Pressemitteilung
RUVEKO unterstützt den Kantonsbeitrag an die Busdrehscheibe Schwyz
09.02.2026, Die Kommission für Raumplanung, Umwelt, Energie und Verkehr (RUVEKO) unter der Leitung ihres Präsidenten, Kantonsrat Samuel Lütolf, beantragt dem Kantonsrat, die Ausgabenbewilligung von 2.194 Mio. Franken als Beitrag des Kantons an die Busdrehscheibe Schwyz, Zentrum, anzunehmen. Im Rahmen dieses Bauprojekts wird der Bushof Schwyz, Zentrum, von der Gemeinde Schwyz als regional bedeutende Busdrehscheibe den heutigen Bedürfnissen angepasst und neugestaltet.
Die Drehscheibe Schwyz, Zentrum, ist eine der wichtigsten Haltestellen im Busnetz der Auto AG Schwyz und von überregionaler Bedeutung. Sie ist zentraler Ausgangspunkt und Umsteigeort für zahlreiche Buslinien des Regional- und Ortsverkehrs.
Kommission anerkennt Erneuerungsbedarf
Die RUVEKO liess sich von Regierungsrat André Rüegsegger, Vorsteher des kantonalen Baudepartements, und Jean-Claude Balmer, Abteilungsleiter Tiefbau bei der Gemeinde Schwyz, umfassend über das Neubauprojekt informieren. Die neue Busdrehscheibe erfüllt die Anforderungen der öV-Konzepte von Kanton und Gemeinden. Insgesamt sind in jede Fahrtrichtung zwei Fliesskanten für jeweils zwei Normal- respektive Gelenkbusse hintereinander geplant, was insgesamt acht Haltekanten ergibt.
Für die Kommission war unbestritten, dass der Verkehrsknoten Schwyz, Zentrum, sanierungsbedürftig ist. Er genügt weder den Anforderungen an die Verkehrs- und Fussgängersicherheit, noch erfüllt er die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes. Gestützt auf das Gesetz über die Förderung des öffentlichen Verkehrs kann sich der Kanton im Umfang von 40 % an den anrechenbaren Kosten beteiligen, was vorliegend 2.194 Mio. Franken entspricht. Die RUVEKO unterstützt das Vorhaben und beantragt dem Kantonstrat einstimmig, die Ausgabenbewilligung anzunehmen.
Anschliessend informierte Markus Meyer, Vorsteher des Amts für öffentlichen Verkehr, über die Erarbeitung des Grundangebots öffentlicher Verkehr 2029–2032. Die Weiterentwicklung basiert auf einer Analyse des bestehenden Angebots. Es gelangt 2027 in die Vernehmlassung und wird anschliessend durch den Regierungsrat verabschiedet und dem Kantonsrat zur Beschlussfassung vorgelegt.
Bevölkerungs- und Beschäftigtenszenarien
Die Bevölkerungszahl ist in den letzten Jahren deutlich stärker gewachsen (+1.2 % pro Jahr seit 2000) als dies die Szenarien des Bundes prognostizierten (+0.33 % bis +0.77 % pro Jahr). Unterschiedliche raumplanerische und gesellschaftliche Themen stützen sich auf Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Bevölkerungs- und Beschäftigtenzahlen. Die verfehlten Prognosen und das höhere Bevölkerungswachstum führen zu Fehlannahmen in verschiedensten Bereichen. Das Amt für Raumentwicklung und das Amt für Wirtschaft haben daher zusammen das Projekt «Bevölkerungs- und Beschäftigtenszenarien 2025–2055» erarbeitet. In der Zwischenzeit wurden die Szenarien errechnet und der dazugehörige Bericht liegt vor. Die Kommissionsmitglieder erhielten einen Einblick in die Methodik sowie die Ergebnisse. Die Prognosezahlen werden den Gemeinden im Frühjahr vorgestellt und fliessen alsdann in die die verschiedenen Sektoralpolitiken ein.
Die Kommission anerkennt die Bedeutung dieser Prognosezahlen als wichtige Planungsgrundlage. Sie befürwortet das Vorgehen, eigene realistische Bevölkerungs- und Beschäftigungsszenarien zu entwickeln und wünscht, dass die Daten zeitnah verifiziert und regelmässig aktualisiert werden, da die selbst erarbeiteten Prognosen sich nur unwesentlich von jenen des Bundes unterscheiden und diese, wie eingangs erwähnt, in der Vergangenheit deutlich zu tief waren. Im Rahmen der nächsten Richtplananpassung, welche von der RUVEKO eng begleitet wird, ist festzulegen, wie der Kanton seine Raum- und Siedlungsentwicklung darauf abstimmt und zusammen mit den Gemeinden gestaltet.
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Über Kantonale Verwaltung Schwyz
Vor Jahrtausenden schon lebten Menschen im Gebiet des späteren Kantons Schwyz. Besonders intensiv war nach neuesten Erkenntnissen die Besiedlung im Raum Freienbach-Hurden. Zahlreiche Funde belegen Dasein und Wirken jener Ur- Schwyzer vor 4 - 5000 Jahren. Aus Stein sind vorerst noch ihre Werkzeuge; bald wird es Bronze sein, die recht vielfältigen Funde im ganzen Kantonsgebiet beweisen es. Seltener sind die Zeugnisse der folgenden Epoche, der Eisenzeit. Die Bevorzugung der Siedlungsräume an Seeufern und günstigen Hanglagen kennzeichnet sodann die Erfassung des Raumes zur römischen Zeit.
Vor rund 1400 Jahren setzten sich die Alamannen fest und prägten mit ihren Wirtschafts- und Lebensformen die alten Siedlungsräume. Das Volk wuchs, das Land musste ausgebaut werden. Das Christentum drang vor, die Kirchenbauten von Tuggen und Schwyz erlauben es, diesen Vorgang ins späte 7. und frühe 8. Jahrhundert festzulegen. Am Zürichsee und in den Talkesseln von Schwyz und Arth werden Schwerpunkte der Siedlung erkennbar.
Der Kanton Schwyz bietet eine reiche Palette bunter Schönheiten. Alles ist vorhanden: die weite Ebene und die steile Kletterwand, Seen, eingebettet in sanfte Hügel oder hochalpine Berge, saftige, bestossene Alpweiden und weite Wälder. Vielfältig ist das sportliche Angebot: nordischer und alpiner Skilauf, Segeln, Vita-Parcours und Finnenbahn, Schwimmen unter Dach, im Frei- oder Strandbad, Kanufahrten, Fischen, Wandern und vieles mehr.
Die Schwyzer Skilifte, Luft-, Sessel- und Zahnradbahnen erklimmen über 15'000 m Höhendifferenz. Mehr als 160 Hotels, Gasthäuser, Touristenheime mit 6'000 Schlafstellen, eine Vielzahl von Ferienwohnungen und Privatzimmern sowie 23 Campingplätze befinden sich im Kanton zwischen 420 und 1'800 m Höhe.
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