Die definitiven Ergebnisse bestätigen die bei der Veröffentlichung der provisorischen Zahlen im April 2026 beobachteten Trends: Die Geburten waren leicht rückläufig, die Todesfälle blieben stabil und die Zahl der Eheschliessungen und Scheidungen verringerte sich etwas stärker als im Vorjahr. Der Geburtenüberschuss, d. h. die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, blieb mit einem Plus von 6300 Personen positiv. Er hatte 2016 mit 22 900 seinen höchsten Stand der letzten 25 Jahre erreicht und verringert sich seither laufend.
Die Geburten gingen leicht zurück, die Todesfälle blieben stabil
2025 wurden in der Schweiz 78 200 Lebendgeburten registriert. Das sind 100 bzw. 0,1% weniger als 2024. Die Geburtenzahl ist somit das vierte Jahr in Folge rückläufig, hat aber weniger stark abgenommen als in den Vorjahren (2024: –2,2%; 2023: –2,8%). Zwischen 2024 und 2025 verringerten sich die Geburten bei Müttern unter 35 Jahren, bei Müttern im Alter von 35 Jahren und mehr nahmen sie zu (– 2,0% bzw. +3,1%). Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt lag somit im Jahr 2025 provisorisch bei 32,5 Jahren und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Jahre.
Der Rückgang der Geburtenhäufigkeit ist seit rund vier Jahren nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den Nachbarländern und anderen europäischen Staaten zu beobachten. Gemäss den provisorischen Zahlen belief sich die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau 2025 in der Schweiz auf 1,28 (2024: 1,29). In Frankreich lag sie bei 1,56 gegenüber 1,61 im Jahr 2024 (Quelle: INSEE) und damit auf dem niedrigsten Stand seit dem Ende des Ersten Weltkriegs. Das Gleiche gilt für Italien: 2025 wurden durchschnittlich 1,14 Kinder pro Frau geboren, gegenüber 1,18 im Jahr 2024 (Quelle: Istat), was einem der europaweit niedrigsten Werte entspricht. In Österreich belief sich die Geburtenhäufigkeit 2025 auf durchschnittlich 1,29 Kinder pro Frau, gegenüber 1,31 im Vorjahr (Quelle: Statistik Austria). In Deutschland liegen die Zahlen für 2025 noch nicht vor, jene für 2024 zeigen jedoch eine zusammengefasste Geburtenziffer von 1,35 Kindern pro Frau, gegenüber 1,38 im Jahr 2023 (Quelle: Destatis). Die Ursachen für die rückläufige Geburtenhäufigkeit lassen sich nicht eindeutig bestimmen. Generell liegt das Niveau jedoch deutlich unter der Schwelle von 2,1 Kindern pro Frau, die für den Ersatz der Elterngeneration und eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur erforderlich wäre.
Die Zahl der Todesfälle in der Schweiz blieb 2025 mit 71 900 im Vergleich zum Vorjahr stabil (–40 bzw. – 0,1%). Bei den Frauen fiel sie mit 36 600 etwas höher aus als bei den Männern (35 300). Wie in den Vorjahren trat die überwiegende Mehrheit der Todesfälle im hohen Alter ein: 23,9% der Verstorbenen waren zwischen 65 und 79 Jahre, 64,7% mindestens 80 Jahre alt. Im Jahr 2025 starben 1300 Menschen im Alter von 100 Jahren oder älter, wobei es sich überwiegend um Frauen handelte (80,4%).
Eheschliessungen und Scheidungen verringern sich zunehmend
Im Jahr 2025 wurden 35 900 Ehen geschlossen. Bei 800 handelte es sich um gleichgeschlechtliche Ehen und bei 200 um Umwandlungen eingetragener Partnerschaften in eine Ehe. Insgesamt wurden somit 900 Eheschliessungen weniger registriert als 2024 (–2,3%). 2022 hatte sich ihre Zahl vorübergehend erhöht, was auf einen Aufholeffekt nach der Covid-19-Pandemie sowie auf das Inkrafttreten der Ehe für alle am 1. Juli desselben Jahres zurückzuführen war. Seit 2023 nimmt sie aber wieder laufend ab.
2025 wurden insgesamt 15 800 Scheidungen ausgesprochen. 60 dieser Scheidungen betrafen gleichgeschlechtliche Paare. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 400 Ehen weniger geschieden (– 2,2%). Seit 2011 liegt die jährliche Zahl der Scheidungen in der Schweiz zwischen 15 500 und gut 17 000. Bei Fortsetzung der 2025 beobachteten Trends ist davon auszugehen, dass rund zwei von fünf Ehen (39,1%) eines Tages geschieden werden.
Etwas mehr Änderungen des Geschlechtseintrags im Personenstandsregister
Im Jahr 2025 wurden im Zivilstandsregister 600 Geschlechtsänderungen vorgenommen, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 10,4% bzw. 50 Fälle entspricht. Die Personen, die ihren Geschlechtseintrag von «Mann» zu «Frau» änderten, waren etwas zahlreicher als jene, die ihren Eintrag von «Frau» zu «Mann» wechselten (313 gegenüber 262). Am häufigsten machen junge Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren von der Möglichkeit Gebrauch, ihren Geschlechtseintrag im Zivilstandsregister zu ändern. Dieser Trend ist seit ihrer Verankerung im Zivilgesetzbuch im Jahr 2022 unverändert geblieben.
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Pressemitteilung
2025 gingen die Geburten in der Schweiz leicht zurück, die Todesfälle blieben stabil
18.06.2026 | 10:58 Uhr | Bundesamt für Statistik BFS
18.06.2026, Der seit 2022 beobachtete Geburtenrückgang setzte sich auch 2025 fort, allerdings weniger deutlich als 2024 (–0,1%). Die Zahl der Todesfälle blieb relativ stabil. Dadurch verringerte sich der Geburtenüberschuss zwischen 2024 und 2025 um 1,0%. Ausserdem wurden in der Schweiz im vergangenen Jahr weniger Eheschliessungen und Scheidungen registriert. Dies sind einige der definitiven Ergebnisse für das Jahr 2025 der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung des Bundesamtes für Statistik (BFS).
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