14.10.2026, Das Departement für Bildung, Kultur und Sport (DECS) gibt über die Abteilung für Kultur und Hochschulstudien (DCSU) bekannt, dass die 22. Kantonale
Kulturkonferenz (CCCult) am 9. Oktober 2026 in Brissago stattfand. Im Mittelpunkt der Konferenz standen verschiedene Schlüsselthemen für den Kultursektor,
darunter die Arbeit der DECS-Gruppe Migration und Diversität, eine Reflexion über Geschlechterfragen in der Kultur sowie Entwicklungen im Kulturforum und in
Räumen für unabhängige Kultur.
Die 22. Kantonale Kulturkonferenz fand am 9. Oktober 2026 in Brissago unter dem Vorsitz von Staatsrätin Marina Carobbio Guscetti, Direktorin des DECS, statt. An der Konferenz nahmen die benannten Mitglieder sowie mehrere externe Gäste teil.
Bei der Eröffnung dankte die Präsidentin den zurückgetretenen Marco Franciolli und Simone Patelli für ihren Beitrag zur Arbeit des CCCult. Anschliessend gab sie einen Überblick über die Umsetzung der Massnahmen der kantonalen kulturpolitischen Leitlinien 2024–2027 im Lichte der aktualisierten Durchführungsverordnung zum Kulturförderungsgesetz (LCult), die seit dem 1. September in Kraft ist.
Im Anschluss an die Präsentation stellte sich die Arbeitsgruppe „Migration und Diversität“ unter der Leitung ihrer Vorsitzenden Chiara Orelli Vassere auf der Konferenz vor. Die innerhalb des DECS gegründete Gruppe führte eine erste Bestandsaufnahme bestehender Initiativen zu Diversität, Diskriminierungsprävention und Rassismus durch, um konkrete Handlungsvorschläge zu erarbeiten. Insbesondere im kulturellen Bereich zeigte sich der Mangel an Daten zur kulturellen Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund.
Ein zweiter Tagesordnungspunkt mit dem Titel „ Welche Art von Kultur?“ wurde von Athina Greco vom Gleichstellungsdienst vorgestellt. Sie fasste die Ergebnisse der Konferenz zur Geschlechtergleichstellung im Kulturbereich zusammen, die am 5. Mai 2026 in Lugano stattfand. Die Initiative ist Teil des kantonalen Aktionsplans für Chancengleichheit 2024–2027 , der erstmals spezifische Massnahmen für den Kulturbereich enthält. Die präsentierten Daten zeigen, dass Frauen fast die Hälfte der Kulturschaffenden in der Schweiz ausmachen, ihr Anteil in Führungspositionen jedoch sinkt. Dieser Sektor ist geprägt von prekären Arbeitsverhältnissen, informellen Netzwerken und häufig ungemeldeter Belästigung.
Die Exekutivausschüsse informierten die Mitglieder schliesslich über verschiedene gemeinsame Themen, insbesondere über das Kulturforum und Räume für unabhängige Kultur.
Die Kantonale Kulturkonferenz bestätigt ihre Rolle als Dialogforum zwischen lokalen Institutionen und Kulturakteuren. Die Treffen ermöglichen den Informationsaustausch, die Strategiekoordinierung und die Förderung eines vielfältigen und zugänglichen Kulturangebots im gesamten Tessin.
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Im Mittelalter wurde das Gebiet des heutigen Kantons Tessin von den Herzögen von Mailand beherrscht. Die Eidgenossen errangen ihre Vorherrschaft in den südlichen Alpentälern im 15. Jahrhundert während drei verschiedener Eroberungen.
Zwischen 1403 und 1422 wurden einige Teile des Kantons bereits der Herrschaft von Uri unterstellt, mussten aber später wieder abgetreten werden. Die Leventina brachte Uri 1440 unter seine Kontrolle. In einer zweiten Eroberung gewannen Uri, Schwyz und Nidwalden im Jahr 1500 die Stadt Bellinzona und die Riviera. Der dritte Vorstoss nach Süden erfolgte durch die Truppen aller drei Urkantone.
Locarno, wie das Maggiatal, Lugano und Mendrisio wurden 1512 eingegliedert. In der ausschliesslichen Herrschaft von Uri war danach die Leventina vom Sankt Gotthard bis nach Biasca. Die restliche Gegend der ennetbergischen Vogteien (die Machtbereiche über den Bergen) wurde gemeinsam durch die drei Kantone beherrscht.
Das Tessin ist das Tor zum Süden und besticht durch seinen Charme, fasziniert mit seinem Lifestyle und seiner italienischen Sprache. Jenseits der Alpen empfängt Sie der Süden: italienisches Flair, mildes Klima, Palmen an sauberen Stränden, liebliche Täler, romanische Kirchen und pittoreske Gassen, die sich auf belebte Piazze öffnen. Aber nie ist die alpine Welt weit entfernt.
Bergtouren, die in Schnee und Fels beginnen, enden in Kastanienwäldern, und von den Ufern streben bewaldete Hänge zu hohen Gipfeln. Auf Alpweiden blüht der Enzian, an der Seepromenande die Kamelie. Wer die Dolce Vita sucht, findet Ruhe in subtropischen Gärten. Wer lieber die Nerven kitzelt, lässt sich durch Schluchten treiben. Und wessen Sinn nach Kultur steht, der wird ihr überall begegnen: Dichter und Künstler fühlten sich angezogen von romantischen Landschaften, Architekten liessen sich zu ihren kühnen Bauten von alter Tradition inspirieren. Vergangenheit und Zukunft, Nord und Süd, Berg und Ebene, Natur und Kultur, Stadt und Land bilden eine faszinierende Einheit voller Gegensätze. Das Abenteuer heisst Ticino.
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