Pressemitteilung
KI-Sichtbarkeit wird messbar: Google erweitert Search Console um generative KI-Daten

10.09.2026 | 10:28 Uhr | swiss-press.com / HELP Media AG

swiss-press.com / HELP Media AG

10.09.2026, Zürich – Google stellt Websitebetreibern neue Daten zur Sichtbarkeit in AI Overviews und AI Mode zur Verfügung. Gleichzeitig entstehen Messinstrumente für die Präsenz von Marken in ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity. Für Schweizer Unternehmen erweitert sich damit die klassische Suchmaschinenoptimierung um eine neue Beobachtungsebene.

Über Jahre wurde digitale Sichtbarkeit vor allem anhand klassischer Kennzahlen beurteilt: Google-Rankings, Impressionen, Klicks, Besucherzahlen und Backlinks. Mit generativen KI-Systemen kommt eine weitere Ebene hinzu. Relevant wird zunehmend auch, ob Inhalte eines Unternehmens innerhalb KI-generierter Antworten und Suchfunktionen erscheinen und welche Informationsquellen dabei eine Rolle spielen.

Google trägt dieser Entwicklung inzwischen mit eigenen Messdaten Rechnung. Der Konzern kündigte im Juni neue Leistungsberichte für generative KI-Funktionen in der Search Console an. Laut Google wurden diese Statistiken per 31. August 2026 für Websites weltweit ausgerollt.

Google weist KI-Impressionen separat aus

Der neue Leistungsbericht zeigt, wie häufig Links einer Website innerhalb generativer KI-Funktionen der Google Suche eingeblendet werden. Dazu gehören derzeit insbesondere AI Overviews und AI Mode.

Websitebetreiber können unter anderem erkennen, welche Seiten Impressionen erzielen, aus welchen Ländern diese stammen, welche Geräte verwendet werden und wie sich die Sichtbarkeit über die Zeit entwickelt. Für generative Funktionen in Google Discover gibt es einen eigenen Bericht.

Wichtig ist dabei die Abgrenzung: Der neue Spezialbericht weist derzeit Impressionen aus. Er zeigt insbesondere, ob und wie häufig Seiten innerhalb der unterstützten generativen Google-Funktionen sichtbar wurden.

Damit wird ein Teil der bislang schwer messbaren KI-Sichtbarkeit erstmals innerhalb der Google Search Console separat beobachtbar.

SEO bleibt laut Google die Grundlage

Google selbst warnt allerdings davor, aus der Entwicklung eine völlig neue Geheimdisziplin zu machen. Nach Angaben des Unternehmens gelten die bisherigen Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung auch für generative KI-Funktionen weiterhin.

Dazu gehören eine technisch zugängliche Website, hilfreiche und eigenständige Inhalte sowie eine klare Struktur. Google erklärt ausdrücklich, dass für generative KI-Suche kein spezielles Schema.org-Markup erforderlich ist. Auch eine Datei wie llms.txt bringt laut Google für die Sichtbarkeit oder das Ranking in der Google Suche weder einen Vor- noch einen Nachteil.

Google warnt zudem vor Drittanbietern, die garantierte KI-Rankings versprechen oder behaupten, Zugriff auf interne Ranking- oder KI-Messwerte von Google zu besitzen.

Die Konsequenz daraus ist nüchterner: Klassisches SEO verschwindet nicht. Ergänzend wird jedoch interessant, wie Inhalte innerhalb generativer Suchfunktionen wahrgenommen und dargestellt werden.

Auch ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity werden vermessen

Ausserhalb von Google entsteht gleichzeitig ein Markt für sogenannte AI-Visibility- oder GEO-Analysen.

Ein Beispiel ist der kommerzielle Anbieter Launchmetrics. Dessen AI-Visibility-Angebot beobachtet Marken innerhalb von ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity und vergleicht ihre Sichtbarkeit mit Wettbewerbern. Das Produkt ist speziell auf Unternehmen aus Fashion, Lifestyle und Beauty ausgerichtet und soll Veränderungen der KI-Präsenz fortlaufend messen.

