Pressemitteilung
nicotinefree.ch: Wissen und Werkzeuge für Bezugspersonen von Jugendlichen

15.09.2026 | 15:05 Uhr | Sucht Schweiz

Sucht Schweiz Bildrechte: Sucht Schweiz

15.09.2026, Lausanne (ots) - Mit nicotinefree.ch steht ab sofort eine neue Informationsplattform zur Verfügung. Sie unterstützt Eltern, Lehrpersonen sowie Fachpersonen aus Schule und Jugendarbeit dabei, Jugendliche bei Fragen und im Umgang mit Tabak- und Nikotinprodukten zu begleiten. Die von Sucht Schweiz entwickelte und vom Tabakpräventionsfonds finanzierte Website ist in mehreren Sprachen verfügbar.

nicotinefree.ch trägt den Herausforderungen eines sich rasch wandelnden Tabak- und Nikotinmarktes Rechnung. Die Plattform berücksichtigt sämtliche Tabak- und Nikotinprodukte und vermittelt fundierte sowie praxisnah aufbereitete Informationen. "Sie unterstützt Bezugspersonen, die Jugendliche in ihrem Alltag begleiten und die bei Fragen, Unsicherheiten oder ersten Konsumerfahrungen wichtige Ansprech-partnerinnen und Ansprechpartner sind", erklärt Tania Séverin, Direktorin von Sucht Schweiz.

Gerade weil die Jugend eine bedeutende Umbruchphase ist, kommt erwachsenen Bezugspersonen eine zentrale Rolle zu. Sie können Jugendliche sensibilisieren, nachfragen, Warnsignale erkennen und eine klare Haltung zum Konsum psychoaktiver Substanzen vermitteln. Eine vertrauensvolle Beziehung und offene Gespräche sind wichtige Schutzfaktoren.

Wissen bündeln, Handlungskompetenzen stärken

Die Website richtet sich an drei zentrale Zielgruppen:

  • Eltern
  • Lehrpersonen sowie Schulsozialarbeitende
  • Fachpersonen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie weitere Kontaktpersonen von Jugendlichen.

Sie erhalten Hintergrundwissen, Orientierungshilfen und konkrete Anregungen für Gespräche mit Jugendlichen. Gerade in der Jugend treffen Neugier, Risikobereitschaft und ein noch nicht vollständig entwickeltes Gehirn aufeinander. Diese Kombination macht die Lebensphase besonders vulnerabel - auch im Hinblick auf den Konsum psychoaktiver Substanzen.

Umfassende Informationen zu Tabak und Nikotin

Zu den Inhalten von nicotinefree.ch gehören unter anderem Wissen über Tabak- und Nikotinprodukte, Abhängigkeit, Konsum bei Jugendlichen, Gesundheitsrisiken oder rechtliche Aspekte. "Die Plattform hilft Bezugspersonen, diese Themen mit jungen Menschen in der Familie, Schule oder im Rahmen von Freizeitaktivitäten anzusprechen", ergänzt Tania Séverin.

Jugendliche als Ziel des Marketings

Neben herkömmlichen Zigaretten sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Tabak- und Nikotinprodukte auf den Markt gekommen, viele davon sprechen gezielt Jugendliche an. Das bleibt nicht ohne Folgen: Die E-Zigarette ist heute das häufigste Einstiegsprodukt der 15- bis 17-Jährigen. Häufig konsumieren Jugendliche mehrere unterschiedliche Tabak- oder Nikotinprodukte parallel. Attraktive Aromen, farbenfrohe Designs sowie gezielte Einflussnahme in sozialen Medien tragen dazu bei, junge Menschen in den Nikotinkonsum zu führen. Wichtig ist, dass diese Produkte stärker reguliert und Marketing-Praktiken eingeschränkt werden. Daneben braucht es komplementär auch eine bessere Information der Bezugspersonen. Diese Lücke schliesst nicotinefree.ch.

In mehreren Sprachen schweizweit zugänglich

nicotinefree.ch ist in den Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch sowie in weiteren hierzulande gesprochenen Sprachen wie Englisch oder Spanisch verfügbar. Die Plattform wurde von Sucht Schweiz realisiert und durch den Tabakpräventions- fonds finanziert.

Jugendliche und Nikotin - kurz erklärt

  • Nikotin besitzt ein hohes Abhängigkeitspotenzial und steht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang. Zudem sind die Auswirkungen von Nikotin auf die Entwicklung des jugendlichen Gehirns nicht abschliessend geklärt.
  • Die meisten Jugendlichen konsumieren keine Tabak- und Nikotinprodukte.
  • Unter den 15- bis 17-Jährigen, die zumindest einmal pro Monat mindestens ein Tabak- oder Nikotinprodukt konsumieren, hat die E-Zigarette die herkömmliche Zigarette eindeutig als häufigstes Einstiegsprodukt abgelöst.
  • Viele konsumieren nicht nur ein, sondern mehrere Produkte parallel: 40% der mindestens monatlich Konsumierenden im Alter von 15 bis 17 Jahren nutzen verschiedene Produkte.
  • Die meisten 15- bis 17- Jährigen, die mindestens einmal monatlich andere Produkte als herkömmliche Zigaretten konsumieren, wählen aromatisierte Produkte, vor allem mit süssen oder fruchtigen Aromen.
  • Werbung und andere Marketingelemente sind oft gezielt auf junge Menschen ausgerichtet.

https://nicotinefree.ch/

Die Stiftung Sucht Schweiz in Kürze

Sucht Schweiz ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum psychoaktiver Substanzen und Verhaltensweisen mit Suchtpotenzial zu verhindern und zu vermindern. Sie entwickelt und verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, entwickelt bedarfsgerechte Präventionsprojekte und setzt sich für wirksame, gegenüber Betroffenen respektvolle Massnahmen ein. Ihre Aktivitäten werden durch Einnahmen aus Aufträgen und Dienstleistungen, durch öffentliche Subventionen sowie durch die Unterstützung privater Spenderinnen und Spender sowie von Stiftungen finanziert.

Pressekontakt:

Monique Portner-Helfer

Mediensprecherin

mportner-helfer@suchtschweiz.ch

021 321 29 74

15.09.2026 | 15:05 Uhr | von Sucht Schweiz

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Über Sucht Schweiz

Sucht Schweiz will Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum psychoaktiver Substanzen und Verhaltensweisen mit Suchtpotenzial verhindern oder vermindern.

Wir fördern die gesellschaftliche Debatte im Suchtbereich. Wir entwickeln und verbreiten wissenschaftliche Erkenntnisse, die es erlauben, die zugrundeliegenden Probleme zu verstehen, ihnen vorzubeugen und angemessen zu begegnen. Wir setzen uns für wirksame Massnahmen und politische Rahmenbedingungen zur Problemreduktion ein. Wir engagieren uns für ein Umfeld, das den Menschen eine gesunde Lebensweise erleichtert und die individuellen Gesundheitskompetenzen stärkt. Dabei kombinieren wir Massnahmen der Suchtprävention und der Gesundheitsförderung.

Wir unterstützen all jene mit besonderen Risiken – Kinder und Jugendliche sowie Menschen in kritischen Lebensphasen. Betroffenen und Nahestehenden stehen wir informierend, beratend oder finanziell zur Seite.

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Quellen:
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