Einige der grössten Städte bilden die Ausnahme von dieser Tendenz. Zürich liefert das spektakulärste Beispiel. Hier fällt die Insertionsdauer auf rekordtiefe 12 Tage. Das ist der tiefste je gemessene Wert einer Schweizer Grossstadt seit Beginn der Erhebung im Jahr 2015. Auch in den Städten Chur (11 Tage), Winterthur (13 Tage) und Luzern (15 Tage) bleiben die Mietwohnungsmärkte sehr angespannt. Auf der anderen Seite des Spektrums inserieren Vermieter in Neuenburg im Durchschnitt 41 Tage, so lange wie noch nie seit Beginn der Erhebung. Der Markt teilt sich deutlich in zwei Gruppen: einerseits in Städte, in denen die Nachfrage durch Zu- und Umzüge das zu kleine Angebot deutlich übersteigt und die Insertionszeiten darum sehr kurz bleiben, und der Rest der Schweiz anderseits, wo der Markt bisher ohnehin entspannt war und ein ausreichendes Angebot zur Verfügung steht.
Ursächlich für die gedämpfte Umzugslust, was wiederum zu weniger Inseraten für frei werdende Wohnungen führt, ist unter anderem die jüngste Entwicklung der Angebotsmieten. Es ist aktuell noch vorteilhafter für Mietende, in ihren Wohnungen zu bleiben. Dies ist die Folge der Zweiteilung des Mietwohnungsmarkts durch das Mietrecht.
Ergebnisse des OWI April 2025 - März 2026 im Überblick:
- Zahl der Mietwohnungsinserate sinkt gegenüber dem Vorjahr um 4% auf 393'897 Inserate.
- Durchschnittliche Insertionsdauer verlängert sich auf 24 Tage (+1 Tag).
- Die Stadt Zürich erreicht mit 12 Tagen die kürzeste je gemessene Insertionsdauer.
- Die Wohnungsknappheit bleibt in Chur am ausgeprägtesten (11 Tage Insertionsdauer).
- In den Städten Lugano, Genf und Neuenburg nimmt die Nachfrage ab.
- Die Stadt Neuenburg erreicht mit 41 Tagen (+8 Tage) die längste Insertionszeit seit Studienbeginn 2015.
Studie, Daten und Grafiken unter www.svit.ch/owi oder auf Anfrage.
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Ivo Cathomen
SVIT Schweiz
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