15.06.2026, Bern (ots) - Die Städte freuen sich über die Ablehnung der Volksinitiative "Keine 10 Million-Schweiz".
Als wirtschaftliche Zentren und Innovationslabore des Landes wären sie von einer Begrenzung der
Zuwanderung stark betroffen gewesen. Die Annahme der Initiative hätte der Schweizer Wirtschaft
den Zugang zu dringend benötigten Fachkräften erschwert und den bewährten bilateralen Weg mit
Europa gefährdet. Die Ablehnung ist ein Bekenntnis zu einer offenen, dynamischen und vielfältigen
Schweiz.
Die Volksinitiative "Keine 10 Million-Schweiz" wollte eine starre Begrenzung der Wohnbevölkerung
auf 10 Millionen einführen und bedrohte damit den Wohlstand, die Lebensqualität und Arbeitsplätze der
Schweiz. Die Städte freuen sich als wirtschaftliche Zentren und Innovationslabore des Landes über das
Nein an der Urne. Bei Annahme der Initiative hätte sich der Fachkräftemangel zugespitzt, wäre die
Sicherheit des Landes gefährdet gewesen und hätten die Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen
und allgemein die Innovationsfähigkeit der Schweiz gelitten. Zudem wären die bewährten bilateralen
Verträge mit der EU gefährdet gewesen.
Der Städteverband unterstützte deshalb die breite
Allianz aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gegen die Initiative.
Die städtischen Zentren
als Treiber von Innovation und Nährboden für Startups sind auf motivierte Talente angewiesen. Die
Schweizer Städte haben wiederholt bewiesen, dass sie Transformationen und Wachstum bewältigen
und zugleich für ein vielfältiges, kulturelles und attraktives städtisches Leben sorgen können. Sei dies
bei der Erstellung ihrer Stadträume, der Mobilität, des Wohnraums oder der Infrastruktur. Damit dies
auch künftig gelingt, gerade angesichts des demografischen und klimatischen Wandels, braucht es
grösseren Handlungsspielraum und eine gut koordinierte Zusammenarbeit, etwa durch Investitionen in
den öffentlichen Verkehr, die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus, der Konzeption neuer
Quartiere und der qualitätsvollen Innenentwicklung. Die bestehenden Herausforderungen lassen sich
nur mit gemeinsamen und konstruktiven Reformen lösen.
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