Solche Systeme zeigen eine grundsätzliche Entwicklung: Neben Suchpositionen werden zunehmend auch Erwähnungen, verwendete Quellen und die Darstellung einer Marke innerhalb generierter Antworten untersucht.

Die Ergebnisse müssen allerdings mit Vorsicht interpretiert werden. Generative Systeme sind dynamisch. Antworten können sich abhängig vom KI-Modell, der Fragestellung, dem Zeitpunkt und den verfügbaren Informationen verändern. Eine einzelne Abfrage ist deshalb kein belastbarer Nachweis für eine dauerhaft bestehende KI-Sichtbarkeit.

Externe Informationsquellen spielen eine Rolle

Wie wichtig externe Quellen sein können, untersucht unter anderem der US-amerikanische PR-Technologieanbieter Muck Rack.

Für die Mai-Ausgabe 2026 seiner Studie «What Is AI Reading?» analysierte Muck Rack nach eigenen Angaben mehr als 25 Millionen zitierte Links aus Antworten von ChatGPT, Claude und Gemini über 17 Branchen hinweg.

Nach der von Muck Rack verwendeten PESO-Klassifikation entfielen 84 Prozent der untersuchten Zitate auf «Earned Media». Journalistische Inhalte allein machten 27 Prozent aus, Paid- und Advertorial-Inhalte 0,3 Prozent. Über drei Untersuchungen seit Juli 2025 lag der von Muck Rack ausgewiesene Earned-Media-Anteil zwischen 82 und 89 Prozent.

Diese Zahl darf jedoch nicht mit «84 Prozent Presseartikel» gleichgesetzt werden. Muck Rack unterscheidet zwischen dem übergeordneten Medientyp und dem konkreten Inhaltsformat. Journalismus macht innerhalb der Untersuchung einen wesentlich kleineren Anteil aus.

Die Ergebnisse zeigen vielmehr, dass KI-Systeme ihre Quellen aus einem breiten digitalen Informationsumfeld beziehen können. Für Unternehmen besteht dieses Umfeld aus der eigenen Website, redaktionellen Publikationen, Verzeichnissen, Fachinformationen, öffentlichen Datenquellen und weiteren externen Inhalten.

Medienmitteilungen können aktuelle Fakten dokumentieren

Auch Medienmitteilungen kommen in der Untersuchung vor, allerdings deutlich seltener als andere Quellentypen.

Interessant ist dabei die Art der Anfrage. Nach Angaben von Muck Rack erscheinen Pressemitteilungen besonders bei Fragen zu Branchentrends. In solchen Abfragen wurden sie rund 3,5-mal häufiger zitiert als bei sogenannten «Best-of»-Anfragen.

Das ist nachvollziehbar: Eine Medienmitteilung kann beispielsweise einen neuen Standort, einen Führungswechsel, eine Kooperation, ein neues Produkt oder Geschäftszahlen zu einem bestimmten Zeitpunkt dokumentieren.

Entscheidend ist dabei nicht die möglichst grosse Menge an Meldungen. Wertvoller sind konkrete, überprüfbare und aktuelle Informationen, die öffentlich zugänglich und eindeutig einem Unternehmen zuordenbar sind.

Mit KI-Presse.ch betreibt die HELP Media AG hierzu eine eigene Informations- und Einstiegsplattform für Schweizer Unternehmen. Medienmitteilungen werden redaktionell geprüft, strukturiert aufbereitet und über das HELP.CH-News-Netzwerk veröffentlicht. Eine spätere Verwendung oder Nennung durch ein bestimmtes KI-System lässt sich dabei nicht garantieren.

Unternehmensinformationen müssen eindeutig bleiben

Neben aktuellen Publikationen bleiben die grundlegenden Unternehmensinformationen entscheidend. Firmenname, Standort, Tätigkeitsgebiet, Produkte und Dienstleistungen sollten im Internet möglichst eindeutig, aktuell und widerspruchsfrei dargestellt werden.

Dabei können technische Strukturen helfen, Inhalte maschinell besser zuzuordnen. Sie dürfen jedoch nicht mit einem garantierten Rankingfaktor verwechselt werden.

