Im Juli 2024 starteten die Windmessungen auf dem Ruswilerberg. Ein 100 Meter hoher Windmessmast erfasste auf verschiedenen Höhen bis Ende April 2026 Windstärke, Windrichtung, Temperatur und Luftfeuchte. Die Fledermausaktivitäten wurden im Zeitraum von März 2025 bis Ende November 2025 aufgezeichnet.
Reduktion auf zwei Windenergieanlagen Das auf die Auswertung von Winddaten spezialisierte Unternehmen Meteotest erstellte ein Windgutachten für den Ruswilerberg. Unter Berücksichtigung möglicher Schall-, Schatten- und Fledermausabschaltungen sowie der Windschatten-Verluste resultiert ein knapp wirtschaftlicher Energieertrag. Aufgrund der Windschatten-Verluste konzentrieren sich die weiteren Projektarbeiten auf noch zwei statt vier Windenergieanlagen. Auf die am tiefsten gelegene Windenergieanlage in Richtung Etzenerle wird aufgrund des Windgutachtens in der weiteren Planung verzichtet. Die Standorte der zwei verbleibenden Windenergieanlagen sind noch nicht abschliessend festgelegt.
Auf Basis des Windgutachtens produzieren zwei Anlagen rund 12 GWh Strom pro Jahr. Das entspricht dem Verbrauch von rund 2’800 Vierpersonen-Haushalten. Damit ist der Windpark Ruswilerberg nach wie vor von kantonalem Interesse.
Weitere Vorabklärungen bringen Klarheit
In den nächsten Monaten werden das angepasste Projekt mit den zuständigen kantonalen Behörden besprochen und weitere Vorabklärungen durchgeführt. Die Vorabklärungen umfassen beispielsweise den angepassten Übersichtsplan, den geplanten Netzanschluss und die Erschliessung sowie erste Abklärungen zu den Interessen verschiedener Bundesstellen (u.a. Bundesamt für Zivilluftfahrt, VBS, Meteo Schweiz). Führen diese Vorabklärungen zu einem positiven Resultat, informiert das Projektteam im ersten Halbjahr 2027 im Detail über die Ergebnisse der Vorabklärungen und über das weitere Vorgehen an einer öffentlichen Informationsveranstaltung.



