Wer mit dem Rauchen aufhört, verlängert sein Leben – das ist eine einfache und gut belegte Wahrheit. Aber lohnt sich diese Massnahme zur Lebensverlängerung auch finanziell? Markus Lindblad, Experte des Online-Händlers SnusMarkt, hat nachgerechnet und kommt zu dem Ergebnis, dass sich diese Massnahme doppelt lohnt.
Auch in der Schweiz ist der Preis von Zigaretten immer wieder Gegenstand politischer Debatten. Im Zuge der Diskussion um die Finanzierung der 13. AHV-Rente hat das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit 2025 beispielsweise berechnet, wie stark die Tabaksteuer steigen müsste, um zusätzliche Einnahmen von 300 Millionen Schweizer Franken zu erzielen. Das Ergebnis: Ein Steuerpreisschritt von 90 Rappen pro Schachtel wäre nötig. Der Preis der meistverkauften Marke würde dadurch von 9.40 auf 10.30 CHF steigen.
Doch unabhängig davon, wie sich Steuern und Preise künftig entwickeln, stellt sich für Raucherinnen und Raucher eine ganz andere Frage: Wie viel Geld könnten sie sparen, wenn sie ganz auf Zigaretten verzichten?
14 Minuten: So lange arbeiten Schweizerinnen und Schweizer für eine Schachtel Zigaretten
Im Moment kostet eine 20er-Packung Zigaretten in der Schweiz etwa 9.40 CHF. Gemessen am Schweizer Bruttomedianlohn 2024 von 7024 CHF im Monat muss dafür rechnerisch rund 14 Minuten gearbeitet werden. Wer täglich raucht, konsumiert in der Schweiz durchschnittlich 13 bis 14 Zigaretten pro Tag – also etwa zwei Packungen in drei Tagen. Rund 18 Prozent der Rauchenden konsumieren sogar 20 Zigaretten und mehr pro Tag.
Hochgerechnet entstehen so geschätzte Kosten von rund 200 Franken im Monat beziehungsweise 2400 CHF im Jahr. Dieser Betrag steht einem durchschnittlichen Raucher zusätzlich zur Verfügung, wenn er mit dem Rauchen aufhört.
Finanzielle Reserve, Ferien, Weiterbildung: Was bringen 2400 CHF zusätzlich?
Für viele Haushalte in der Schweiz sind 2400 CHF keineswegs nur zusätzliches Taschengeld. Das Bundesamt für Statistik betrachtet die Fähigkeit, eine unerwartete Ausgabe von 2500 Franken zu stemmen, als Massstab für die finanzielle Belastbarkeit eines Haushalts. Jeder vierte Haushalt in der unteren Einkommensmitte war 2024 dazu nicht in der Lage. Selbst in der oberen Einkommensmitte traf dies noch auf mehr als jeden Zehnten zu. Wer die Ausgaben fürs Rauchen einspart, kann sich damit also eine zusätzliche finanzielle Reserve aufbauen.
«2400 Franken können im Alltag ein wichtiges finanzielles Polster schaffen», weiss Markus Lindblad von SnusMarkt. «Wer mit dem Rauchen aufhört, vergrössert somit seinen finanziellen Spielraum im Alltag, schafft finanzielle Sicherheit und steigert seine Lebensqualität deutlich – neben den vielen gesundheitlichen Vorteilen.»
Wer bereits über ausreichende Rücklagen verfügt, kann das Geld für Dinge einsetzen, die sonst stärker ins Budget fallen. 2400 CHF können beispielsweise einen erheblichen Teil der nächsten Ferien finanzieren. Ebenso kann die Summe helfen, gestiegene Lebenshaltungskosten abzufedern oder grössere Anschaffungen zu finanzieren.
Gerade für Menschen am Anfang ihres Berufslebens kann das eingesparte Geld auch eine Investition in die eigene Zukunft sein. Das eingesparte Geld eröffnet Spielraum für Sprach- und Weiterbildungskurse, Coachings oder die Teilnahme an Konferenzen und Fachveranstaltungen.
