Der Branchenindikator sinkt gegenüber dem Vorquartal um 5,5 Punkte auf 104,0 Punkte. Damit liegt er weiterhin über der Wachstumsschwelle von 100 Punkten. Die Dynamik hat jedoch spürbar nachgelassen.
Nach Angaben von Swico bleiben Digitalisierung, Cloud-Lösungen, Cybersecurity und Transformationsprojekte wichtige Investitionsthemen. Viele Unternehmen beobachten allerdings längere Entscheidungsprozesse und eine verzögerte Freigabe grösserer Projekte.
KI bleibt eines der wichtigsten Themen
Künstliche Intelligenz spielt inzwischen in sämtlichen ICT-Segmenten eine zentrale strategische Rolle. Unternehmen investieren in neue Kompetenzen, entwickeln KI-basierte Produkte und Dienstleistungen und beschäftigen sich verstärkt mit Datensicherheit, Compliance und Governance.
Gleichzeitig zwingt die technologische Entwicklung viele Anbieter dazu, bestehende Geschäftsmodelle schneller anzupassen. Auch der Aufbau und die Verfügbarkeit geeigneter Kompetenzen bleiben für viele ICT- Anbieter eine wichtige Herausforderung.
Unterschiede zwischen den einzelnen Segmenten
Die Entwicklung fällt innerhalb der Schweizer Digitalbranche unterschiedlich aus.
IT-Technology erreicht 109,9 Punkte und bleibt damit deutlich im Wachstumsbereich. Gegenüber dem Vorquartal verliert das Segment 12,2 Punkte.
Der Bereich Software liegt bei 104,7 Punkten. Besonders die wirtschaftliche Nutzung künstlicher Intelligenz beschäftigt die Anbieter.
Consulting erreicht 104,2 Punkte. Beratungsunternehmen verzeichnen weiterhin Wachstum, gleichzeitig werden Projektvergaben zurückhaltender.
Deutlich schwächer entwickelt sich IT-Services. Mit 98,9 Punkten fällt das Segment erstmals seit der Coronapandemie unter die Wachstumsschwelle von 100 Punkten. Laut Swico bleibt die Nachfrage grundsätzlich vorhanden, während Margen und Erträge stärker unter Druck geraten.
Ausserhalb der klassischen ICT-Segmente zeigt sich ein gemischtes Bild. Consumer Electronics verbessert sich um 7,9 Punkte auf 108,6 Punkte. Der Bereich Imaging | Printing | Finishing sinkt um 13,8 Punkte auf 66,7 Punkte und bleibt damit klar unter der Wachstumsschwelle.
Investitionsbereitschaft wird zum entscheidenden Faktor
Die Ergebnisse zeigen eine Branche, deren langfristige Wachstumstreiber weiterhin vorhanden sind. Digitalisierung und künstliche Intelligenz sorgen für neue Projekte und Geschäftsmöglichkeiten. Gleichzeitig führen vorsichtigere Budgets und längere Entscheidungsprozesse dazu, dass Aufträge später umgesetzt werden.
Für ICT-Anbieter dürfte deshalb zunehmend entscheidend werden, wie schnell Unternehmen geplante Digitalisierungs- und KI-Projekte tatsächlich freigeben.
Der Swico ICT Index misst quartalsweise die konjunkturelle Entwicklung der Schweizer Digitalisierungsbranche. Werte über 100 Punkten stehen für eine positive, Werte unter 100 Punkten für eine negative Einschätzung. Die Befragung für das vierte Quartal 2026 fand zwischen Juli und September 2026 statt.
Quelle: Swico – Wirtschaftsverband der ICT- und Online-Branche
Grundlage: Swico ICT Index Q4 2026, veröffentlicht am 28. September 2026.
Weitere Informationen: Firmenporträt von Swico bei HELP.CH



