Zürich – Die Schweiz bleibt die innovativste Volkswirtschaft der Welt. Das zeigt der Global Innovation Index 2026 der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), der Ende September veröffentlicht und am 14. Oktober vom KMU-Portal des Bundes aufgegriffen wurde.
Die Schweiz behauptet damit ihre Spitzenposition vor Schweden und den Vereinigten Staaten. Das KMU-Portal des Bundes nennt für die Schweiz einen Punktwert von 66,7 im Jahr 2025, 0,7 Punkte mehr als im Vorjahr. Insgesamt bewertet der Global Innovation Index 2026 die Innovationsleistung von 139 Volkswirtschaften anhand von rund 80 Indikatoren.
Die zehn innovativsten Länder der Welt 2026
Die aktuelle WIPO-Rangliste zeigt folgende Top 10:
Rang Land
1. Schweiz
2. Schweden
3. USA
4. Südkorea
5. Singapur
6. Vereinigtes Königreich
7. Niederlande
8. Finnland
9. Dänemark
10. China
Deutschland belegt den elften Platz, gefolgt von Japan auf Rang zwölf und Frankreich auf Rang dreizehn. Österreich liegt auf Rang 18.
Schweizer Innovationskraft überzeugt in mehreren Bereichen
Die Schweiz erreicht besonders gute Ergebnisse bei den kreativen Leistungen, wo sie weltweit den ersten Platz belegt. Bei den Wissens- und Technologieergebnissen liegt sie auf Rang zwei und beim Entwicklungsstand der Märkte auf Rang drei.
Der Innovationsindex berücksichtigt unter anderem Forschung und Entwicklung, Bildung, technologische Leistungen, Finanzierungsmöglichkeiten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Bemerkenswert ist, dass die Schweiz nicht nur bei den Voraussetzungen für Innovation gut abschneidet, sondern auch bei den tatsächlich erzielten Innovationsergebnissen weltweit führend ist.
Künstliche Intelligenz verändert die Innovationslandschaft
Eine wichtige Entwicklung zeigt sich bei den weltweiten Investitionen in neue Technologien. Laut WIPO stiegen die Risikokapitalinvestitionen im Jahr 2025 um 28 Prozent auf rund 510 Milliarden US-Dollar.
Künstliche Intelligenz vereinte 2025 bereits 53 Prozent des weltweiten Risikokapitalvolumens auf sich. Im ersten Halbjahr 2026 stieg dieser Anteil laut WIPO sogar auf 77 Prozent.
Die Zahlen verdeutlichen, wie stark künstliche Intelligenz die internationale Forschungs- und Unternehmenslandschaft beeinflusst.
Innovation wird auch für Schweizer KMU wichtiger
Die Ergebnisse des Innovationsindexes sind auch für kleine und mittlere Unternehmen relevant. Innovation beschränkt sich nicht auf wissenschaftliche Durchbrüche oder neue Produkte. Auch digitale Geschäftsprozesse, automatisierte Abläufe und der gezielte Einsatz künstlicher Intelligenz können zur Weiterentwicklung von Unternehmen beitragen.
Auch Schweizer Digitalunternehmen entwickeln bestehende Angebote mit Blick auf künstliche Intelligenz weiter. So setzt beispielsweise HELP.CH, das seit 1996 bestehende Schweizer Informationsportal, bei seinen mehr als 850'000 Firmen- und Organisationsprofilen verstärkt auf strukturierte Unternehmensdaten und deren Nutzbarkeit für KI-gestützte Informationssysteme.
WIPO mit Sitz in Genf
Die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Sie fördert den internationalen Schutz geistigen Eigentums und unterstützt Innovation und Kreativität durch internationale Zusammenarbeit, Dienstleistungen und Informationsangebote.
Weitere Informationen zur Organisation bietet das WIPO-Firmenporträt auf HELP.CH
Mit dem Global Innovation Index untersucht die WIPO jährlich die Innovationsfähigkeit von Volkswirtschaften. Die erneute Spitzenplatzierung der Schweiz unterstreicht die langfristige Bedeutung von Forschung, Bildung, Technologie und unternehmerischer Innovationskraft für den Wirtschaftsstandort.
Quellen und weiterführende Informationen:



