Pressemitteilung
Regierungsrat lehnt Einführung der Individualbesteuerung ab
11.02.2026, Der Regierungsrat spricht sich gegen die Individualbesteuerung aus. Diese würde den Kanton mit erheblichem administrativem und finanziellem Mehraufwand belasten, ohne einen angemessenen Nutzen zu bringen.
In Appenzell Ausserrhoden bestehen rund 38’000 Steuerdossiers, davon 13’500 Ehepaare, die gemeinsam veranlagt werden. Mit der Individualbesteuerung müssten diese künftig zwei Steuererklärungen einreichen. Dies würde zu 13’500 zusätzlichen Steuererklärungen pro Jahr und dadurch zu einer erheblichen Mehrbelastung der Steuerverwaltung führen.
Die Einführung der Individualbesteuerung wäre ein komplexes, mehrjähriges Projekt mit umfassenden Anpassungen an Informatiksystemen und zusätzlichen personellen Ressourcen. Betroffen wären zudem weitere Bereiche wie Gesetzgebung, Prämienverbilligung, Stipendien, familienexterne Kinderbetreuung und das Betreibungswesen. Der Regierungsrat geht alleine für die Steuerverwaltung von 8 zusätzlichen Stellen aus, während der Umstellung auf die Individualbesteuerung von bis zu 12 Stellen.
Auch inhaltlich mangelhaft Inhaltlich überzeugt die Reform ebenfalls nicht. Bestehende kantonale Modelle zur Milderung der Heiratsstrafe würden ohne Not ausgehebelt. Zudem ist die Individualbesteuerung nicht gleichbedeutend mit mehr Steuergerechtigkeit. Sie schafft neue Ungleichheiten und benachteiligt Zweiverdienerehepaare mit ungleichen Einkommen sowie Einverdienerhaushalte. Allfällige Beschäftigungseffekte lassen sich gezielter über arbeitsmarkt- und betreuungspolitische Massnahmen erreichen.
Vor diesem Hintergrund erachtet der Regierungsrat die Individualbesteuerung als nicht zielführend und spricht sich für die Beibehaltung des bisherigen, praxistauglichen Steuersystems aus. Der Bund könnte die Heiratsstrafe bei der direkten Bundessteuer mit Tarifmassnahmen einfach und unbürokratisch beseitigen.
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Über Kantonale Verwaltung Appenzell Ausserrhoden
Der 821 urkundlich ersterwähnte Ort im Appenzellerland ist der Schwänberg bei Herisau. Vor rund 600 Jahren entstand das Land Appenzell und 1597 durch die Landteilung der Kanton Appenzell Ausserrhoden. Im protestantischen Ausserrhoden blühte früh die Heimindustrie auf, die im schweizerischen Vergleich eine ausserordentliche Bevölkerungsdichte zuliess. Die 1918 einsetzende Stickereikrise versetzte den Textilkanton in wirtschaftliche, politische und kulturelle Agonie.
Die ab 1945 einsetzende Diversifikation ging einher mit einem markanten Wachstum des Pendlerverkehrs und liess anderseits dank vermehrter Zuwanderung in vielen Gemeinden neue Wohnquartiere entstehen. Ab 1960 übernahm der Kanton nach und nach öffentliche Aufgaben, die zuvor auf Gemeindeebene gelöst worden waren. Getragen von einer positiven Aufbruchstimmung gab sich der Kanton 1995 eine moderne Verfassung.
Träumen Sie von spiegelblanken Seen und schwindelerregenden Felsen, von schmucken Dörfern und freundlichen Menschen? "Sönd herzlich willkomm" im Appenzellerland. Das Wander-Eldorado Appenzellerland beginnt in der sanften Hügellandschaft beim Bodensee und führt über grüne Wiesen bis zum voralpigen Säntisgebirge. Auch Wellness und Gesundheit sind bei uns keine Modewörter.
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