Mit der Strategie 2035 will Vetropack seine Position als Anbieter innovativer und nachhaltiger Verpackungs- und Servicelösungen im Lebensmittel- und Getränkemarkt weiter ausbauen und den Kundennutzen entlang der Wertschöpfungskette erhöhen. «Wir haben den Blick in die Zukunft gerichtet, dafür Industrietrends eingehend analysiert und unsere Positionierung kritisch hinterfragt. Vor allem aber haben wir uns gefragt: Wie können wir in diesem künftigen Marktumfeld sicherstellen, dass wir profitabel wachsen?», erklärt Lukas Burkhardt, CEO der Vetropack-Gruppe. «Die Antwort darauf ist unsere Strategie 2035 und als Teil davon konkrete Initiativen, mit denen wir diese Trends nutzen können – alle mit klaren Zielen, Kennzahlen und Verantwortlichkeiten hinterlegt. So stellen wir sicher, dass wir unsere Fortschritte laufend messen und gezielt steuern können.»
Vorausgegangen war eine umfassende Überprüfung der bisherigen strategischen Ausrichtung, die Markt- und Nachhaltigkeitstrends, Kundenbefragungen und externe Studien einbezog. Ende August hatte der Vetropack-Verwaltungsrat die überarbeitete Strategie verabschiedet, ihre Eckpunkte wurden mit dem Semesterbericht 2026 publiziert. Im Rahmen des Capital Markets Day zeigt die Gruppenleitung nun, was konkret daraus folgt. «Mit der Strategie 2035 definieren wir erstmals öffentliche mittelfristige Ziele über das laufende Geschäftsjahr hinaus», erklärt David Zak, Chief Financial Officer. Konkret erwartet Vetropack bis 2030 gegenüber 2025 zu konstanten Wechselkursen ein über dem Markt liegendes Umsatzwachstum im tiefen einstelligen Prozentbereich, eine Erholung des Betriebsergebnisses und eine zweistellige Marge zum Ende der Mittelfristperiode. Erreichen will Vetropack diese Ziele vor allem durch eine höhere Auslastung der Produktionskapazitäten, einen verbesserten Produktmix und mehr Effizienz. Zur Umsetzung der überarbeiteten Strategie wird Vetropack umsichtig in die Markt- und Produktentwicklung sowie in die Anpassung der Produktionsinfrastruktur für mehr Flexibilität und Produktivität investieren; mittelfristig wird eine doppelstellige Rendite auf dem eingesetzten Kapital angestrebt.
Lösungen, Marktentwicklung und gezieltes Wachstum
Die Strategie 2035 basiert auf drei Wachstumshebeln, die Vetropack ein profitables Wachstum im tiefen einstelligen Prozentbereich ermöglichen sollen. Der erste Hebel ist der Ausbau des Angebots an Produkt- und Servicelösungen, die Kunden über die reine Verpackung hinaus unterstützen. «Unsere Kunden erwarten mehr als eine qualitativ hochwertige Glasverpackung von uns», erklärt Evan Williams, Chief Commercial Officer. «Sie suchen einen Partner, der ihre Herausforderungen versteht, gemeinsam Chancen erschliesst und messbaren Mehrwert schafft. Genau daran richten wir unser Angebot zunehmend aus.» Wie Vetropack diesen Anspruch konkret umsetzt, zeigt Rezon, die thermisch gehärtete Leichtglasflasche des Unternehmens. Sie ist bis zu 30 Prozent leichter als eine herkömmliche Mehrwegflasche und erreicht gleichzeitig deutlich mehr Umläufe. In Österreich steht der Brauwirtschaft bereits eine auf Rezon basierende Mehrwegflasche als Standardlösung zur Verfügung und leistet einen Beitrag zur Erfüllung der nationalen Mehrwegquote. Derzeit führt Vetropack die Technologie am Standort Pöchlarn schrittweise in die industrielle Grossproduktion über und macht sie damit weiteren Märkten zugänglich.
Der zweite Wachstumshebel liegt in der gezielten Ausrichtung auf strukturell wachsende Segmente wie alkoholreduzierte und alkoholfreie Getränke, Nahrungsmittel sowie Premiumweine. Diese Wachstumsfelder erfordern eine hohe Produktentwicklungskompetenz und bieten zugleich die Möglichkeit, zusätzlichen Mehrwert für Kunden zu schaffen.
Das dritte Wachstumspotenzial sieht Vetropack in der systematischen Entwicklung von Exportmärkten, in denen das Unternehmen dank seines Produktionsnetzwerks und seines Produktportfolios über eine starke Wettbewerbsposition verfügt.
Wettbewerbsfähigkeit und operative Exzellenz
Um seine Kostenbasis zu verbessern, setzt Vetropack zudem bei den eigenen Abläufen an: Dafür stimmt die Gruppe ihre Prozesse über Funktionen und Standorte hinweg konsequent aufeinander ab, vereinfacht sie und passt ihre Produktionsinfrastruktur für mehr Flexibilität und Produktivität an. «Ein wichtiger Hebel liegt für uns in der Standardisierung, Automatisierung und Digitalisierung unserer Prozesse», erläutert Guido Stebner, Chief Technology Officer. «Das senkt nicht nur Kosten. Es macht uns flexibler und schafft verlässliche Qualität für unsere Kunden.»
Nachhaltigkeit bleibt dabei ein fester Bestandteil der Strategie: Vetropack will den Altglasanteil in der Produktion gruppenweit weiter steigern und führt Emissionsreduktion, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und verantwortungsvolle Unternehmensführung in einer gemeinsamen Roadmap zusammen. Wie eng Kreislaufwirtschaft und Innovation zusammenhängen, zeigt eine gemeinsam mit Coca-Cola Europacific Partners Deutschland und Myneral Labs entwickelte Lösung zur Serialisierung von Mehrwegflaschen, die 2026 mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet wurde.
Mehr Informationen zur Strategie 2035 und zum Programm des Capital Markets Day finden Sie auf der Vetropack-Website.



