11.07.2025, Pristina/Zürich - Der illegale Wildtierhandel grassiert weiter in Europa, das zeigt auch die Geschichte
von Dori. Das männliche Braunbärjunge war erst wenige Wochen alt, als es im Internet für 5‘000
Euro zum Kauf angeboten wurde. Nach seiner Beschlagnahmung wurde er vom BÄRENWALD
Pristina aufgenommen, ein Schutzzentrum der globalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Das
erfahrene Team nahm den verwaisten Bären in Not vorübergehend in seine Obhut und ist bereit, Dori
dauerhaft unterzubringen.
«Doris Geschichte ist wirklich herzzerreissend und zeigt das grosse Leid, das der Wildtierhandel
verursacht. Mit nur wenigen Wochen wurde er zum Waisen und der Chance beraubt, mit seiner
Mutter in der Wildnis aufzuwachsen und ein Leben in freier Wildbahn zu führen. Seit seiner Ankunft
im BÄRENWALD Pristina im März hat sich Dori zu einem verspielten Jungbären entwickelt, der gerne
auf Bäume klettert. Das Schutzzentrum ist schnell zu seinem Zuhause geworden und wir würden uns
freuen, ihm eine glückliche, bärengemässe Zukunft bei uns zu ermöglichen», sagt Patricia Tiplea,
verantwortlich für die Planung und Umsetzung von Rettungen bei VIER PFOTEN.
Da Dori ein
Leben lang artgemässe Pflege benötigen wird, hat VIER PFOTEN den zuständigen Behörden bereits
eine dauerhafte Unterbringung im BÄRENWALD Pristina angeboten. Leider ist eine Auswilderung in
seinem Fall nicht mehr möglich, da dafür laut Bären-Rehabilitationsexpertinnen und -experten bereits
zu viel Zeit verstrichen ist. Anfangs musste Dori alle drei Stunden mit spezieller Milch gefüttert
werden. Mittlerweile hat er sich zu einem kräftigen vier Monate alten Bären von 22 Kilogramm
entwickelt. Auf seinem Speiseplan stehen jetzt gekochte Eier, Äpfel und Rüebli.
VIER
PFOTEN warnt davor, verwaiste Bärenjungen zu «retten»
Die Privatperson, die Dori im Internet zum Verkauf anbot, gab an, ihn im Bezirk Librazhd, östlich
der albanischen Hauptstadt Tirana, alleine in der Wildnis gefunden zu haben. VIER PFOTEN warnt
eindringlich davor, Bärenjunge oder andere wilde Babytiere aufzunehmen, die verwaist und
zurückgelassen scheinen. Stattdessen sollten die örtlichen Behörden und Wildtierexpertinnen und -
experten alarmiert werden, um eine sichere und legale Lösung im Sinne des Tiers zu finden.
BÄRENWALD Pristina
Nur 20 Kilometer von der kosovarischen Hauptstadt
entfernt, beherbergt der BÄRENWALD Pristina aktuell 19 gerettete Bären auf einem 16 Hektar grossen
Waldareal. Seit 2013 bietet das Schutzzentrum ein sicheres und artgemässes Zuhause für gerettete
Braunbären, die aus Gefangenschaft im Kosovo und in Albanien stammen. Unter der Leitung der
global tätigen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat sich das Schutzzentrum zu einem beliebten
Ausflugsziel für Einheimische und Touristinnen und Touristen entwickelt. Besuchende können
Naturpfade erkunden, die Bären in ihrer natürlichen Umgebung beobachten und sich über Tierschutz
und die einzigartigen Geschichten jedes Bären informieren.
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Oliver Loga
Press Manager Schweiz
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.
Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.
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