Jedes Jahr erleiden rund 22'000 Menschen in der Schweiz einen Schlaganfall. Er kann Menschen jeden Alters treffen und schwerwiegende Folgen haben. Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das persönliche Risiko zu senken. Im Notfall ist jedoch vor allem eines entscheidend: die Symptome zu erkennen und sofort zu handeln. Denn bei einem Schlaganfall zählt jede Minute.
Dies zeigt Sonias Geschichte eindrücklich. Als ihr Ehemann bemerkte, dass ihr Gesicht gelähmt war und sie nur noch unverständliche Wörter flüsterte, rief er sofort den Rettungsdienst. Die Diagnose war eindeutig: Sonia hatte einen Schlaganfall erlitten. Dankbar sagt sie: "Ich hatte grosses Glück: Mein Mann hat schnell reagiert und wusste, was zu tun war."
Heute lebt Sonia mit einer linksseitigen Lähmung, chronischer Müdigkeit sowie Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten. Ihre Geschichte zeigt somit auch, dass ein Schlaganfall nicht mit der Behandlung im Spital endet. Die Folgen können Betroffene noch lange im Alltag begleiten.
Schlaganfall erkennen: Die BE-FAST-Methode
Die BE-FAST-Methode hilft dabei, mögliche Anzeichen eines Schlaganfalls schnell zu erkennen. Bei Verdacht gilt: sofort den Notruf 144 wählen. Je schneller die medizinische Behandlung beginnt, desto eher lassen sich schwerwiegende Folgen begrenzen. Folgende Symptome können auf einen Schlaganfall hinweisen. Achtung: Sie müssen nicht alle gleichzeitig oder in dieser Reihenfolge auftreten!
- B wie Balance (Gleichgewicht):
Bitten Sie die Person, einige Schritte auf einer Linie zu gehen oder auf einem Bein zu stehen. Achten Sie darauf, ob sie unter Gleichgewichtsproblemen oder Schwindel leidet. - E wie Eyes (Augen):
Fragen Sie die Person, ob sie plötzlich doppelt, unscharf oder nur noch auf einem Auge sieht. - F wie Face (Gesicht):
Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin. - A wie Arms (Arme):
Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, ein Arm sinkt oder dreht sich. - S wie Speech (Sprache):
Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor. - T wie Time (Zeit):
Zögern Sie nicht, wählen Sie unverzüglich den Notruf 144 und schildern Sie die Symptome - denn mit jeder Minute sterben weitere Nervenzellen ab. Zeit ist Hirn.
Weiteres Material und Informationen
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Mehr Informationen zur Kampagne "Schütze dein Hirn - Schütze dein Leben!": www.fragile.ch/schuetzedeinhirn/
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