1974 Diversität auf die Aarauer Kinoleinwände. Mit einer Programmplakat-
Ausstellung im Foyer des Stadtmuseums Aarau würdigt das Kollektiv nun die Gestaltenden und blickt
zurück auf die 50-jährige Geschichte des Kultkinos.
19. Januar bis 16. Februar 2025 (Eintritt frei)
1974 gründeten junge und engagierte
Filmliebhaber:innen den Freien Film Aarau (FFA). Ihr Ziel war es, neues Filmschaffen, Autor:innen-Kino
und neue Schweizer Filme in Aarau zu präsentieren. Anfangs werden die Filme an verschiedenen Orten
gezeigt, bis 1994 der Einzug in die ehemalige Druckerei Sauerländer an der Laurenzenvorstadt erfolgte
– dort trägt der Freie Film bis heute zu einer monatlichen Vervielfachung der Diversität auf Aaraus Kino-
Leinwänden bei.
Vom Wanderkino zum etablierten Aarauer Kultkino
In den
Wanderjahren des FFA wurden Infos zu Filmen und Vorführungen zunächst als Flugblatt veröffentlicht
und später, als das Kino sesshaft geworden war, als doppelseitiges Programmplakat. Ab 1996 war der
FFA zudem in den Sommermonaten erst jährlich und später, in grösseren zeitlichen Abständen, immer
wieder im Weltformat auf den städtischen Plakatflächen präsent.
Plakate zeigen Gestaltung
und Drucktechniken von damals bis heute
Zum 50-Jahr-Jubiläum widmet das Kollektiv der
bunten Vielfalt der Programmplakate eine Ausstellung im Foyer des Stadtmuseums Aarau: Im Laufe der
Jahre entstanden über 400 Plakate, die das Kinoprogramm in der Stadt und bei den Mitgliedern
ankündigten. Freund:innen des Kinos, Studierende von Kunsthochschulen oder die Aktivmitglieder des
Vereins fotografierten, collagierten und gestalteten abwechselnd die Plakate. Die ehrenamtlichen
Gestalter:innen arbeiteten frei von jeglichen gestalterischen Vorgaben, mit minutiöser Handarbeit und
viel Liebe zum Detail. 2012 wurde das letzte Plakat gestaltet und gedruckt.
Mit der Plakat-
Ausstellung im Foyer des Stadtmuseum Aarau (19. Januar – 16. Februar 2025) würdigt das Kollektiv
nicht nur die Arbeit unzähliger Gestalter:innen sondern zeigt auch auf, wie die Schnapsmatrize vom
Offset- oder Siebdruck, die Schreibmaschine vom Computer und das Schwarz-Weiss von Farben
abgelöst wurden.
Kontakt:
Meret Radi
Teamleiterin Stabsdienst
T direkt:
062 836 02 54 (Di, Do, Fr)
Stadtmuseum.ch
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Die Sammlung des Stadtmuseum umfasst rund 60'000 Objekte von sehr unterschiedlicher Qualität: Möbel, Fotografien, Plakate, Grafiken, Preziosen, Gebrauchsgegenstände und technisches Kulturgut, hauptsächlich aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Aufgrund seiner früheren Geschichte als Wohnmuseum bilden Möbel einen Schwerpunkt.
Das Stadtmuseum Aarau ist seit 1939, anfänglich unter dem Namen «Alt Aarau» im vormals so genannten «Schlössli» untergebracht. Der mächtige, aus grossen Steinblöcken gemauerte Turm aus dem 13. Jahrhundert, der ausserhalb der Stadt steht, erhielt zu verschiedenen Zeiten An- und Aufbauten. 1971 wurden vorgelagerte alte Wohn- und Gewerbebauten abgebrochen, um eine Terrasse zu schaffen, die dem «Schlössli» eine freie Stellung im Stadtbild verschafft. Sein Eingang aber befand sich abseits des Schlossplatzes, etwas verborgen, am Ende der Terrasse. Das Stadtmuseum bestand zum grösseren Teil aus eingerichteten, historisierenden Räumen. Für Ausstellungen gab es kaum Platz. Darum war die Gesellschaft zur Förderung des Stadtmuseums seit ihrer Gründung 1992 bestrebt, diesen Mangel durch eine Erweiterung zu beheben. Dabei sollten die Aufgaben des Stadtmuseums weiter gefasst werden. Auf ein entsprechendes Gutachten hin wurden 2006 fünf Architekturbüros zum Studienauftrag eingeladen. Als Standort der Erweiterung war die genannte Terrasse vorgesehen.
Mit dem Erweiterungsbau und der Wiedereröffnung 2015 begann für das Stadtmuseum Aarau eine wichtige Neupositionierung: Die Leitmedien des 20. Jahrhunderts – Fotografie und Film – und die neuen digitalen Bildwelten, stehen im Zentrum von Ausstellungen, Vermittlungsangeboten und Kooperationen. Teil dieser Neuausrichtung ist die Kooperation mit dem Staatsarchiv Aargau. Das Herzstück der Zusammenarbeit ist der «Fokus Ringier Bildarchiv».
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