Pressemitteilung
Philip Troesch wird neuer Personalchef der kantonalen Verwaltung

Kantonale Verwaltung Nidwalden
Bildrechte: Kanton Nidwalden

28.05.2026, Auf Michael Schäfle folgt Philip Troesch als Leiter des Personalamts des Kantons Nidwalden. Er weist fundierte Kenntnisse im Personalwesen der öffentlichen Hand auf. Zurzeit übt er eine Kaderfunktion beim Kanton Luzern aus. Seine neue Stelle in Nidwalden tritt er am 1. September an.

Als Michael Schäfle, Personalchef der kantonalen Verwaltung, im letzten Herbst mitteilte, dass er auf Mitte 2026 altershalber in den Ruhestand tritt, hat der Kanton zeitnah den Prozess für die Nachfolgeregelung eingeleitet. Nun hat der Regierungsrat im Bewerbungsverfahren Philip Troesch zum neuen Leiter des Personalamts ernannt. Er tritt den Posten per 1. September 2026 an. Es handelt sich um ein 100-Prozent-Pensum.

Philip Troesch (Bild) ist aktuell Senior HR-Berater bei der Dienststelle Personal der kantonalen Verwaltung Luzern. In dieser Funktion umfasst sein Betreuungsgebiet über 750 Mitarbeitende, wobei der 54-Jährige die Führungskräfte in allen Prozessen im Bereich Human Resources (HR) unterstützt – von Mitarbeitergewinnung über Personalentwicklung bis hin zu Controlling. Diese Kaderfunktion übt er seit 2022 aus. Zuvor war er bereits seit 2015 in der HR-Abteilung des Kantons Luzern tätig, davon vier Jahre als Abteilungsleiter. Erste Erfahrungen im HR-Bereich sammelte er zwischen 2011 und 2015 bei den Centralschweizerischen Kraftwerken (CKW) in Luzern. In dieser Zeit absolvierte Philip Troesch Weiterbildungen unter anderem in Konfliktmanagement, Mediation und im Bereich Management und Leadership.

Seinen Masterabschluss an der Uni Bern im Jahr 2002 erlangte er ursprünglich in Betriebswirtschaft. Danach war er in verschiedenen Unternehmen in Assistenz- oder leitenden Positionen vorwiegend im administrativen Bereich tätig. Philipp Troesch ist verheiratet, dreifacher Vater und wohnt im Kanton Luzern.

Laufende Weiterentwicklung und herausfordernde Zeiten
Das Personalwesen ist der Finanzdirektion angegliedert. «Wir sind sehr erfreut, mit Philip Troesch einen ausgewiesenen Fachmann für das verantwortungsvolle Amt als Personalchef zu gewinnen. Er bringt nicht nur im direkten Austausch mit Mitarbeitenden, sondern auch im Führungsbereich breit gefächerte Erfahrungen mit», begründet Finanzdirektorin Michèle Blöchliger die Wahl des Regierungsrats.

Michael Schäfle wird per 30. Juni 2026 in Pension gehen. Bis zum Amtsantritt seines Nachfolgers wird das Personalamt interimistisch von Stellvertreterin Eliane Hofstetter geleitet. Michael Schäfle stand dem Amt 13 Jahre vor. Besonders prägend waren die Modernisierung des kantonalen Personalrechts und die digitale Transformation. Beides ist noch in Umsetzung. In seine Amtszeit fallen auch die Weiterentwicklung des Auftritts als Arbeitgeber – in Zeiten des Fachkräftemangels immer bedeutsamer – und die herausfordernde Bewältigung der Corona-Pandemie. «In seiner Ära sind wichtige Grundlagen für eine zukunftsfähige Personalstrategie geschaffen worden. Zudem wirkte er massgeblich mit, die Anstellungsbedingungen so zu entwickeln, dass sie mit dem Dienstleistungsauftrag der Verwaltung vereinbar bleiben und gleichzeitig zu einer Verbesserung für Mitarbeitende führen», würdigt Michèle Blöchliger die Verdienste von Michael Schäfle. Der Regierungsrat dankt ihm für seine engagierte Arbeit und wünscht ihm für den kommenden Lebensabschnitt alles Gute.


Rückfragen:
Michèle Blöchliger, Finanzdirektorin, Telefon +41 41 618 71 00, erreichbar am Donnerstag, 28. Mai, von 11.00 bis 12.00 Uhr.

