Pressemitteilung
Film ab in der Barockstadt: SRG mit 58 Koproduktionen an den Solothurner Filmtagen

Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft

22.01.2026, Vom 21. bis 28. Januar 2026 finden die Solothurner Filmtage zum 61. Mal statt. Der Anlass ist Motor der Schweizer Filmkultur und Ort der Begegnung zwischen Publikum und Filmschaffenden. Auch dieses Jahr ist die SRG als Hauptmedienpartnerin mit von der Partie und mit insgesamt 58 Koproduktionen im Programm vertreten. Auf Play Suisse ist zudem eine Kollektion von Filmen aus früheren Ausgaben der Solothurner Filmtage verfügbar.

Seit über 60 Jahren bieten die Solothurner Filmtage jeweils in der letzten Januarwoche die Werkschau des Schweizer Films. Vom 21. bis 28. Januar 2026 rückt die 61. Ausgabe erneut heimische Filmproduktionen in all ihren Facetten ins Zentrum. Als Hauptmedienpartnerin unterstützt die SRG das Festival und ist mit einer starken Präsenz vertreten: 58 der insgesamt 164 gezeigten Filme entstanden als Koproduktionen der SRG.

Zu den Highlights zählen der Eröffnungsfilm "The Narrative". Er zeichnet den Fall von Kweku Adoboli nach, einst gefeierter UBS- Investmentbanker in London. Solange Milliarden fliessen, gilt er als Leistungsträger eines risikofreudigen Systems. Nach einem Handelsfehler mit einem Verlust von über 2,3 Milliarden Dollar wird aus systemischem Versagen jedoch eine persönliche Schuldgeschichte. Sehenswert ist auch "Kalari Kid - She Hits Back", der zeigt, wie zwei Mädchen in einer von geschlechtsspezifischer Gewalt geprägten Gesellschaft mithilfe von Kalari, der ältesten Kampfsportart der Welt, Selbstermächtigung finden und sich die Freiheit erkämpfen, in Indien die Frauen zu sein, die sie sein wollen. "Lydia - Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus" zeichnet das historische Porträt von Lydia Welti-Escher, die als Tochter Alfred Eschers gegen gesellschaftliche Zwänge für ein selbstbestimmtes Leben kämpft und von ihrem Ehemann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Becaària erzählt dagegen von Mario, einem 16-Jährigen aus einem Dorf im Tessin, der im Jahr 1977 zwischen Schulproblemen, ersten unbeholfenen Liebesversuchen und Konflikten mit seinem Vater seinen Platz sucht und in einem Sommer als Knecht in den Bergen prägende Erfahrungen über das Leben, die Liebe und sich selbst macht.

Austausch, Weiterbildung und Branchenblick im Fokus

Seit 2024 bündeln die Solothurner Filmtage im Branchen-Programm SO PRO ihre Vernetzungs- und Weiterbildungsangebote. Ziel ist ein professioneller, zugleich informeller Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteur:innen der Filmbranche. Während der Festivalwoche findet ein dreitägiges Programm statt, das akkreditierten Teilnehmer:innen den Zugang zu Pitching Sessions, Informationsveranstaltungen, Fallstudien, Workshops und Networking-Events ermöglicht. Am Freitag, 23. Januar, geben SRG-Generaldirektorin Susanne Wille und Sven Wälti, Leiter Film SRG, im Stadttheater Einblicke in aktuelle Herausforderungen der Branche. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung statt.

Play Suisse präsentiert Kollektion von sehenswerten Festivalperlen

Anlässlich der Solothurner Filmtage präsentiert Play Suisse seit dem 15. Januar eine neue Kollektion mit Filmen früherer Festivaljahrgänge. Zu den Höhepunkten zählt der Eröffnungsfilm von 2025 "Die Hinterlassenschaft des Bruno Stefanini". Regisseur Thomas Haemmerli porträtiert mit Humor und Schärfe den exzentrischen Winterthurer Immobilientycoon und verwebt dessen Lebensgeschichte mit zentralen Kapiteln der Schweizer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. "IDDU - Racconti dell'isola" richtet den Blick auf Stromboli, wo der Vulkan das Leben der Inselbewohner:innen zwischen Tourismus und existenzieller Bedrohung prägt und Fragen der Nachhaltigkeit aufwirft. "Berehynia - Women of Kyiv" begleitet vier Redakteurinnen von "ELLEUkraine", die ihr Magazin trotz des Krieges weiterführen - ein intimes Porträt über Widerstandskraft, in dem Normalität zum Akt des Mutes wird.

Pressekontakt:
Medienstelle SRG SSR
Nik Leuenberger
medienstelle.srg@srgssr.ch
Tel. 058 136 21 21

22.01.2026 | von Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft

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