Pressemitteilung
Konsultation zu Kirche und Staat: Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen
03.07.2026 | 09:52 Uhr
| Kantonale Verwaltung Jura
03.07.2026, Die Regierung hat das Finanzministerium ermächtigt, einen vorläufigen Entwurf zur Änderung des
Gesetzes über die Beziehungen zwischen Kirchen und Staat (LREE) zur Konsultation zu
veröffentlichen.
Ziel dieser Überarbeitung ist die Einführung einer neuen Methode zur Subventionierung anerkannter
Kirchen auf Grundlage ihrer gemeinnützigen Leistungen.
Das derzeitige System basiert primär auf einer Finanzierung, die sich nach der Anzahl der anerkannten Stellen und den erstattungsfähigen Gehaltskosten richtet. Es besteht seit 2003 und sichert den anerkannten Kirchen seit über zwanzig Jahren staatliche Unterstützung.
Der in Zusammenarbeit mit den beiden anerkannten Kirchen erarbeitete Entwurf schlägt vor, dieses System durch ein auf den öffentlichen Dienstleistungen für die Bevölkerung basierendes System zu ersetzen. Die staatlichen Finanzbeiträge würden sich künftig aus zwei Komponenten zusammensetzen: einem Grundbeitrag zur Deckung eines Teils der Gemeinkosten für die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen und spezifischen Beiträgen, die an die verschiedenen anerkannten öffentlichen Dienstleistungen gekoppelt sind.
Diese Änderung ermöglicht eine klarere Unterscheidung zwischen staatlich förderfähigen öffentlichen Dienstleistungen und anderen Aufgaben der anerkannten Kirchen. Sie ermöglicht zudem eine bessere Nachvollziehbarkeit der Mittelverwendung und gewährleistet gleichzeitig die Übereinstimmung mit den für andere Empfänger kantonaler Zuschüsse geltenden Grundsätzen.
Die von den Kirchen durchgeführten gemeinnützigen Aktivitäten belegen ihren bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag, vergleichbar mit dem von Organisationen wie Caritas. Die ihnen zustehende kantonale Finanzhilfe soll künftig als Sozialleistung betrachtet werden.
Der Konsultationsprozess ist bis zum 30. September 2026 für die relevanten politischen Parteien und Organisationen, den Gemeindeverband Jura und die beiden anerkannten Kirchen geöffnet.
03.07.2026 | 09:52 Uhr
| von Kantonale Verwaltung Jura
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Über Kantonale Verwaltung Jura
Der Jura ist der jüngste Kanton in der Schweiz. Er entstand aufgrund von (für Schweizer Verhältnisse massiven) kulturellen Spannungen und den darauf folgenden lokalen und eidgenössischen Volksabstimmungen vom 29. September 1978 am 1. Januar 1979 durch Abspaltung vom Kanton Bern. Die Gebiete nördlich von Biel wurden dem Kanton Bern 1815 durch Entscheidung des Wiener Kongresses als Entschädigung für die verlorenen Territorien im Aargau und der Waadt zugesprochen.
Der Kanton Bern ist politisch eher konservativ, grösstenteils protestantisch und deutschsprachig. Die Bewohner des 1815 erworbenen Gebietes, die zuvor Untertanen des in Pruntrut residierenden Fürstbischofs von Basel gewesen waren, sind dagegen eher liberal, mehrheitlich französischsprachig und - in dem den neuen Kanton bildenden Nordteil - katholisch.
Dass der Konflikt, der letzten Endes zur Abtrennung des Kantons Jura von Bern führte, ursprünglich weniger sprachlicher, sondern konfessioneller Art ist, zeigt sich daran, dass bei den Volksabstimmungen über die Kantonsgründung der zwar ebenfalls französischsprachige, aber protestantische Südteil des Berner Juras (Amtsbezirke La Neuveville, Moutier und Courtelary) stets mehrheitlich für den Verbleib bei Bern stimmte. Der deutschsprachige Bezirk Laufen ist zwar katholisch, die Sprache führte aber damals zum Entscheid, bei Bern zu verbleiben. Vom verbleibenden Kantonsgebiet nun territorial getrennt, wechselte er 1994 zum Kanton Basel-Landschaft.
Der vor allem konfessionelle Gegensatz gilt auch weiterhin, obwohl das Gewicht des Französischen im verkleinerten Kanton Bern geringer geworden ist und sich die Romands demzufolge noch unterdrückter fühlen müssten. Seit 1994 arbeitet die Assemblée Interjurassienne (eine Art von der Schweizerischen Eidgenossenschaft bestellte Kommission) an der Lösung der Jurafrage. Im September 2004 hat sie ein Projekt begonnen, das einen völlig neuen Kanton anvisiert, in dem Nord-Jura (heute Kanton Jura) und der Süd-Jura (Jura bernois) nach den Vorstellungen der Nordjurassier vereinigt werden sollen. Das Projekt soll 2006 abgeschlossen sein. Damit wird ein weiterer Anlauf unternommen, die nach den Vorstellungen des Nordjuras immer noch unterdrückten Bewohner des bernischen Südjuras von Bern zu lösen und damit die (fiktive) Einheit des jurassischen Volkes herzustellen.
Saignelégier et les Franches-Montagnes
Eine knappe halbe Stunde von La Chaux-de-Fonds und Biel entfernt, öffnet sich die grosszügige Freiberger Hochebene dem Besucher und lädt ihn ein, auf 1000 m Höhe mit den Pferden Bekanntschaft zu schliessen. Zu Fuss, zu Pferd, per Fahrrad, im Kanu, im Zigeunerwagen, per Langlaufskis oder Schneeschuhen - vielfach sind die Möglichkeiten, dies freie Natur der Franches-Montagnes zu entdecken. Tennis- Eis- und Reithallen sowie das Hallenschwimmbad ergänzen das reiche Angebot und sorgen dafür, dass der Gast bei jeder Witterung auf seine Kosten kommt.
Delémont et le pays vadais
Ungefähr 40 Autominuten von Basel und Biel entfernt, reizt das alte charmante Städtchen mit seinen Museen und Galerien zum Besuch und lädt den Reisenden ein, nicht nur die regionalen Eigenheiten zu entdecken, sondern auch den heissesten Jura-Sommer zwischen Stadt und bewundernswerten Schluchten, welche die Flüsse zwischen Bergen und Tälern gegraben haben.
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