Pressemitteilung
Eskalation im Nahen Osten: HEKS weitet Hilfe aus für Zivilbevölkerung im Libanon

Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (HEKS)

09.03.2026, Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu: Hunderttausende Menschen fliehen aus dem Süden des Libanons und den Vororten von Beirut. HEKS weitet seine Hilfe vor Ort aus und fordert ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen.

Sechs Tage nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran breitet sich die Gewalt in der gesamten Region aus. Bereits in der vergangenen Woche sind über tausend Menschen gestorben und es kam zu massiven Zerstörungen. Auch im Süden des Libanons hat sich die Lage durch erneute Feuergefechte zwischen der Hizbullah und Israel drastisch verschärft. Raketenangriffe auf Israel und darauffolgende israelische Militärschläge haben bereits Hunderttausende Zivilist:innen dazu gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Viele suchen Zuflucht in Notunterkünften oder bei Verwandten – andere schlafen in ihren Autos oder im Freien. «Die Situation ist für die Menschen viel schwieriger als bei der letzten Eskalation im Jahr 2024. Viele haben sich vom letzten Konflikt noch nicht erholt und werden jetzt erneut vertrieben», sagt Dima Wehbi, HEKS-Landesdirektorin im Libanon.

Am Mittwoch, dem 4. März, forderte die israelische Armee alle Bewohner:innen eines grossen Gebietes im Südlibanon dazu auf, ihre Dörfer so schnell wie möglich zu verlassen und sich nördlich des Litani-Flusses in Sicherheit zu bringen. Im betroffenen Gebiet, das rund acht Prozent der libanesischen Landesfläche umfasst, leben Hunderttausende von Menschen. Unter anderem befinden sich dort vier Geflüchtetenlager, in denen seit 1948 Palästinenser:innen leben. Davon sind drei von der Evakuierungsanordnung betroffen.

Obwohl die Menschen zögern, ihre Häuser und ihr Eigentum zu verlassen, weil sie befürchten, nicht zurückkehren zu können, und weil sie wissen, wie schwierig es ist, anderswo im Land eine Unterkunft zu finden, wird immer deutlicher, dass sie kaum eine andere Wahl haben, als zu gehen. Israel scheint auf einer vollständigen Vertreibung der Menschen aus den Gebieten, für die eine Evakuierungsanordnung gilt, zu bestehen. Zu diesem Zeitpunkt hat Israel zusätzlich eine Massenevakuierungsanordnung für die südlichen Stadtviertel von Beirut erlassen, in denen schätzungsweise mehr als 300’000 Menschen leben, darunter ein palästinensisches Lager mit etwa 20’000 Bewohner:innen. Die Menschen strömen in Panik auf die Strassen, und es wird erwartet, dass es sich um die grösste Vertreibung in der Geschichte des Libanon handeln wird.

HEKS und Partnerorganisationen vor Ort aktiv

HEKS ist seit Jahren im direkt betroffenen Gebiet südlich des Litani-Flusses tätig - gemeinsam mit seiner langjährigen Partnerorganisation «Association Najdeh». Die Organisation unterstützt Gemeinschaften im Umfeld von palästinensischen Geflüchtetenlagern in ganz Libanon. Sie setzen sich für die Stärkung von Frauen und Kindern ein, bieten Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt sowie psychosoziale und pädagogische Unterstützung.

Dank dieser Präsenz konnten HEKS und Najdeh rasch auf die aktuelle Krise reagieren und ihre bestehenden Programme ausweiten, um auch diejenigen Menschen zu unterstützen, die derzeit fluchtartig ihre Häuser verlassen müssen. Najdeh bemüht sich, die Kinder aus den Programmen auch nach einer allfälligen Flucht innerhalb des Landes weiterhin zu unterstützen.

Auch in Israel/Palästina unterstützen HEKS und seine Partnerorganisationen marginalisierte Gruppen, die der aktuellen Eskalation besonders schutzlos ausgeliefert sind. Derzeit klärt HEKS gemeinsam mit lokalen Partnern die dringendsten Bedürfnisse der Betroffenen in der Region, um weitere gezielte Unterstützung leisten zu können.

Appell für Völkerrecht und Diplomatie

Angesichts der dramatischen Entwicklungen fordert HEKS ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen in der Region und eine Rückkehr zur Diplomatie. HEKS ruft alle Konfliktparteien zur bedingungs- und ausnahmslosen Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf und verurteilt die anhaltenden schweren Verletzungen.

In einer Zeit, in der der Zerfall des Völkerrechts vielfach stillschweigend hingenommen wird, ist es umso wichtiger, dass Staaten, internationale Organisationen und die Zivilgesellschaft gemeinsam für Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte eintreten.

Der humanitäre Bedarf der Zivilbevölkerung in der Region ist enorm. Auch HEKS ist dringend auf zusätzliche Spenden angewiesen, um seine Projekte ausweiten zu können und den Menschen in Libanon, Palästina und Israel beistehen zu können.

Rahel Schmucki
Medien & Information
HEKS - Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz
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CH - 8042 Zürich
Telefon: 076 461 88 70

09.03.2026 | von Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (HEKS)

--- ENDE Pressemitteilung Eskalation im Nahen Osten: HEKS weitet Hilfe aus für Zivilbevölkerung im Libanon ---


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Über Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (HEKS)

HEKS, das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, unterstützt in über 30 Ländern auf vier Kontinenten Projekte der Entwicklungszusammenarbeit zur Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit und setzt sich für ein Leben in Würde für alle Menschen ein. Gleichzeitig wirkt HEKS mit seiner entwicklungspolitischen Arbeit auf einen systemischen Wandel hin ­– in der Schweiz und weltweit.

HEKS leistet weltweit humanitäre Hilfe für die Opfer von Naturkatastrophen und kriegerischen Konflikten und unterstützt die kirchlich-diakonische Arbeit in Osteuropa und im Nahen Osten. In seiner Programmarbeit in der Schweiz setzt sich HEKS für die Rechte und Anliegen von Geflüchteten und sozial benachteiligten Menschen ein.

HEKS fördert mit seinen Projekten die Hilfe zur Selbsthilfe, orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Ressourcen der betroffenen Menschen und setzt die Projekte gemeinsam mit diesen um. In seinen weltweiten Projekten wie auch bei seiner Sensibilisierungsarbeit zu entwicklungs- und gesellschaftspolitischen Themen in der Schweiz fokussiert HEKS auf die vier Schwerpunkte Klimagerechtigkeit, Recht auf Land und Nahrung, Flucht und Migration sowie Integration.

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