Pressemitteilung
ewz-Stromtarife bleiben 2027 stabil

03.11.2026 | 16:03 Uhr | Elektrizitätswerk der Stadt Zürich

Elektrizitätswerk der Stadt Zürich Bildrechte: Elektrizitätswerk der Stadt Zürich

03.11.2026, Für die meisten Stadtzürcher und von ewz versorgten Bündner Privathaushalte bleiben die Stromkosten 2027 weitgehend unverändert. Je nach Verbrauchsprofil können die Kosten leicht sinken oder geringfügig steigen.

Der Preis der Tarifkomponente «Energielieferung» bleibt 2027 bei allen drei Stromprodukten der Grundversorgung unverändert. Kund*innen in der Grundversorgung der Stadt Zürich sowie in Teilen des Kantons Graubünden bezahlen die Produktionskosten des ewz-Kraftwerkparks und sind dadurch weitgehend von Schwankungen an den Strommärkten geschützt. Damit gehört ewz weiterhin zu den günstigsten Stromanbietern der Schweiz.

Moderate Tarifanpassungen bei Netznutzung und Messung

Die Tarifkomponente «Netznutzung» deckt die Kosten für den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung des ewz-Verteilnetzes sowie die von der Swissgrid AG weiterverrechneten Kosten des nationalen Übertragungsnetzes. Für Haushaltskund*innen steigt der Netznutzungstarif im kommenden Jahr leicht an:

- Hochtarif 12,60 Rp./kWh (Vorjahr: 11,92 Rp./kWh)

- Niedertarif 6,30 Rp./kWh (Vorjahr: 5,97 Rp./kWh)

Die von Swissgrid an ewz weiterverrechneten Abgaben von heute 0,73 Rappen pro Kilowattstunde (Rp./kWh) reduzieren sich um 0,18 Rp./kWh auf 0,55 Rp./kWh:

- Allgemeine Systemdienstleistungen: 0,19 Rp./kWh (Vorjahr: 0,27 Rp./kWh)

- Stromreserve: 0,17 Rp./kWh (Vorjahr: 0,41 Rp./kWh)

- Solidarisierte Kosten 0,19 Rp./kWh (Vorjahr: 0,05 Rp./kWh)

Seit diesem Jahr ist gesetzlich vorgeschrieben, die Kosten für die «Messung» als separate Tarifkomponente auf den Rechnungen in Form eines monatlichen Pauschalbetrags aufzuführen. Zuvor waren sie Bestandteil der Netznutzungskosten. Dieses Messentgelt deckt die Aufwände für die Bewirtschaftung der Zähler sowie für die Erhebung und die Verarbeitung der Messdaten. Die Kosten für die Messung betragen im kommenden Tarifjahr 7.60 Franken pro Monat beziehungsweise 91.20 Franken pro Jahr (Vorjahr: 6.90 Franken bzw. 82.80 Franken).

Tarifkomponente «Kommunale und nationale Abgaben» sinkt

Die kommunalen Abgaben sinken auf 1,30 Rp./kWh. In der Stadt Zürich von 2,00 Rp./kWh und in Graubünden von 1,55 Rp./kWh. Der stärkere Rückgang in der Stadt Zürich ist darauf zurückzuführen, dass der Bau, Betrieb und die Instandhaltung der öffentlichen Beleuchtung und Uhren ab 2027 nicht mehr über die Stromrechnung finanziert werden. Gemäss kantonalen Vorgaben werden die Kosten künftig über die allgemeinen Steuern gedeckt. Der nationale Netzzuschlag zur Förderung erneuerbarer Energien bleibt bei 2,3 Rp./kWh.

Drei konkrete Beispiele

Die Veränderungen 2027 im Vergleich zum Vorjahr (2-Zimmer-, 5-Zimmer-Wohnung und 5-Zimmer-Einfamilienhaus jeweils Netznutzungstarif NNA, inkl. Messkosten und MWST).

Versorgungsgebiet Graubünden (auf 5 Rappen gerundet)

Sämtliche Tarifpositionen sind im Versorgungsgebiet Zürich und in Teilen Graubündens ab dem Tarifjahr 2027 gleich. Da in der Stadt Zürich die öffentliche Beleuchtung nicht mehr in den «Kommunalen Abgaben» enthalten ist, ergeben sich unterschiedliche Differenzbeträge resp. Differenzen in Prozent zwischen Zürich und Graubünden im Vergleich zum Vorjahr.

Dynamische Tarife bieten Mehrwert für Kundschaft

Parallel zu den regulären Stromtarifen entwickelt ewz innovative dynamische Tarifmodelle für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Ein Angebot richtet sich an die Kundengruppe mit privaten E-Mobilitäts-Heimladestationen. Dabei werden die bisher fixen Hochtarifzeiten (Mo. – Sa. von 6 bis 22 Uhr) und Niedertarifzeiten aufgrund der erwarteten Netzbelastung in Zeitfenstern für die Folgewoche festgelegt und der Kundschaft vorgängig kommuniziert. Wer den Ladevorgang flexibel in günstigere Tarifzeiten verlagert und damit Lastspitzen vermeidet, senkt seine Kosten. Die Beobachtungen bestätigen das Potenzial solcher Tarifmodelle.

Ein weiteres Angebot ist das Zusammenspiel von dynamischen Netznutzungs- und Energietarifen innerhalb einer Überbauung. Die Tarife werden stündlich über das Energiemanagementsystem der Überbauung aktualisiert und richten sich nach der erwarteten Netzbelastung beziehungsweise den Börsenstrompreisen. Dadurch können Verbrauch und Tarifsignale optimal aufeinander abgestimmt werden.

Mit diesen Anwendungen gewinnt ewz wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung kundenorientierter Tariflösungen, die finanzielle Anreize für einen flexiblen und netzdienlichen Stromverbrauch setzen.

03.11.2026 | 16:03 Uhr | von Elektrizitätswerk der Stadt Zürich

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