12.10.2026, Bern - Im Rahmen der EU Cyber Week trafen sich die europäischen Cybersicherheitsdirektorinnen und -direktoren am 8. Oktober in Dublin zum Austausch über
aktuelle Herausforderungen im Cyberraum. Im Zentrum stand dabei der Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Cybersicherheit. Florian Schütz, der Direktor des
BACS, nahm an einer Podiumsdiskussion zu digitaler Souveränität und der Resilienz von Lieferketten teil. Seinen internationalen Austausch setzt der BACS-
Direktor diese Woche an der Singapore Cyber Week fort und vertieft dort insbesondere Fragen zur Sicherheit autonomer KI-Systeme.
Am Rande der EU Cyber Week in Irland trafen sich die Direktorinnen und Direktoren der europäischen Cybersicherheitsbehörden am 8. Oktober zu ihrem regelmässigen Austausch. Ein Schwerpunkt der Gespräche bildete der Umgang mit fortschrittlichen KI-Modellen in der Cybersicherheit. Diskutiert wurden namentlich die wachsenden Möglichkeiten von KI bei der Schwachstellenerkennung und der grossflächigen Code-Analyse, sowie die damit verbundenen Fragen zu menschlicher Aufsicht und operativem Risiko im Zusammenhang mit autonomen KI-Agenten. Ebenso Thema war der Missbrauch von KI durch kriminelle und staatliche Akteure sowie das Spannungsfeld zwischen Risiken und Nutzen offener KI-Modelle. Die Direktorinnen und Direktoren tauschten sich zudem zum Aktionsplan der Europäischen Kommission zu Cybersicherheit und KI aus, insbesondere zur Frage des strukturierten Zugangs zu fortschrittlichen Modellen und zur Rolle nationaler Behörden bei dessen Umsetzung.
Podiumsdiskussion in Dublin: Digitale Souveränität und Lieferkettenresilienz
Die EU Cyber Week bildete den Rahmen für die Ireland EU Presidency Cyber Conference, die als zentrale Cybersicherheitsveranstaltung der irischen EU- Ratspräsidentschaft im Convention Centre Dublin stattfand und über 700 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Behörden und Wirtschaft versammelte. Florian Schütz nahm dabei an der Podiumsdiskussion «Digital Sovereignty and Supply Chain Resilience: From Policy to Practise» teil, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der ENISA, des deutschen BSI, der französischen ANSSI sowie weiterer europäischer Cybersicherheitsbehörden. Im Zentrum der Diskussion standen Fragen der digitalen Souveränität sowie die Widerstandsfähigkeit globaler Lieferketten im Cyberraum.
Singapore Cyber Week
Die Themen und Ergebnisse aus dem Cyber Security Directors Meeting in Dublin fliessen auch in den weiteren internationalen Austausch ein: An der Singapore Cyber Week vom 12. bis 15. Oktober wird Florian Schütz die Erkenntnisse aus Dublin und insbesondere Fragen zur Sicherheit autonomer KI-Systeme in die Diskussion einbringen. Florian Schütz wird dabei unter anderem an einem Panel mit dem Titel «Securing Agentic AI in Robotics: Bridging Autonomous Decision-Making with Cyber Physical Safety» teilnehmen.
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Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) ist das Kompetenzzentrum des Bundes für Cybersicherheit und damit erste Anlaufstelle für die Wirtschaft, Verwaltung, Bildungseinrichtungen und die Bevölkerung bei Cyberfragen. Es ist verantwortlich für die koordinierte Umsetzung der Nationalen Cyberstrategie (NCS).
Hauptaufgabe des BACS ist es, die Schweiz im Cyberraum sicherer zu machen. Hierzu sensibilisiert und warnt es die Öffentlichkeit vor Cyberbedrohungen und Cyberangriffen. Das BACS nimmt Meldungen zu Cybervorfällen entgegen und unterstützt insbesondere Betreiberinnen von kritischen Infrastrukturen bei der Bewältigung. Es erstellt technische Analysen zur Bewertung und Abwehr von Cybervorfällen und Cyberbedrohungen sowie zur Identifikation und Behebung von Schwachstellen beim Schutz der Schweiz vor Cyberbedrohungen.
Die Cybersicherheit hat in den vergangenen Jahren auf allen Ebenen stark an Bedeutung gewonnen. Sie ist ein zentraler Faktor für den Wirtschaftsstandort und für die Sicherheit der Bevölkerung im digitalen Raum. Sie spielt zudem eine wichtige Rolle in der nationalen und internationalen Aussen- und Sicherheitspolitik. Die Gewährleistung der Cybersicherheit ist deshalb zu einer unverzichtbaren Aufgabe des Bundes geworden.
Aus diesem Grund hat der Bundesrat am 2. Dezember 2022 beschlossen, das bisherige Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) per 1. Januar 2024 in ein Bundesamt zu überführen und dieses im Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) anzusiedeln.
Florian Schütz, der bisherige Delegierte des Bundes für Cybersicherheit und Leiter des NCSC wurde am 24. Mai 2023 durch den Bundesrat zum Direktor des BACS ernannt. Diese Funktion nimmt Florian Schütz seit dem 1. Januar 2024 wahr.
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