Pressemitteilung
Premiere in der Schweiz: Erste Einzelausstellung von Delcy Morelos

Kunstmuseum St. Gallen
Bildrechte: Kunstmuseum St.Gallen

20.03.2026, Delcy Morelos (*1967 in Tierralta, Kolumbien) verwandelt die Lokremise in einen Ort, den man nicht nur betrachtet, sondern mit allen Sin­nen erlebt: eine raumgreifende, vergängliche Installation aus recycelter Erde, gebrauchtem Holz und Duftessenz. Mit wenigen Materialien und einer nahezu schwarzen, monochromen Farbigkeit schafft sie ein inten­sives Environment, in dem Sehen, Riechen und Bewegen zu gleichwerti­gen Formen der Wahrnehmung zusammenwirken.

Morelos’ Praxis ist radikal auf Material, Raum und Präsenz fokussiert. Aus einer Weltanschauung der Andenregion heraus – und im Dialog mit Minimal Art und Konzeptkunst – entwickelt sie eine eigenständige Sprache zwischen Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation. Natur­materialien sind dabei Träger von Zeit, Prozess und Vergänglichkeit.

Im Zentrum der Ausstellung entfaltet sich ein weitläufiges Feld aus Erdhügeln und bemalten Holzlatten: gestapelt, geschichtet, lose ge­häuft – wie Ackerland, Topografie oder archäologische Spuren. Wände und Säulen sind mit Erdschichten überzogen; schmale Wege führen durch eine verdichtete Atmosphäre, in der Naturverbundenheit, indigene Spiritualität und koloniales Erbe ineinandergreifen. So wird unser entfremdetes Verhältnis zur Natur sinnlich erfahrbar – still, konzentriert und letztlich politisch.

Das Kunstmuseum St.Gallen freut sich, während der gesamten Ausstellungsdauer erneut freien Eintritt anbieten zu können. Ermöglicht wird dies durch das grosszügige Sponsoring der SENN Resources AG.

Am Samstag, den 21. März 2026, um 13:00 Uhr findet die Vernissage der Ausstellung in Anwesenheit der Künstlerin statt. Nach den offiziellen Eröffnungsreden folgt ein Kunstgespräch, das Einblicke in ihr Werk und ihre künstlerische Praxis bietet.

Delcy Morelos wurde 1967 in Tierralta in der Region Córdoba in Kolumbien geboren und studierte an der Cartagena School of Fine Arts. Sie lebt und arbeitet in Bogotá.

Ihre Werke wurden in zahlreichen, internationalen Einzelausstellungen gezeigt: El espacio vientre, MUAC Museo Universitario Arte Contemporáneo, Mexico City (2025); Madre, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin (2025); Profundis, CAAC Centro Andaluz de Arte Contemporáneo, Sevilla (2024); nterwoven, Pulitzer Arts Foundation, St. Louis, Missouri (2024); El abrazo, Dia Chelsea, New York (2023); El lugar del alma, Museo Moderno, Buenos Aires; Between Rivers, Astrup Fearnley Museet, Oslo (2024); Enie, Fundación NC-Arte, Bogotá (2018); Inner Earth, Röda Sten Konsthall, Göteborg (2018). 2022 nahm sie mit der Installation Earthly Paradise an der 59. Biennale von Venedig in der Ausstellung The Milk of Dreams< teil.

Morelos wurde mit dem Pérez Prize in Public Art & Civic Design (2024) und dem ARTnews Awards Established Artist of the Year (2024) ausgezeichnet.

Delcy Morelos

Las formas de la sombra (Die Formen des Schattens)

21. März bis 12. Juli 2026, LOK by Kunstmuseum St.Gallen

Werkangaben:

Delcy Morelos, Las formas de la sombra, 2026

Torferde, Vulkangestein, Schilf, Bauholz/Altholz, Schwedenfarbe, Dispersionsfarbe, Armierungs-eisen, Juteschnur, Duftessenz

5,6 × 29 × 26 m, Courtesy die Künstlerin und Marian Goodman Gallery

Pressekontakt:
kommunikation@kunstmuseumsg.ch
Nadine Sakotic
Kunstmuseum St.Gallen,
Leitung Kommunikation
T +41 71 242 06 84
www.kunstmuseumsg.ch

20.03.2026 | von Kunstmuseum St. Gallen

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Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Kunstmuseum St.Gallen


Über Kunstmuseum St. Gallen

Das Kunstmuseum St.Gallen geniesst mit seinen attraktiven Wechselausstellungen zeitgenössischer und moderner Kunst internationale Ausstrahlung.

Als Schatzkammer der Ostschweiz beherbergt das Museum eine reiche Sammlung von Gemälden und Skulpturen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, die in einer Dauerausstellung gezeigt wird. Das 1877 von Johann Christoph Kunkler im neoklassizistischen Stil errichtete Gebäude lädt ein zum Flanieren durch die Kunst aus Vergangenheit und Gegenwart.

Alt und Neu im Dialog ermöglichen ein abwechslungsreiches Kulturerlebnis, bei dem internationale Wechselausstellungen zu erleben sind oder Meisterwerke der Vergangenheit auf herausragende Vertreter zeitgenössischer Kunst treffen!

Dank einer umfassenden Kunstvermittlung ist das Kunstmuseum St.Gallen ein attraktiver Ort der Begegnung mit Kunst von Gestern und Heute! Die Kunstzone in der Lokremise, die zweite «Spielstätte» des Kunstmuseums, dient als Kulturlabor für zeitgenössische Kunst.

Die unmittelbare Nachbarschaft zu Kinok und Tanz/Theater eröffnet faszinierende inhaltliche Synergien, der rohe Charakter des Innenraumes ermöglicht prozessorientierte Ausstellungen sowie «Artist-in-Residence»-Projekte.

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