Solche Investitionen zahlen sich nicht unmittelbar auf dem Konto aus, können aber die beruflichen Möglichkeiten erweitern – und damit langfristig einen deutlich höheren Wert entfalten.
Reicht es für ein Vermögen?
Das Geld kann selbstverständlich auch für den Vermögensaufbau verwendet werden.
Eine Beispielrechnung: Eine Aktie des US-Unternehmens Nvidia, das mit Grafikprozessoren für KI zu den wertvollsten Unternehmen der Welt geworden ist, kostet zurzeit umgerechnet rund 172 CHF. Pro Jahr könnte man sich mit den eingesparten Zigarettenkosten also knapp 14 Nvidia-Aktien kaufen. Das klingt zunächst nicht nach besonders viel, aber das täuscht.
Wer beispielsweise Anfang 2022 die besagten 2400 CHF in Nvidia-Aktien investiert hätte, dessen Anlage wäre heute – unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Aktiensplits und der Wechselkursentwicklung – rund 15 000 CHF wert. Und wer die gleiche Summe bereits Anfang 2017 investiert hätte, würde heute über Nvidia-Aktien im Wert von rund 160 000 CHF verfügen. Das wäre eine stattliche Rendite.
Aber seien wir ehrlich: Welcher normale Mensch hätte vor neun Jahren ausgerechnet in Nvidia investiert?
Entspannt im Alter: Mit klugen Anlagen sind die gewonnenen Lebensjahre finanziell abgesichert
Wenn wir uns jedoch von den Traumrenditen verabschieden, die mit einzelnen Glücksgriffen an der Börse möglich sind, bleibt die langfristige Geldanlage eine attraktive Option. Dabei geht es weniger darum, mit einem einzelnen Investment reich zu werden, sondern vielmehr darum, über viele Jahre kontinuierlich Vermögen aufzubauen. Gerade hier kann der Zinseszinseffekt einen erheblichen Unterschied machen.
Wie gross dieser Effekt sein kann, zeigt ein Blick auf die langfristige Entwicklung des Schweizer Aktienmarkts, der seit 1900 eine durchschnittliche nominale Rendite von 6,8 Prozent pro Jahr erzielt. Wer von den jährlich eingesparten Zigarettenkosten beispielsweise 2000 CHF regelmässig anlegt, würde nach einem Zeitraum von 30 Jahren über ein stattliches Vermögen von rund 182 000 CHF verfügen. Und nicht zu vergessen: Gleichzeitig wären in diesen 30 Jahren fast 150 000 Zigaretten nicht geraucht worden.*
«Lohnt es sich also, mit dem Rauchen aufzuhören? Auf jeden Fall!», sagt SnusMarkt-Experte Markus Lindblad. «Mit dem Rauchen aufzuhören ist zuallererst eine Frage der Gesundheit und der eigenen Lebenserwartung und erst in zweiter Linie eine finanzielle Entscheidung. Aber es ist eine Win-Win-Situation für jeden, der diesen Schritt geht. Wer das gesparte Geld dann noch konsequent anlegt – sei es auf einem Sparkonto oder langfristig in breit gestreuten Fonds –, kann sich zusätzlich ein finanzielles Polster aufbauen und die gewonnenen Lebensjahre umso mehr geniessen.»
* Es handelt sich um eine Beispielrechnung. Die angenommene Rendite orientiert sich an der historischen Entwicklung Schweizer Aktien; vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Renditen. Kapitalgewinne aus Wertschriften im Privatvermögen sind in der Schweiz grundsätzlich steuerfrei. Wertschriften und daraus erzielte Erträge können jedoch steuerlich relevant sein. Wer statt des Rauchens auf andere Nikotinprodukte wie Nikotinbeutel oder E-Zigaretten umsteigt, hat dafür weiterhin Ausgaben, wodurch sich die mögliche Ersparnis entsprechend reduziert.
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