Pressemitteilung
Wildcampen in der Schweiz: Wo ist es erlaubt?

13.07.2026 | 11:56 Uhr | Touring Club Suisse (TCS)

Touring Club Suisse (TCS) Bildrechte: Getty Images
Fotograf: Jens Breuer

13.07.2026, Vernier/Ostermundigen (ots) - Eine Nacht mitten in der Natur zu verbringen, begeistert immer mehr Campingfans, die Ruhe und Freiheit suchen. In der Schweiz ist Wildcampen grundsätzlich nicht verboten. Das bedeutet jedoch nicht, dass es überall erlaubt ist. Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Kanton und Gemeinde, während bestimmte Gebiete streng geschützt sind. Wer in der Natur übernachten möchte, sollte sich daher unbedingt im Voraus über die geltenden Bestimmungen informieren. Für alle, die die Natur geniessen und gleichzeitig von einer gewissen Infrastruktur profitieren möchten, bieten die naturnahen TCS-Campingplätze eine ideale Alternative.

Wildcampen - sei es mit dem Zelt, Van oder Wohnmobil ausserhalb offizieller Campinginfrastrukturen - sowie das Biwakieren mit minimaler Ausrüstung für eine Nacht ermöglichen ein Naturerlebnis aus nächster Nähe. Damit dieses Erlebnis ungetrübt bleibt, sollten einige grundlegende Verhaltensregeln beachtet werden: Naturräume respektieren, einen sicheren Standort wählen und durch umsichtiges Verhalten die Umwelt möglichst wenig belasten.

Unterschiedliche Vorschriften je nach Region

In der Schweiz gibt es keine einheitliche Regelung für das Wildcampen. Die Vorschriften können sowohl von Kanton zu Kanton als auch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein. Der TCS empfiehlt deshalb, sich vor einer Übernachtung in der Natur bei der zuständigen Gemeinde oder der örtlichen Polizei über die geltenden Bestimmungen zu informieren. Auf Privatgrundstücken ist die Zustimmung der Eigentümerin oder des Eigentümers zwingend erforderlich. In Naturschutzgebieten, eidgenössischen Jagdbanngebieten, Wildruhezonen sowie im Schweizerischen Nationalpark ist Wildcampen hingegen ausnahmslos verboten. Das Biwakieren oberhalb der Waldgrenze wird in der Regel toleriert, sofern die lokalen Vorschriften eingehalten und die Natur respektiert werden.

Die Natur steht an erster Stelle

Wer sich für eine Übernachtung in der Natur entscheidet, trägt auch Verantwortung für ihren Schutz. Der TCS empfiehlt, einen unauffälligen Standort zu wählen, die Tierwelt - insbesondere in der Dämmerung und während der Nacht - nicht zu stören und Lärm zu vermeiden. Sämtliche Abfälle, einschliesslich Essensresten, müssen wieder mitgenommen werden, damit keine Spuren zurückbleiben. Feuer dürfen nur an ausdrücklich dafür zugelassenen Stellen entfacht werden und sollten bei Trockenheit oder erhöhter Waldbrandgefahr grundsätzlich unterbleiben. Mit diesen einfachen Verhaltensregeln lassen sich Naturräume langfristig schützen und ein respektvolles Miteinander mit anderen Naturnutzenden gewährleisten.

Risiken frühzeitig erkennen und sicher campen

Eine sorgfältige Vorbereitung ist unerlässlich, bevor man eine Nacht in der Natur verbringt. Der TCS empfiehlt, die Wettervorhersagen zu konsultieren und bei Unwettern auf Wildcampen zu verzichten. Der gewählte Standort darf keine Naturgefahren aufweisen. Insbesondere sollten Flussbetten mit möglicher Sturzflutgefahr, Lawinenzüge, steinschlaggefährdete Bereiche sowie besonders blitzgefährdete Standorte gemieden werden. Wer diese Vorsichtsmassnahmen beachtet, kann sein Naturerlebnis sicher geniessen und gleichzeitig Risiken minimieren.

Naturcampingplätze - eine Alternative zum Wildcampen

Für alle, die ein naturnahes Campingerlebnis geniessen möchten, ohne auf Komfort zu verzichten, bieten mehrere TCS-Campingplätze eine hervorragende Alternative zum Wildcampen. In Graubünden liegen die Campingplätze Disentis, Thusis und Scuol eingebettet in alpine und bewaldete Landschaften. Im Tessin lädt der Campingplatz Gordevio zu einem Aufenthalt am Ufer der Maggia ein, während sich der Campingplatz Olivone im sonnigen Bleniotal befindet. Der Campingplatz La Tène am Ufer des Neuenburgersees bietet zudem einen direkten Zugang zu einem Sandstrand. Diese Campingplätze ermöglichen ein intensives Naturerlebnis und bieten gleichzeitig eine hochwertige Infrastruktur sowie einen umweltbewussten Aufenthalt.

Wo darf man in Europa wildcampen?

Die Schweiz ist kein Einzelfall. In den meisten europäischen Ländern ist Wildcampen verboten oder streng geregelt. Einige Staaten dulden es unter bestimmten Voraussetzungen, andere verbieten es vollständig. Vor einer Reise empfiehlt es sich daher, sich über die jeweils geltenden Vorschriften zu informieren. Der TCS stellt auf seinem Camping-Portal eine Übersicht der Bestimmungen in den wichtigsten europäischen Ländern zur Verfügung.

Pressekontakt:

Vanessa Flack, Mediensprecherin TCS

Tel. 058 827 34 41 | vanessa.flack@tcs.ch

13.07.2026 | 11:56 Uhr | von Touring Club Suisse (TCS)

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Über Touring Club Suisse (TCS)

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Alle 70 Sekunden erfolgt eine Hilfeleistung. 200 Patrouilleure sind jährlich mit etwa 361'000 Einsätzen auf Schweizer Strassen unterwegs und ermöglichen in mehr als 80 % der Fälle eine sofortige Weiterfahrt. Die ETI-Zentrale organisiert jährlich etwa 63'000 Hilfeleistungen, darunter 3500 medizinische Abklärungen und über 1300 Repatriierungen. TCS Ambulance ist der grösste private Akteur für Rettungsdienst und Krankentransport in der Schweiz mit 400 Mitarbeitenden, 22 Logistikbasen und rund 45'000 Einsätzen pro Jahr. Die Rechtsschutz-Büros bearbeiten 52'000 Fälle und geben rund 10’000 Rechtsauskünfte.

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