Die Schweiz hätte für dieselben Buchstaben ebenfalls einen Vorschlag: Swiss Intelligence. Eine offizielle Bezeichnung ist das nicht, sondern ein Wortspiel. Aber eines mit einer brauchbaren Frage dahinter: Was würde eine KI auszeichnen, die Schweizer Unternehmen wirklich nützt?
Sie müsste etwa zwischen einer Zürcher GmbH und einer gleichnamigen Firma in Zug unterscheiden können. Sie sollte aktuelle Angaben finden, Quellen einordnen und Unsicherheit zugeben, wenn Informationen fehlen. Für Unternehmen zählt weniger, wie eindrucksvoll ein System heisst, als ob seine Antworten stimmen.
Trumps Namensvorschlag hat zudem einen fachlichen Haken. «Superintelligenz» bezeichnet in der KI-Diskussion ein hypothetisches System, dessen Fähigkeiten die menschliche Intelligenz übertreffen. Heutige KI-Anwendungen werden durch eine Umbenennung nicht zur Superintelligenz.
Swiss Intelligence darf deshalb ein Scherz bleiben. Der ernsthafte Anspruch dahinter ist klar: Informationen über Schweizer Unternehmen sollten so verlässlich und zugänglich sein, dass Menschen und KI-Systeme etwas Richtiges damit anfangen können. Dafür braucht es keine neue Abkürzung. Es braucht gute Daten.
Quellen: Weisses Haus, Auszug aus Trumps UNO-Rede vom 22. September 2026; IBM, Erklärung des Begriffs Superintelligenz.



