26.06.2026, Vernier/Ostermundigen (ots) - Mit dem Ausbauschritt 2027 legt der Bundesrat einen konkreten Plan
für die Entlastung stark beanspruchter Strecken auf der Strasse, der Schiene und in den
Agglomerationen vor. Um die Finanzierung zu sichern, dürfen die Fonds NAF und BIF nicht
geschwächt werden. Der TCS begrüsst insbesondere den multimodalen Ansatz des Ausbauschritts
2027. Dabei ist es zentral, dass die Verkehrsträger in den kommenden Debatten nicht gegeneinander
ausgespielt werden. Das Schweizer Verkehrssystem erträgt keine weitere Blockade.
Die Schweizer Verkehrsinfrastruktur braucht dringend ein Update, damit sie auch in Zukunft
leistungsfähig bleibt. Mit der heute eröffneten Vernehmlassung über den Ausbauschritt 2027 hat der
Bundesrat die nächste Etappe lanciert, damit das Verkehrssystem in den kommenden Jahren an die
wachsende Nachfrage angepasst werden kann. Im Ausbauschritt 2027 werden nun erstmals die
prioritären Projekte auf der Strasse, auf der Schiene und im Agglomerationsverkehr
zusammengefasst. Das ist eine erfreuliche Neuerung.
Eine Gesamtsicht auf die Mobilität ist
unerlässlich, um mehrheitsfähige Ausbauprojekte voranzutreiben. Autofahrer, Zugreisende, Lkw-
Chauffeure und Anwohner stark belasteter Hauptverkehrsachsen sehen jeden Tag mit eigenen
Augen, dass die Infrastruktur an ihre Grenzen stösst. Damit das Netz weiterhin leistungsfähig bleibt,
sind gezielte Ausbauten auf der Strasse, auf der Schiene und in den Agglomerationen unumgänglich.
Der Ausbauschritt 2027 als Teil der Vorlage "Verkehr '45" zielt deshalb grundsätzlich in die richtige
Richtung. Im Fokus stehen stark genutzte Strecken und Abschnitte, die mit gezielten Massnahmen
entlastet werden können. Die Finanzierung muss über die bewährten Fonds für die Strasse und
Agglomerationen (NAF) und die Schiene (BIF) erfolgen. Diese sind zweckgebunden und in der
Verfassung verankert. Eine Schwächung von NAF und BIF wäre schädlich für das ganze
Verkehrssystem.
Die Politik darf keine Zeit verlieren
Der Bericht von ETH-
Professor Ulrich Weidmann hat wertvolle Grundlagen und darauf aufbauend hat der Bundesrat nun
den Ausbauschritt 2027 erarbeitet. Da der Handlungsbedarf gross ist und Infrastrukturprojekte lange
Vorlaufzeiten haben, darf jetzt keine Zeit mehr verloren gehen. In der kommenden parlamentarischen
Debatte sind Ständerat und Nationalrat aufgefordert, der Mobilität jenes Gewicht zu schenken, das
sie verdient.
Der TCS wird sich im Rahmen der Vernehmlassung vertieft mit dem
Ausbauschritt 2027 auseinandersetzen. Zentral ist, dass die Projekte aufeinander abgestimmt sind
und kein Verkehrsträger aus ideologischen Gründen benachteiligt wird. Schliesslich ermöglicht eine
leistungsfähige Infrastruktur eine effiziente und nachhaltige Mobilität, die allen Nutzerinnen und
Nutzern zugutekommt.
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Marco
Wölfli
Mediensprecher TCS
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marco.woelfli@tcs.ch
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