Pressemitteilung
Das sind Tabuthemen in der Vorsorge - AXA Versicherungen

AXA Versicherungen AG

12.01.2026, Trennung und Scheidung und was es finanziell bedeutet - darüber sprechen zwei Drittel der Paare nicht, wie aus dem neuen Vorsorgemonitor der AXA hervorgeht. Bei Familien zeigt sich: Vorsorgelücken, die aufgrund der Kinderbetreuung entstehen, kommen ebenfalls kaum zur Sprache. Über Altersvorsorge generell wird gar nicht so ungern gesprochen - nur gibt knapp jede zweite Person an, sich damit überfordert zu fühlen.

Paare meiden Gespräche über die finanziellen Folgen von Trennung und Scheidung, wie der Vorsorgemonitor der AXA zeigt. Nur gerade ein Drittel (32 %) der befragten Personen in einer Partnerschaft hat darüber gesprochen. Häufiger tauscht man sich über die Absicherung im Todesfall (63 %) oder über die Altersvorsorge (78 %) aus, wobei etwa die Hälfte der Befragten angibt, sich mit letzterer überfordert zu fühlen.

Steuererklärung ist besonders unbeliebt

Rund ein Viertel aller befragter Erwerbstätigen schiebt die Planung der Altersvorsorge auf. Damit liegt die allerdings nur im Mittelfeld der unliebsamen Themen. «Deutlich unbeliebter sind medizinische Behandlungen», sagt Michael Herrmann, Leiter des Forschungsinstituts Sotomo. So geben 31 Prozent der Befragten an, ärztliche Vorsorgeuntersuchungen auf die lange Bank zu schieben. Den Besuch beim Zahnarzt oder der Dentalhygiene verschieben 37 Prozent auf später. Spitzenreiterin ist die Steuererklärung: 39 Prozent geben an, diese zu vertagen.

Folgen von Teilzeitarbeit und Kinderbetreuung: Die Minderheit spricht vertieft darüber

Am wenigsten aufgeschoben wird gemäss Befragung die Familienplanung. Mit dem Thema häufig eng verknüpft: Teilzeitarbeit und Kinderbetreuung. Die haben wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Absicherung und die Altersvorsorge. Darüber gesprochen wird aber sehr wenig. Nur gerade 23 Prozent der Eltern geben an, das Thema vertieft zu haben, während drei Viertel (77 %) nicht oder nur oberflächlich diskutiert haben, was es für Auswirkungen für sie haben könnte. Und das, obwohl 62 Prozent der Eltern von minderjährigen Kindern den Effekt der Kinderbetreuung auf die persönliche finanzielle Altersvorsorge als gross einschätzen.

Mütter sorgen sich um Vorsorgelücken wegen Teilzeitarbeit, Väter um Lebensstandard im Alter Besonders Müttern von minderjährigen Kindern (44 %) bereiten Vorsorgelücken Sorge – sei es, weil sie ihr Arbeitspensum für die Kinderbetreuung reduziert haben oder zeitweise ganz aus dem Berufsleben ausgestiegen sind. Väter von minderjährigen Kindern hingegen sind nur zu einem Fünftel (21 %) beunruhigt um ihre Vorsorge. Eher befürchten sie, dass sie den gewohnten Lebensstandard im Alter nicht halten können (53 %). Diese Sorge teilt auch die Hälfte der kinderlosen Männer (50 %) und Frauen (53 %). Geht es darum, ob den Kindern etwas vererbt werden kann, beschäftigt dies Mütter von volljährigen Kindern mit 22 Prozent deutlich mehr als Väter (12 %).

Wenn die Liebe zerbricht

Was bedeutet es finanziell, wenn eine Beziehung auseinander geht? Die Studie zeigt: Das weiss nur jede zweite (55 %) der befragten Personen in einer Beziehung. «Das ist insofern bedenklich, als dass die Hälfte der Befragten von einem negativen Einfluss auf ihre Finanzen ausgehen, wenn sie sich trennen», sagt Michael Herrmann von Sotomo.

(Un)faire Scheidung

Nicht nur getrennt, sondern effektiv geschieden werden gemäss Bundesamt für Statistik 40 Prozent der Ehen. Von den befragten geschiedenen Personen haben mehr als die Hälfte (55 %) die finanzielle Regelung bei ihrer eigenen Scheidung als eher fair oder sehr fair empfunden. Ein beträchtlicher Anteil von 41 Prozent hingegen sehen sich als eher unfair oder sehr unfair behandelt. Während 58 Prozent der geschiedenen Frauen die finanzielle Regelung ihrer Scheidung als fair erachten, sind es bei Männern 49 Prozent. Sind Kinder im Spiel, führen Unterhaltszahlungen besonders häufig zu Unzufriedenheit (41 %). Rund ein Drittel (32 %) findet es ungerecht, wie Betreuungsarbeit berücksichtigt oder eben nicht berücksichtigt worden ist. Und etwa ein Viertel (24 %) empfindet die Aufteilung des Altersguthabens als unfair.

Ein Fünftel der Familien hat keine zusätzliche finanzielle Absicherung

Knapp zwei Drittel (61 %) der Eltern mit minderjährigen Kindern haben in die private Altersvorsorge investiert, jede und jeder Dritte (30 %) hat eine Lebensversicherung abgeschlossen. Fast ebenso viele (28 %) haben Rücklagen für Notfälle. Das Sorgerecht und die Betreuung der Kinder im Todesfall oder bei einer schweren Krankheit hat allerdings nur ein Fünftel (20 %) der Eltern mit minderjährigen Kindern geregelt. «Was auffällt: 19 Prozent und damit fast jeder fünfte Elternteil von minderjährigen Kindern hat keine zusätzlichen Massnahmen zur finanziellen Absicherung seiner Familie getroffen», sagt Niklas Elser, Leiter Vorsorge bei der AXA.

Über ein Drittel der Mütter fühlt sich schlecht abgesichert, wenn der Partner stirbt

Jede vierte Mutter (25 %) und knapp jeder zweite Vater (42 %) fühlt sich gut abgesichert, sollte die Partnerin oder der Partner versterben. 31 Prozent schätzen die Absicherung als genügend ein und rund ein Viertel (27 %) fühlt sich ungenügend abgesichert. Väter schätzen ihre finanzielle Absicherung insgesamt besser ein als Mütter, die mit über einem Drittel (36 %) angeben, sich nicht gut abgesichert zu fühlen, sollte der andere Elternteil versterben.

Väter beschäftigt die Kinderbetreuung, Mütter die Finanzen

Wenn ein Elternteil stirbt, sehen Elternteile von minderjährigen Kindern die grösste Herausforderung in der Organisation des Alltags (59 %), konkret in der Kinderbetreuung (55 %), und in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie (58 %). Frauen sorgen sich deutlich häufiger (60 %) um die Finanzen als Männer (28 %). Männer hingegen sehen eher die Kinderbetreuung (63 %) als Herausforderung als Frauen (46 %).


Medienkontakt:
Nicole Horbelt
Leiterin Media Relations
media@axa.ch

Ursprünglich wurde dieser Artikel am 17.12.2025 auf der Webseite der AXA Versicherungen AG veröffentlicht.

12.01.2026 | von AXA Versicherungen AG

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Quellen:
Swiss-Press.com    HELP.ch


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