Mehr als die Hälfte und damit mit Abstand die meisten Befragten (56 Prozent) bewerten die anhaltende Informationsflut und eine weiter sinkende Aufmerksamkeit als die grösste Bedrohung für die Einflussnahme ihrer Branche. Auf Platz 2 folgt der Bedeutungsverlust klassischer Medien: 46 Prozent der PR- Profis sehen ihre Wirkungskraft eingeschränkt, da Zeitungen, Zeitschriften und andere klassische Medienformate als Multiplikatoren an Relevanz verlieren. Der Vertrauensverlust - sowohl in die Medien als auch in die PR - erschwert fast jedem Dritten (30 Prozent) die Arbeit.
Plattformen bestimmen über Sichtbarkeit
Für knapp ein Viertel sind die Social-Media-Algorithmen die grösste Herausforderung: 23 Prozent sehen ihren Einfluss bedroht, da Plattformen entscheiden, welche Inhalte gesehen werden und Sichtbarkeit auf Social Media nur noch bedingt durch PR steuerbar ist. Die zunehmende Fragmentierung der Zielgruppen wird ähnlich bewertet: 22 Prozent beurteilen diese Tendenz zur Aufteilung in kleine, schwerer erreichbare Teilöffentlichkeiten als wesentliche Einschränkung ihrer Wirksamkeit.
KI wird Teil der Informationsvermittlung
Auch Künstliche Intelligenz verändert aus Sicht der Befragten die Bedingungen für die Sichtbarkeit von PR-Inhalten: 20 Prozent geben an, dass KI-gestützte Zusammenfassungen, etwa in Suchmaschinen, ihre Einflussmöglichkeiten begrenzen.
Journalistischer Zugang schwieriger, bezahlte Inhalte nehmen zu
Weitere Faktoren, die den Einfluss von PR verändern: 19 Prozent der Befragten stellen fest, dass der persönliche Kontakt zu Journalistinnen und Journalisten seltener wird. 16 Prozent finden den Bedeutungszuwachs von Sponsored Content schwierig.
Eine geringere Rolle spielen hingegen die Abhängigkeit von wenigen Tech-Konzernen (10 Prozent), der Bedeutungszuwachs von Influencerinnen und Influencern (9 Prozent) sowie strenge Datenschutzbestimmungen wie DSGVO und Cookie-Blocker (ebenfalls 9 Prozent). 6 Prozent nehmen keine Einschränkung ihrer Einflussmöglichkeiten wahr.
Alle Ergebnisse auf einen Blick:
Welche Entwicklungen schränken Ihrer Einschätzung nach die Einflussmöglichkeiten der PR am stärksten ein?
- Informationsflut & sinkende Aufmerksamkeit 56 %
- Bedeutungsverlust klassischer Medien 46 %
- Vertrauensverlust in Medien und PR 30 %
- Algorithmen von Social Media 23 %
- Zunehmende Fragmentierung der Zielgruppen 22 %
- KI- Zusammenfassungen (z.B. in Suchmaschinen) 20 %
- Weniger persönlicher Kontakt zu Journalisten/Journalistinnen 19 %
- Bedeutungszuwachs von Sponsored Content 16 %
- Abhängigkeit von wenigen Tech- Konzernen 10 %
- Bedeutungszuwachs von Influencern/Influencerinnen 9 %
- Strenge Datenschutzbestimmungen (DSGVO, Cookie-Blocker) 9 %
- Andere 2 %
- Ich sehe keinen Einflussverlust der PR 6 %
- Weiss nicht 0 %
Basis: Alle Befragten, N=302, Maximal 3 Nennungen.
Quelle: PR-Trendmonitor von news aktuell und P.E.R. Agency. Online-Befragung im Februar 2026 unter 302 Kommunikationsprofis aus Unternehmen und Organisationen in der Schweiz und in Deutschland.
Eine Einordnung der Ergebnisse gibt es auf dem news aktuell Blog: https://www.newsaktuell.de/blog/pr-trendmonitor-2026-pr-wirkungsmacht/
Pressekontakt:
news aktuell (Schweiz) AG
Janina von Jhering, Leiterin Kommunikation und Marketing
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