Unter KI-Booster.swiss bündelt die HELP Media AG ihre Ansätze zur strukturierten Aufbereitung und Vernetzung von Unternehmensinformationen, Firmenprofilen, Medienmitteilungen, Veranstaltungen und Wirtschaftsdaten. Ziel ist eine klar zugängliche und einordenbare Informationsbasis für Suchmaschinen und unterschiedliche KI-Systeme. Eine garantierte Aufnahme oder Nennung durch einzelne Systeme wird ausdrücklich nicht versprochen.

Dieser Ansatz geht damit über eine einzelne Google-Massnahme hinaus. Es geht nicht um einen angeblichen geheimen «Google-KI-Faktor», sondern um die Qualität, Zugänglichkeit und Zuordenbarkeit digital verfügbarer Unternehmensinformationen.

Business-to-AI als zusätzliche digitale Schnittstelle

Die Entwicklung betrifft damit nicht allein Suchmaschinenoptimierung.

Unternehmen stellen Informationen zunehmend für eine digitale Umgebung bereit, in der neben Menschen und klassischen Suchmaschinen auch KI-Systeme, Antwortmaschinen und künftig verstärkt KI-Agenten Informationen recherchieren und verarbeiten.

Die HELP Media AG verwendet für diese Beziehung den Begriff Business-to-AI beziehungsweise B2AI. Auf B2AI.ch werden Grundlagen und Entwicklungen rund um diese zusätzliche Schnittstelle zwischen Unternehmen und KI-Systemen zusammengefasst.

Die Entwicklung lässt sich damit als nächste Stufe einer seit Jahrzehnten laufenden Veränderung betrachten: Zunächst mussten Unternehmen überhaupt im Internet präsent sein. Danach wurde die Auffindbarkeit über Suchmaschinen zentral. Mit generativen Systemen kommt nun die Frage hinzu, wie Unternehmensinformationen von KI-Systemen gefunden, zugeordnet und für Antworten verwendet werden.

KI-Sichtbarkeit wird zur zusätzlichen Kennzahl

Der neue Google-Bericht ist vor diesem Hintergrund ein bemerkenswertes Signal. Google macht die Sichtbarkeit in seinen generativen Suchfunktionen zu einer separat auswertbaren Grösse.

Für Unternehmen dürften deshalb künftig nicht nur klassische Rankings und Websitebesucher interessant sein. Zusätzlich kann beobachtet werden, welche eigenen Inhalte innerhalb generativer Suchfunktionen sichtbar werden und wie sich diese Sichtbarkeit entwickelt.

Dabei bleibt eine wichtige Grenze bestehen: Keine technische Massnahme, Medienpublikation oder Optimierung kann garantieren, dass ein Unternehmen von ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity oder einem anderen KI-System genannt wird.

SEO verschwindet deshalb nicht. Die digitale Sichtbarkeit erhält vielmehr eine zusätzliche Dimension – neben Menschen und klassischen Suchmaschinen zunehmend auch gegenüber generativen KI-Systemen.

Transparenzhinweis: Bei Recherche und Textentwurf kam künstliche Intelligenz unterstützend zum Einsatz.

Quellen und weiterführende Informationen

10.09.2026 | 10:28 Uhr | von swiss-press.com / HELP Media AG

--- ENDE Pressemitteilung KI-Sichtbarkeit wird messbar: Google erweitert Search Console um generative KI-Daten ---


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über swiss-press.com / HELP Media AG

Swiss-Press.com ist ein Schweizer Presse- und Nachrichtenportal für Medienmitteilungen, Unternehmensnews und aktuelle Informationen.

Die Plattform gehört zur HELP Media AG und ist Teil des HELP.SWISS Business-Netzwerks rund um HELP.CH. Zum Mediennetzwerk zählen unter anderem HELP.CH News, Aktuellenews.ch, Tagesthemen.ch und Produktnews.ch. Gemeinsam verbinden die Angebote strukturierte Unternehmensinformationen und Medienpublikationen mit dem Ziel, die digitale Sichtbarkeit in Suchmaschinen und modernen KI-Systemen zu unterstützen.

Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
Swiss-Press.com    HELP.ch