Auch zu Beginn des zweiten Halbjahres 2026 bestätigt sich der Trend der letzten Quartale: Schweizer Qualitätszement ist mit einer Gesamtliefermenge von 988'702 Tonnen im dritten Quartal weiterhin gefragt. Das entspricht einem Wachstum von 1 % gegenüber dem Vorjahresquartal und lässt die Branche zuversichtlich auf das letzte Quartal 2026 blicken. Der weitaus grösste Anteil des Schweizer Zements wird als loser Baustoff an Transportbeton-Werke geliefert (rund 73 %) und kommt als Frischbeton auf den Baustellen dieses Landes zum Einsatz. Grossbaustellen – insbesondere im Infrastrukturbau – verfügen häufig über Betonanlagen vor Ort. Jede fünfte Schweizer Zementlieferung ging seit Jahresbeginn an solche Ortbetonanlagen.
Schweiz setzt auf CO2-optimierte Zemente
Die Schweizer Zementindustrie zeichnet sich auf ihrem Weg zum Netto-Null-Ziel durch einen hohen Grad an Innovation und erhebliche Investitionen in die CO2-Reduktion ihrer Produkte aus. Auch die Nachfrage nach ökologischeren Zementsorten stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Über 98 % der gelieferten Gesamtmenge besteht heute aus klinkerreduzierten Zementsorten, während der Anteil des klassischen Portlandzements wie er bis in die 90er-Jahre ausschliesslich eingesetzt wurde, aktuell bei marginalen 1.33 % liegt. Damit leistet die Schweizer Zementindustrie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur inländischen Versorgung mit Zement und Beton, sondern trägt durch die kontinuierliche Vermeidung von CO2-Emissionen auch zu den klimapolitischen Zielen der Schweiz bei.
Erneuter Rückgang der Schienentransporte
Entgegen den eigentlichen Bestrebungen der Industrie zur Dekarbonisierung ihrer Produktions- und Transportprozesse müssen die Zementlieferungen zunehmend von der Schiene auf die Strasse verlegt werden. Grund dafür sind die schwierigen Rahmenbedingungen im Einzelwagenverkehr, welche die Unternehmen zum Umschwenken auf die Strasse zwingen. «Mit einem Transportanteil von 31.5 % sinken die Schienenlieferungen gegenüber dem Vorjahr erneut um 2,5 Prozentpunkte. Wir bedauern diesen Umstand als Industrie enorm», so Stefan Vannoni, Direktor cemsuisse. Der Verband wies in der Vergangenheit, zuletzt im Rahmen der Anhörung zum Konzept für den Gütertransport und der Vernehmlassung zu Verkehr ’45, deutlich auf die Missstände im Schienengüterverkehr hin.
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