Pressemitteilung
Vernehmlassung zur Beteiligung der Einwohnergemeinden an den Kosten des Kantons eröffnet

25.09.2026 | 15:48 Uhr | Kantonale Verwaltung Obwalden

Kantonale Verwaltung Obwalden

25.09.2026, Der Regierungsrat hat die Vernehmlassung zum Gesetz über die Beteiligung der Einwohnergemeinden an den Kosten des Kantons eröffnet. Das Gesetz sieht eine auf fünf Jahre befristete Kostenbeteiligung der Einwohnergemeinden vor, um dem Kanton mehr finanziellen Spielraum zu ermöglichen. Parallel dazu wird eine umfassende Analyse der Kosten- und Steuerstrukturen von Kanton und Einwohnergemeinden durchgeführt.

Der Kanton Obwalden und die Einwohnergemeinden arbeiten seit Herbst 2025 gemeinsam an Lösungen zur Bewältigung der finanziellen Herausforderungen des Kantons. Als erste Massnahme wurde vorgeschlagen, dass sich die Einwohnergemeinden in den Jahren 2027 bis 2031 im Umfang von gesamthaft maximal fünf Millionen Franken pro Jahr an den Kosten des Kantons beteiligen. Damit soll der finanzielle Spielraum geschaffen werden, um die weiteren Schritte anzugehen. Dabei ist vorgesehen, dass sich der Beitrag der Einwohnergemeinden reduziert, wenn die Rechnung des Kantons besser abschliesst als budgetiert. Der Regierungsrat hat das entsprechende Gesetz nun zuhanden der Vernehmlassung verabschiedet.

Kosten- und Steuerstrukturen werden analysiert

Parallel dazu wird gemeinsam eine vertiefte Analyse der Kosten- und Steuerstrukturen des Kantons und der Einwohnergemeinden durchgeführt. Ziel ist es, die Kostenentwicklung im Vergleich mit ähnlich strukturierten Kantonen und Gemeinden aufzuzeigen und Bereiche mit Optimierungspotenzial zu identifizieren. Die Ergebnisse sollen als objektive Grundlage für die Erarbeitung von konkreten Massnahmen dienen.

Für die Analyse werden sowohl kantonale Aufgabenbereiche als auch die Strukturen der Einwohnergemeinden untersucht. Dabei werden Vergleiche mit ausserkantonalen Referenzgemeinden und Kantonen vorgenommen.

Breite Unterstützung für das weitere Vorgehen

Im Rahmen des Erarbeitungsprozesses konnten die Einwohnergemeinden bereits zum Kostenverteiler und zur Durchführung einer Analyse der Kosten- und Steuerstruktur Stellung nehmen. Sämtliche Einwohnergemeinden unterstützen die vorgeschlagene Stossrichtung und legen damit eine wichtige Grundlage für die weiteren politischen Beratungen.

Finanzdirektorin Cornelia Kaufmann-Hurschler zeigt sich erfreut über die Unterstützung der Einwohnergemeinden: "Dass sich alle Einwohnergemeinden hinter dem vereinbarten Vorgehen versammeln, ist ein starkes Zeichen. Die Analyse der Kosten- und Steuerstrukturen bilden die Grundlage, um die finanziellen Herausforderungen langfristig und gemeinsam anzugehen."

"Dass alle Einwohnergemeinden den Verteilschlüssel und die gemeinsame Analyse unterstützen, zeigt, dass wir bereit sind, die finanziellen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Nun geht es darum, die Zeit zu nutzen und auf einer fundierten Datengrundlage die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen", meint Bruno Vogel, Gemeindepräsident von Alpnach.

Die Vernehmlassungsfrist dauert nun bis am 18. Dezember 2026. Der Kantonsrat wird am 11. März 2027 über die Vorlage beraten. Die Inkraftsetzung ist rückwirkend auf den 1. Januar 2027 geplant.

25.09.2026 | 15:48 Uhr | von Kantonale Verwaltung Obwalden

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Über Kantonale Verwaltung Obwalden

Obwalden wurde vorerst von Kelten und Römern besiedelt, bis sich ab 700 nach Christus Alemannen zwischen Brünig und Vierwaldstättersee niederliessen. 1291 beteiligte sich Obwalden zusammen mit Nidwalden an einem Landfriedensbündnis mit den Nachbarorten Uri und Schwyz (Gründung der Eidgenossenschaft). Im 14. Jahrhundert begründete Obwalden eine eigene Landesherrschaft. 1403 beteiligte sich Obwalden auf der Suche nach Absatzmärkten für Vieh und Käse an der 'ennetbirgischen Politik' Uris und half an der Eroberung der Leventina mit.

Rund hundert Jahre später wurde der Solddienst für fremde Kriegsherren wirtschaftlich bedeutend. Auf diese Weise wohlhabend gewordene ehemalige Söldner bestimmten als Inhaber der höheren Ämter während Jahrhunderten die politischen Geschicke des Landes. Mit der Helvetik (1798 - 1803) verlor Obwalden zwar vorübergehend seine Eigenständigkeit, die Bevölkerung erlangte aber erstmals politische Grundrechte. 1815 schlossen sich Kloster und Talgemeinde Engelberg Obwalden an. 1832 schlossen sich in Sarnen die konservativen Orte zum 'Sarnerbund' zusammen.

Mit dem 1857 begonnenen Bau der Brünigstrasse und der Eröffnung der Brünigbahn (1888) sowie der Pilatusbahn (1889) wird Obwalden eine touristische Destination. Engelberg war schon im 18. Jahrhundert ein Reiseziel. Im frühen 20. Jahrhundert betrieb Obwalden eine fortschrittliche Energiewirtschaft. Verfassungskämpfe im Innern bestimmten die Politik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach 1950 erfolgte die Ansiedlung von neuen, inzwischen weltweit exportierenden Industrien.

Umgeben von einer faszinierenden Bergwelt und dem wunderschönen Sarnersee ist Sarnen ein ideales Ferienziel. Entdecken Sie die abwechslungsreiche Landschaft bei einer gemütlichen Schifffahrt, einer atemberaubenden Biketour oder einer vielseitigen Wanderung. Durch die einzigartige Lage sind nicht nur Sarnen sondern auch sämtliche Ausflugsziele der Zentralschweiz in kurzer Zeit erreichbar. Langweilen werden Sie sich in Sarnen gewiss nicht!

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Quellen:
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