Personalisierte Kontrollschilder: Was die Schweiz von Vanity-Telefonnummern lernen könnte
20.05.2026, Bern – Der Nationalrat hat Ende April einer Motion zugestimmt, welche personalisierte Kontrollschilder in der Schweiz ermöglichen soll. Noch ist die Idee nicht beschlossen. Nach dem Ja des Nationalrats muss nun der Ständerat entscheiden. Trotzdem zeigt die Diskussion bereits, dass personalisierte Kennzeichnungen zunehmend auch in der Schweiz ein Thema werden.
Hintergrund ist unter anderem die wachsende Knappheit klassischer Kontrollschild-Nummern in grossen Kantonen wie Zürich oder Bern. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) erlaubt den Kantonen deshalb bereits die Einführung siebenstelliger Kontrollschilder.
Während klassische Nummernfolgen langsam an ihre Grenzen stossen, bringt die politische Diskussion eine weitere Idee zurück auf den Tisch: sogenannte Vanity Plates – also individuell wählbare Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen.
Vanity-Systeme existieren bereits heute
Personalisierte Kombinationen werden in der Schweiz seit Jahren erfolgreich bei Telefonnummern eingesetzt. Bekannt sind sogenannte Vanity-Nummern wie «0800 SEARCH», die beispielsweise vom Schweizer Business-Netzwerk help.swiss genutzt werden. Dabei werden Zahlen bewusst mit Marken oder Begriffen kombiniert, damit sie einfacher im Gedächtnis bleiben.
Gerade im Marketing gelten solche Nummern als wertvoll, weil sie merkbarer sind als klassische Zahlenkombinationen. Ähnliche Überlegungen könnten künftig auch bei Kontrollschildern eine Rolle spielen.
Bereits heute erzielen spezielle Kontrollschilder mit kurzen oder attraktiven Zahlenfolgen hohe Preise bei Auktionen. Erst kürzlich wurde im Kanton Solothurn das Kennzeichen «SO 1» für rund 390'000 Franken versteigert. Auch in anderen Kantonen sorgen begehrte Kombinationen regelmässig für hohe Gebote.
Bund sieht hohen Aufwand
Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hatte personalisierte Kontrollschilder bereits geprüft, die Idee jedoch vorläufig verworfen. Als Gründe wurden technische Anpassungen, höhere Kosten und organisatorischer Aufwand genannt.
Der Bundesrat empfahl deshalb die Ablehnung der Motion. Der Nationalrat folgte dieser Empfehlung jedoch nicht und sprach sich knapp für eine weitere Prüfung aus.
Noch ist offen, ob die Schweiz tatsächlich eigene Vanity Plates einführen wird. Klar ist jedoch bereits heute: Der Wunsch nach auffälligen und leicht merkbaren Kombinationen scheint zuzunehmen – nicht nur bei Telefonnummern, sondern zunehmend auch auf Schweizer Strassen.
Sollte auch der Ständerat zustimmen, müsste der Bundesrat eine konkrete gesetzliche Grundlage für personalisierte Kontrollschilder ausarbeiten. Bis dahin bleiben Schweizer Vanity Plates vorerst eine politische Idee mit wachsender Aufmerksamkeit.
20.05.2026 | von HELP Media AG--- ENDE Artikel Personalisierte Kontrollschilder: Was die Schweiz von Vanity-Telefonnummern lernen könnte ---
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