Pressemitteilung
Schweizerische Zementlieferungen im 3. Quartal 2026

Konstante Zementlieferungen für die Schweiz

09.10.2026 | 14:47 Uhr | cemsuisse Verband der Schweizerischen Cementindustrie

cemsuisse Verband der Schweizerischen Cementindustrie Bildrechte: cemsuisse, Verband der Schweizerischen Cementindustrie

09.10.2026, Bern – Knapp 1 Million Tonnen Zement lieferte die Schweizer Zementindustrie alleine im dritten Quartal 2026. Damit bedient sie die Schweiz (inkl. Liechtenstein) auch über den Sommer konstant zuverlässig mit einem ihrer wichtigsten Baustoffe. Besonders positiv entwickeln sich dabei die Lieferungen von klinkerreduzierten und damit CO2-optimierten Zementsorten, deren Absatz im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugenommen hat.

Auch zu Beginn des zweiten Halbjahres 2026 bestätigt sich der Trend der letzten Quartale: Schweizer Qualitätszement ist mit einer Gesamtliefermenge von 988'702 Tonnen im dritten Quartal weiterhin gefragt. Das entspricht einem Wachstum von 1 % gegenüber dem Vorjahresquartal und lässt die Branche zuversichtlich auf das letzte Quartal 2026 blicken. Der weitaus grösste Anteil des Schweizer Zements wird als loser Baustoff an Transportbeton-Werke geliefert (rund 73 %) und kommt als Frischbeton auf den Baustellen dieses Landes zum Einsatz. Grossbaustellen – insbesondere im Infrastrukturbau – verfügen häufig über Betonanlagen vor Ort. Jede fünfte Schweizer Zementlieferung ging seit Jahresbeginn an solche Ortbetonanlagen.

Schweiz setzt auf CO2-optimierte Zemente

Die Schweizer Zementindustrie zeichnet sich auf ihrem Weg zum Netto-Null-Ziel durch einen hohen Grad an Innovation und erhebliche Investitionen in die CO2-Reduktion ihrer Produkte aus. Auch die Nachfrage nach ökologischeren Zementsorten stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Über 98 % der gelieferten Gesamtmenge besteht heute aus klinkerreduzierten Zementsorten, während der Anteil des klassischen Portlandzements wie er bis in die 90er-Jahre ausschliesslich eingesetzt wurde, aktuell bei marginalen 1.33 % liegt. Damit leistet die Schweizer Zementindustrie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur inländischen Versorgung mit Zement und Beton, sondern trägt durch die kontinuierliche Vermeidung von CO2-Emissionen auch zu den klimapolitischen Zielen der Schweiz bei.

Erneuter Rückgang der Schienentransporte

Entgegen den eigentlichen Bestrebungen der Industrie zur Dekarbonisierung ihrer Produktions- und Transportprozesse müssen die Zementlieferungen zunehmend von der Schiene auf die Strasse verlegt werden. Grund dafür sind die schwierigen Rahmenbedingungen im Einzelwagenverkehr, welche die Unternehmen zum Umschwenken auf die Strasse zwingen. «Mit einem Transportanteil von 31.5 % sinken die Schienenlieferungen gegenüber dem Vorjahr erneut um 2,5 Prozentpunkte. Wir bedauern diesen Umstand als Industrie enorm», so Stefan Vannoni, Direktor cemsuisse. Der Verband wies in der Vergangenheit, zuletzt im Rahmen der Anhörung zum Konzept für den Gütertransport und der Vernehmlassung zu Verkehr ’45, deutlich auf die Missstände im Schienengüterverkehr hin.

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Quellen:
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