Pressemitteilung
Kanton Obwalden unterstützt Trinkwasserkraftwerke

16.07.2026 | 15:27 Uhr | Kantonale Verwaltung Obwalden

Kantonale Verwaltung Obwalden

16.07.2026, Der Regierungsrat des Kantons Obwalden hat ein neues Förderprogramm für Trinkwasserkraftwerke beschlossen. Der Kanton übernimmt 60 Prozent der Kosten für die Machbarkeitsprüfung und Projektierung von Kleinkraftwerken der Wasserversorgungen. Damit will er das Potenzial der Trinkwasserkraft besser nutzen und die lokale Stromproduktion fördern.

Neu übernimmt der Kanton 60 Prozent der Kosten für die Machbarkeitsprüfung und die anschliessende Projektierung von Trinkwasserkraftwerken. Wird ein Trinkwasserkraftwerk gebaut, können die Wasserversorgungen zudem Investitionsbeiträge oder die gleitende Marktprämie des Bundes beantragen. Damit werden die Wasserversorgungen während der gesamten Projektdauer – von der ersten Prüfung bis zur Umsetzung - unterstützt. Bereits seit 2025 unterstützt der Bund neue Wasserkraftprojekte mit zusätzlichen Förderinstrumente. Trinkwasserkraftwerke konnten jedoch nur bedingt davon profitieren. Hier setzt der Kanton Obwalden mit dem neuen Förderprogramm an.

Grosse Resonanz an der Informationsveranstaltung

Die Informationsveranstaltung vom 2. Juli 2026 hat gezeigt, dass das Interesse an Trinkwasserkraftwerken im Kanton Obwalden gross ist. An der Veranstaltung nahmen 20 Vertreter der Obwaldner Wasserversorgungen teil. Sie erhielten einen Überblick über das Potenzial neuer Trinkwasserkraftwerke sowie über die Fördermöglichkeiten von Bund und Kanton.

Energiedirektor Josef Hess sagte anlässlich der Veranstaltung: "Trinkwasserkraftwerke sind ein weiteres Puzzleteil in der lokalen Stromversorgung. Mit der neuen Förderung setzen wir eine weitere Massnahme aus dem Energie- und Klimakonzept 2035 um. Ich hoffe sehr, dass die Wasserversorgungen ihre Möglichkeiten prüfen und in den kommenden Jahren weitere Anlagen realisieren."

Martin Bölli, Geschäftsleiter von Swiss Small Hydro, dem Verband für Schweizer Kleinwasserkraft, begrüsst die neue kantonale Unterstützung: "Die Förderung des Kantons Obwalden ist schweizweit einzigartig und füllt eine wichtige Lücke. Wir hoffen, dass sich weitere Bergkantone von Obwalden inspirieren lassen."

14 Trinkwasserkraftwerke in Betrieb

Trinkwasserkraftwerke nutzen den natürlichen Wasserdruck zwischen den Wasserfassungen in den Bergen und der Verteilung im Tal. Statt den überschüssigen Druck mit einem Druckbrecher abzubauen, treibt das Wasser eine Turbine an und produziert damit Strom.

Im Kanton Obwalden sind bereits 14 Trinkwasserkraftwerke in Betrieb und erzeugen jährlich rund 5 Gigawattstunden Strom. Das entspricht dem Stromverbrauch von rund 1 000 Haushalten. Gleichzeitig besteht Potenzial für mehr als 20 weitere Kraftwerke.

Weitere Informationen auf: https://www.ow.ch/bau/6965

16.07.2026 | 15:27 Uhr | von Kantonale Verwaltung Obwalden

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Über Kantonale Verwaltung Obwalden

Obwalden wurde vorerst von Kelten und Römern besiedelt, bis sich ab 700 nach Christus Alemannen zwischen Brünig und Vierwaldstättersee niederliessen. 1291 beteiligte sich Obwalden zusammen mit Nidwalden an einem Landfriedensbündnis mit den Nachbarorten Uri und Schwyz (Gründung der Eidgenossenschaft). Im 14. Jahrhundert begründete Obwalden eine eigene Landesherrschaft. 1403 beteiligte sich Obwalden auf der Suche nach Absatzmärkten für Vieh und Käse an der 'ennetbirgischen Politik' Uris und half an der Eroberung der Leventina mit.

Rund hundert Jahre später wurde der Solddienst für fremde Kriegsherren wirtschaftlich bedeutend. Auf diese Weise wohlhabend gewordene ehemalige Söldner bestimmten als Inhaber der höheren Ämter während Jahrhunderten die politischen Geschicke des Landes. Mit der Helvetik (1798 - 1803) verlor Obwalden zwar vorübergehend seine Eigenständigkeit, die Bevölkerung erlangte aber erstmals politische Grundrechte. 1815 schlossen sich Kloster und Talgemeinde Engelberg Obwalden an. 1832 schlossen sich in Sarnen die konservativen Orte zum 'Sarnerbund' zusammen.

Mit dem 1857 begonnenen Bau der Brünigstrasse und der Eröffnung der Brünigbahn (1888) sowie der Pilatusbahn (1889) wird Obwalden eine touristische Destination. Engelberg war schon im 18. Jahrhundert ein Reiseziel. Im frühen 20. Jahrhundert betrieb Obwalden eine fortschrittliche Energiewirtschaft. Verfassungskämpfe im Innern bestimmten die Politik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach 1950 erfolgte die Ansiedlung von neuen, inzwischen weltweit exportierenden Industrien.

Umgeben von einer faszinierenden Bergwelt und dem wunderschönen Sarnersee ist Sarnen ein ideales Ferienziel. Entdecken Sie die abwechslungsreiche Landschaft bei einer gemütlichen Schifffahrt, einer atemberaubenden Biketour oder einer vielseitigen Wanderung. Durch die einzigartige Lage sind nicht nur Sarnen sondern auch sämtliche Ausflugsziele der Zentralschweiz in kurzer Zeit erreichbar. Langweilen werden Sie sich in Sarnen gewiss nicht!

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Quellen:
Swiss-Press.com    HELP.ch