28.05.2026 | 16:40 Uhr | von Kantonale Verwaltung Nidwalden

--- ENDE Pressemitteilung Philip Troesch wird neuer Personalchef der kantonalen Verwaltung ---


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Über Kantonale Verwaltung Nidwalden

1291 schlossen die Talleute von Uri, Schwyz und Nidwalden ein Bündnis, das zur Bildung der Eidgenossenschaft führen sollte. Freilich waren damals noch fast keine staatlichen Strukturen vorhanden. Diese begannen sich erst zu entwickeln und erreichten gegen Ende des 14. Jahrhunderts sowohl auf regionaler wie auf kommunaler Ebene einen Stand, der bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft höchstens noch marginal verändert worden ist: Alle politischen Gewalten (wie Landsgemeinde, Landrat, Wochenrat, obrigkeitliche Herren, Gerichte, dörfliche Ürten und Kirchgemeinden) waren nun institutionalisiert. Schritt mit diesem Aufbau hielt die Ausbildung des Territoriums mit dem Zurückdrängen der Feudalrechte Landsfremder und der Annexion der Engelberger Alpen.

Ob- und Nidwalden bildeten jedoch nie eine politische Einheit. Nidwalden trat 1291 allein mit Uri und Schwyz in den Bund ein (Obwalden kam erst später hinzu). Verschiedene Wege ging man auch beim Aufbau der Staatsstrukturen. Einzig zur Beratung wichtiger gemeinsamer Interessen rief man im 14. und im 15. Jahrhundert bisweilen die Landleute aus beiden Talschaften zusammen. Später unterblieb auch das, soweit hatte man sich auseinandergelebt, dass man lieber mit den Urnern, Schwyzern oder Luzernern gemeinsame Sache machte als miteinander. So galt Nidwalden bei den politischen Auseinandersetzungen nach den Burgunderkriegen, die im Stanser Verkommnis 1481 ihr Ende fanden, als neutral, während Obwalden als Parteigänger angesehen wurde. Oder Nidwalden eroberte mit Uri und Schwyz allein die ennetbirgischen Vogteien Bellinzona, Riviera und Blenio im Tessin.

Das Nidwaldner Selbstverständnis war in hohem Masse religiös bestimmt. Die Stellung der Kirche war stark, das christliche Nidwalden eine Realität. Der berühmteste Nidwaldner Staatsmann Landammann Melchior Lussi vertrat gar die gesamte Innerschweiz am Konzil von Trient und war massgebend an der Erneuerungsbewegung beteiligt. Es erstaunt darum nicht, dass die Reformen der katholischen Kirche hier auf fruchtbaren Boden fielen.

Wirtschaftlich blieb Nidwalden bis ins 20. Jahrhundert ein Agrarland. Vieh und Hartkäse wurden vor allem nach Oberitalien ausgeführt. Obwohl das Land schon im Spätmittelalter die Bevölkerung nicht ernähren konnte, entstand nur im Rotzloch eine kleine Industriezone. Solddienste und später Auswanderungen ins Elsass, nach Württemberg, später auch nach Preussen, Russland und Übersee trugen zur Linderung des Bevölkerungsdruckes bei.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren noch über 95 Prozent der ansässigen Bevölkerung Landleute und mehr als 85 Prozent wohnten in jener Gemeinde, in der sie das Bürgerrecht besassen. Die Ideen der französischen Revolution fanden deshalb hier nur wenig Anhänger. Der überwiegende Teil besass an der Landsgemeinde und in den Ürteversammlungen Mitspracherechte, von denen man andernorts nur träumen konnte. Nidwalden lehnte in der Folge die Helvetische Verfassung ab, deren Bestimmungen ideell zwar zukunftsweisend waren, in der Realität aber für die meisten Landesbewohner einen politischen Rückschritt bedeuteten. Die Ablehnung musste Nidwalden am 9. September 1798 mit dem Niedermetzeln von über 400 Personen durch französische Truppen und der willkürlichen Zerstörung von mehreren hundert Gebäuden schwer bezahlen.

Die günstige geografische Lage des Kantons Nidwalden macht den Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsträger. Der Vierwaldstättersee und die Berge ermöglichen im Sommer wie im Winter ein breites Freizeit- und Ferienangebot. Die Seegemeinden verfügen über eine Vielzahl von Wassersportmöglichkeiten und die Voralpen sind mit Bergbahnen gut erschlossen. Die Ausflugs- und Ferienziele sind bequem, schnell und individuell erreichbar. Sei es der Erlebnisberg Klewenalp, der Blumenberg Stanserhorn, der Titlisgletscher, die voralpine Region Bannalp, der mondäne Bürgenstock mit dem welthöchsten Aussenlift zur Hammetschwand oder die Sommerbobs auf Wirzweli.

Der Kanton Nidwalden offeriert eine Fülle von Naturschönheiten, Sportmöglichkeiten und Erlebnisangeboten. Mit dem Einbezug von lokalen Besonderheiten wie der Bähnli-Safari, der Glasi Hergiswil oder 'Schlafen im Stroh' werden Zeichen zur Umsetzung eines sanften Tourismus gesetzt.

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Quellen:
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