30.06.2026, Brugg (ots) - Die Schweizer Kernanlagen haben die gesetzlichen Vorgaben für den Betrieb eingehalten.
Es kam zu keinen unzulässigen Abgaben radioaktiver Stoffe an die Umwelt. Zu diesem Ergebnis kommt
das ENSI für das Aufsichtsjahr 2025.
Der sicherheitstechnische Zustand der Kernkraftwerke (KKW) Beznau und Leibstadt war gut.
Angesichts der noch offenen Bewertung der Befunde am Speisewassersystem und des verlängerten
Stillstands verzichtet das ENSI für das KKW Gösgen auf eine zusammenfassende Beurteilung.
Im Jahr 2025 verzeichneten die Schweizer Kernanlagen 43 meldepflichtige Vorkommnisse, die für die
nukleare Sicherheit relevant waren. Die Abweichung bei der Beladung eines Transport- und
Lagerbehälters des KKW Leibstadt hat das ENSI der Stufe 1 (Anomalie) der internationalen
Ereignisskala INES zugeordnet, alle anderen Vorkommnisse der Stufe 0 (Vorkommnis mit geringer
sicherheitstechnischer Bedeutung).
Beim KKW Gösgen wurde im Berichtsjahr aufgrund neuer
Berechnungsmethoden eine mögliche Auslegungsschwachstelle im Speisewassersystem entdeckt. Das
KKW Gösgen musste nachweisen, dass es den Störfall "Brüche einer Speisewasserleitung" beherrscht.
Dies führte zu einem längeren Stillstand.
Im Berichtsjahr wurden keine unzulässigen Abgaben
radioaktiver Stoffe aus den Schweizer Kernanlagen registriert. Die Abgaben lagen deutlich unterhalb
der
gesetzlichen Grenzwerte.
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Das ENSI beaufsichtigt die schweizerischen Kernanlagen: Kernkraftwerke, Zwischenlager für radioaktive Abfälle sowie nukleare Forschungseinrichtungen des Paul Scherrer Instituts in Villigen und der EPF Lausanne. Sein Aufsichtsbereich reicht von der Projektierung über den Betrieb bis zur Stilllegung der Anlagen und zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Zu den Aufgaben zählen auch der Strahlenschutz von Personal und Bevölkerung sowie die Sicherung, also der Schutz vor Sabotage und Terrorismus.
Weiter befasst sich das ENSI mit den Transporten radioaktiver Stoffe von und zu den Kernanlagen sowie mit den erdwissenschaftlichen Untersuchungen im Hinblick auf die geologische Tiefenlagerung der radioaktiven Abfälle.
Das ENSI fördert die nukleare Sicherheitsforschung, ist in über 70 internationalen Kommissionen und Fachgruppen für die Sicherheit der Kernenergie vertreten und arbeitet aktiv an der Weiterentwicklung der internationalen Sicherheitsvorgaben mit. Dank dieser Vernetzung bewegt sich das ENSI stets auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik und stützt seine Aufsichtstätigkeit auf die weltweiten Erfahrungen mit der Kernenergie.
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